Samsung hat während der Ifa in Berlin das neue Galaxy Note 4 vorgestellt. Wie bei den Vorgängermodellen kann der Nutzer auch bei der neuen Version des Phablets dank eines Eingabestiftes zahlreiche Extrafunktionen nutzen, die Samsung sinnvoll erweitert hat. Zusätzlich hat die Hardware einige merkliche Verbesserungen erhalten – insbesondere beim Display. Das gibt es nämlich unter dem Namen Galaxy Note Edge als gewölbte Variante, die über den Gehäuserand hinausgeht.

Ansonsten sind das Galaxy Note 4 und das Galaxy Note Edge baugleich. Der Bildschirm ist wie beim Vorgänger 5,7 Zoll groß, hat aber mit 2.560 x 1.440 Pixeln eine deutlich höhere Auflösung. Mit LG ist Samsung damit der zweite große Hersteller, der ein derartig hochauflösendes Display in einem seiner Smartphones verbaut. Trotz der Größe wiegt das Gerät nur 176 Gramm. Für die Rechenleistung sorgt ein Snapdragon-805-Prozessor mit vier Kernen und einer Taktrate von 2,7 Gigahertz.

Bereits auf den ersten Blick wirkt der hochauflösende Super-Amoled-Bildschirm sehr scharf. Die Farben sind kräftig und leuchtend. Das Display des Note 4 zeigt in nahezu jedem Betrachtungswinkel ein klares, kontrastreiches Bild – etwas, das schon eine Stärke des Vorgängers war.

Galaxy Note Edge mit gebogenem Display

Das Display des Galaxy Edge geht zusätzlich über den rechten Rand des Gerätes hinaus. Der nach unten gebogene Teil hat trotz eines steileren Betrachtungswinkels die gleiche Farb- und Kontrastwiedergabe wie der Hauptbildschirm.

Dennoch arbeitet die Anzeige unabhängig und kann verschiedene Informationen darstellen. So können beispielsweise zusätzliche App-Verknüpfungen, das Wetter, Kursinformationen oder eine Leiste mit kleinen Hilfs-Apps eingeblendet werden. Diese sind immer durch einen Wisch nach unten über die Leiste erreichbar, andere Informationen sind durch horizontales Blättern aufrufbar.

Neben diesen Startbildschirm-Funktionen können in bestimmten Anwendungen auch Bedienelemente oder Informationen am Bildschirmrand angezeigt werden. Im Videoplayer werden die Bedienelemente wie Wiedergabetaste, Fortschrittsbalken oder Lautstärkeregelung nicht mehr im Display über dem angesehenen Video eingeblendet, sondern außerhalb des Sichtfeldes im Randdisplay. Erhält der Nutzer während des Betrachtens eine neue Systembenachrichtigung, wird auch diese dort angezeigt. Insgesamt ist das kleine Randdisplay erstaunlich intuitiv.

Das Samsung Galaxy Note 4 und das Note Edge mit gebogenem Display © Michael Wieczorek/Golem.de

Verbesserte Stiftfunktionen

Wie bisher wird der Eingabestift im rechten Teil des Smartphones verstaut und unten herausgezogen. Äußerlich unterscheidet sich der Stift nicht von dem des Note 3, auffällig ist aber der weniger gummiartige Anschlag des Stiftes. Zudem hat Samsung die Druckempfindlichkeit erhöht, was sich in einer besseren Präzision bemerkbar macht. Wie beim Vorgänger öffnet sich beim Herausziehen des Stiftes ein rundes Menü mit den Optionen, das auch mit der Stifttaste aufgerufen werden kann.

Die Softwarefunktionen des Stiftes wurden verglichen mit dem Vorgängermodell nochmals erweitert. Mit der Funktion Smart Select können jetzt mehrere Inhalte einer Internetseite nacheinander markiert und im sogenannten Scrapbook gespeichert werden. Die gesammelten Inhalte zeigt ein über der aktuell genutzten App schwebendes Icon.

Praktisch ist auch der neue Auswahlmodus: Drücken die Nutzer den Knopf des Stiftes, können sie wie mit einer Maus am PC mehrere Dateien direkt auf dem Bildschirm markieren. Diese müssen nicht wie bisher einzeln angeklickt werden. Mit Snapnote können sie zudem handgeschriebene Texte von Tafeln oder Notizzetteln abfotografieren und weiterverarbeiten. Das Textfeld wird dabei bereits im Sucher erkannt und perspektivisch entzerrt.