Galaxy S9 - Samsung stellt neues Smartphone vor Äußerlich hat sich im Vergleich zum Vorgängermodell wenig verändert. Neue Funktionen und eine verbesserte Kamera sollen die Kunden dennoch zum Kauf bewegen. © Foto: Lluis Gene/Getty Images

Ein paar Überraschungen gab es dann doch noch, wenn man den Reaktionen der Journalisten glauben darf: Obwohl bereits vor der offiziellen Vorstellung des Samsung Galaxy S9 kurz vor Beginn des Mobile World Congress in Barcelona fast alle Details des neuen Oberklasse-Smartphones geleakt wurden, gab es Szenenapplaus für einige Funktionen.

Das war so nicht unbedingt zu erwarten gewesen, schließlich gilt das S9 vor allem als Weiterentwicklung des S8. Mit dem Modell stellte Samsung vergangenes Jahr eine neue Designsprache vor, die schnell auf die gesamte Smartphonebranche übergriff. Das S8 war zwar nicht das erste Gerät mit einem Display, das fast bis an den Rahmen reichte (bezel-less heißt das im Jargon), aber das erfolgreichste: Das S8 war eines der meistverkauften Geräte des Jahres und in der Galaxy-Geschichte.

Es ist also verständlich, wenn Samsung mit dem Galaxy S9 in diesem Jahr auf dem erfolgreichen Konzept aufbaut, statt es wieder radikal zu ändern. Doch neben einigen interessanten Upgrades gibt es auch eine echte Neuheit, die andere Hersteller in den kommenden Jahren inspirieren könnte.

Fingerabdrücke, wo sie hingehören

Zunächst zu den Äußerlichkeiten. Auf den ersten Blick sehen das S9 und S9+ aus wie die Vorgänger: Sie haben die gleichen Displaygrößen von 5,8 und 6,2 Zoll bei einer Auflösung von 2.960 mal 1.440 Pixeln, und der Bildschirm reicht nahezu bis an den Rahmen heran. Das Gehäuse ist weiterhin wasser- und staubgeschützt. Neu ist die fliederfarbene Farbkombination Lilac Purple, die es zusätzlich zu einer silbernen, schwarzen und blauen Variante gibt.

… von hinten hat es nun eine Dual-Kamera, eine variable Blende und ein neuen Ort für den Fingerabdruckscanner. © Samsung

Eine erste Veränderung gibt es auf der Geräterückseite, denn Samsung hat sich eines der größten Probleme des Galaxy S8 angenommen: Der Fingerabdruckscanner des Galaxy S9 ist nun nicht mehr direkt neben der Kameralinse, sondern unter ihr verbaut. Die Zeiten von ständigen Fingerabdrücken auf der Linse scheinen somit beendet. Was die Journalisten in Barcelona mit Applaus begrüßten, dürfte letztlich allen Käufern zugute kommen. Die schlechte Platzierung des Scanners war einer der größten Kritikpunkte des Vorgängers.

Und tatsächlich: Wie ein kurzes Hands-on nach der Präsentation bestätigt, finden die Finger nun wirklich schneller den richtigen Sensor. Auch sonst überzeugt die Ergonomie des S9: Es fühlt sich genauso hochwertig an wie der Vorgänger, das Display wirkt immer noch prächtig, und Maße und Gewicht sind weiterhin ziemlich nah dran am perfekten Smartphone, jedenfalls was das Standardmodell angeht.