Samsungs neue Smartwatch namens Gear S kann telefonieren. Sie hat ein Mobilfunkmodul und wird damit auch für viele Internetfunktionen ohne die bisher notwendige Anbindung an ein Smartphone auskommen können. Der UMTS-Chip soll auch Benachrichtigungen übermitteln oder den Anschluss an Kalender halten, selbst wenn das Smartphone nicht in Bluetooth-Reichweite ist.  

Die Gear S hat ein langgezogenes Display mit einer Bildschirmdiagonalen von zwei Zoll. Sie läuft mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen, statt mit Googles neuem Android Wear. Die digitalen Karten mit Navigationsfunktion kommen vom Nokia-Dienst Here. Sensoren messen unter anderem die Herzfrequenz und sollen die Uhr auch zu einem Fitnessgerät machen. Zusätzlich gibt es drahtlose Ohrhörer, die auch als Halskette getragen werden können. Ob das als modisches Accessoire wirklich ankommt, ist aber fraglich. Bisher hatten hauptsächlich kleinere Smartwatch-Anbieter mit Uhren mit Mobilfunkanschluss experimentiert. Die Geräte waren deutlich klobiger und die Laufzeit war trotz größerer Batterien ein Problem. Der Akku der Gear S soll bis zu zwei Tage halten können, verspricht Samsung.

Samsungs neue Smartwatch soll im Oktober in den Handel kommen. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft wird es dann einen Wettbewerb geben, der verdeutlicht, wie wichtig die neue Gerätekategorie den Herstellern ist.

Samsungs neue Smartwatch Gear S © Samsung

Denn auch LG hat eine neue Smartwatch vorgestellt, die G Watch R. Sie wird auf der Elektronikmesse Ifa zu sehen sein. Das Besondere an der G Watch R: Sie hat ein rundes Display und sieht aus wie eine analoge Armbanduhr. Verglichen mit der bereits im Handel erhältlichen, eher klobigen und eckigen G Watch, ist das ein klarer Schritt nach vorne.

Die G Watch R ist aber ein Mini-Computer mit dem Betriebssystem Android Wear. Im Gegensatz zum neuen Samsung-Modell braucht sie für den Internetzugang die Verbindung zu einem Smartphone. Sie kann ebenfalls den Puls messen und hat diverse Benachrichtigungsfunktionen. Das Plastik-OLED-Display soll auch im hellen Sonnenlicht gut ablesbar sein. Die G Watch R soll im Oktober in den Handel kommen und 299 Euro kosten, wie LG ankündigte.

Apple stellt angeblich ein Wearable vor

Weitere Smartwatches könnten im Herbst von Asus und Motorola kommen. Und dann ist da – wie schon seit mehr als einem Jahr – das Fragezeichen hinter Apple. Das für gewöhnlich gut informierte Technologieblog re/code schrieb am Mittwoch, Apple wolle am 9. September zusammen mit der nächsten iPhone-Generation auch gleich ein neues kleines, tragbares Gerät vorstellen. Offizielle Angaben des Unternehmens gibt es dazu natürlich nicht.

Von Apple wird mit Spannung eine Computer-Uhr erwartet, das Blog sprach vorsichtiger von einem Wearable mit Fokus unter anderem auf Fitnessfunktionen. Als Wearables wird die junge Kategorie tragbarer Mini-Geräte bezeichnet, zu der unter anderem Datenuhren und Fitnessarmbänder gehören. Apple sicherte sich in mehreren Ländern bereits den Markennamen iWatch, in früheren Patentunterlagen tauchte auch die Bezeichnung iTime auf.