Das Mate 10 Pro in verschiedenen Ausführungen © Huawei

Erneut kooperiert Huawei für seine Linsentechnik mit dem deutschen Hersteller Leica. Die Kamera des Vorgängers Mate 9 pries Huawei als damals beste auf dem Markt an. Ein Versprechen, dass die Chinesen nicht halten konnten. Wie die des Mate 10 Pro abschneidet, müssen die ersten Tests zeigen.

Auf dem Papier klingt die Ausstattung der Dual-Kamera mit je einer Zwölf-Megapixel- und einer 20-Megapixel-Linse, einer Blendenöffnung von f1,6, einer optischen Bildstabilisierung und gleich zwei Bildprozessoren jedenfalls imposant. 

Die künstliche Intelligenz des Kirin 970 soll eng mit der Kamera verknüpft sein, wie Huaweis CEO Richard Yu die Tage in einem Blogbeitrag schrieb. So soll die Technik bessere Porträtaufnahmen ermöglichen, was Fokus und Farbabgleich angeht. Zudem wurde sie bereits mit 100 Millionen Fotos trainiert. Dadurch soll sie automatisch Hintergründe und Motive erkennen – etwa ob es eine Strandszene ist oder Essen fotografiert wird – und diese dann von selbst optimieren. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Google mit seinem Pixel 2.

Android 8.0 und PC-Modus

Wie schon der Vorgänger ist das Mate 10 exzellent ausgestattet. Zusätzlich zum aktuellen Achtkernprozessor und der Dual-Kamera hat das Mate 10 Pro hat sechs Gigabyte Arbeits- und 128 Gigabyte Flashspeicher. Standardmäßig unterstützt es eine zweite SIM-Karte – ein kleiner Vorteil gegenüber manchen Konkurrenten.

Der Akku zählt mit einer Aufnahme von 4.000 Milliamperestunden zu den größten, die es in dieser Klasse gibt. Auch wenn diese Zahl noch nichts über die tatsächliche Laufzeit aussagt, spricht Huawei von rund zwei Tagen für "normale User". Das Vorgängermodell konnte jedenfalls mit seinem Akku überzeugen.

Als Betriebssystem ist das aktuelle Android 8.0 Oreo installiert, das allerdings mit Huaweis EMUI-Oberfläche versehen wird. Der Hersteller lobt die Vorteile dieses "Upgrades", unter anderem was die erwähnte Motiverkennung der Kamera betrifft, die Ressourcenverteilung des Akkus sowie die Echtzeitübersetzung, die mit einer speziellen, vorinstallierten App möglich sein soll.