Am kommenden Montag wird Apple Details zur Apple Watch verkünden: Verkaufsstart, Preise, Funktionen. Ob es bei der Veranstaltung noch um andere Geräte gehen wird, darüber wurde viel spekuliert. Nun scheint zumindest klar, worüber Apple nicht reden wird: das große iPad Pro mit 12,9 Zoll großem Bildschirm. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, die Produktion des großen iPads hätte ursprünglich noch im ersten Quartal beginnen sollen. Stattdessen werde es wohl erst im Herbst 2015 vorgestellt – wie bei iPads üblich. Der Grund: Die Displays seien nicht in ausreichender Menge und Qualität erhältlich. Das aktuelle iPad ist 9,7 Zoll groß.

Das neue iPad soll nicht nur größer sein, sondern möglicherweise auch deutlich mehr können als die bisherigen Tablets von Apple. Das Unternehmen überlege, einen USB-3.0-Anschluss und eine Mausunterstützung einzubauen, berichtet das Wall Street Journal. Damit ließe sich das Tablet besser zum Arbeiten nutzen. Wie nützlich ein Mauszeiger unter iOS ist, kann derzeit nur ausprobieren, wer nach einem Jailbreak einen Tweak einspielt, den es schon seit Jahren gibt.

USB-Anschlüsse könnten noch ein anderes Problem des iPads lösen: Sein begrenzter Speicherplatz reicht für manche Anwendungen nicht aus, und nicht jedes Peripheriegerät kann über WLAN oder Bluetooth ausreichend schnell angesprochen werden. Zwar ließen sich schon immer Bluetooth-Tastaturen anschließen, aber in iOS 8 hat Apple einen Fehler eingebaut, der die Benutzung der Tastatur im Browser praktisch unmöglich macht.

iPad-Absatz ist zurückgegangen

Das Unternehmen versucht angeblich auch, die Aufladegeschwindigkeit für den Akku zu verbessern. Zuletzt hatte Samsung mit dem S6 ein Smartphone vorgestellt, das eine Schnellladefunktion bietet, mit der in nur zehn Minuten Strom für mehrere Stunden Betriebsdauer getankt werden kann.

Das große iPad Plus, wie es auch genannt wird, soll unter anderem die Verkäufe an Unternehmen beflügeln. Der Absatz ging im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um fast ein Fünftel zurück. Apple ist zwar immer noch der größte Hersteller, aber der Marktanteil sank nach Berechnungen der Analysefirma IDC unter 30 Prozent. Konkurrenten wie Samsung oder Lenovo haben bereits größere Tablets im Angebot.