Nur wenige Tage nach Samsung hat auch der chinesische Hersteller Huawei ein faltbares Smartphone vorgestellt. Der Bildschirm des Modells Mate X lässt sich vergrößern, indem Nutzerinnen und Nutzer ihn ausklappen können.  

Im gefalteten Zustand sieht das Mate X aus wie ein gewöhnliches Mobilgerät, die Bildschirmgröße ist mit 6,6 Zoll durchschnittlich. Klappt man das Smartphone auf, soll es eine Diagonale von acht Zoll erreichen; es erinnert dann mehr an ein quadratisches Tablet. Möglich wird diese Vergrößerung durch ein Gelenk.

Erst am Mittwoch hatte der südkoreanische Konzern Samsung ein neuartiges faltbares Smartphone vorgestellt – das Galaxy Fold. Es ist etwas kleiner als das Mate X: Zusammengeklappt kommt es auf eine Bildschirmgröße von 4,6 Zoll, ausgeklappt auf 7,3 Zoll.

Faltbar ist nicht gleich faltbar

Zwar sprechen beide Smartphone-Hersteller von einem faltbaren Telefon, doch der Faltmechanismus unterscheidet sich. Bei Samsung klappen Nutzerinnen und Nutzer die Bildschirme nach innen zusammen, vorne gibt es dann ein zusätzliches Display. Bei Huawei knicken sie den Bildschirm nach außen. Das untere Display wird dann deaktiviert.

Eine der größten Herausforderungen bei faltbaren Smartphones ist der Akku. Da sich dieser nicht biegen lässt, hat das Mate X in jeder Bildschirmhälfte jeweils eine Batterie verbaut, genau wie auch das Galaxy Fold. Kombiniert kommen sie bei Huawei auf eine Leistung von 4.500 Milliamperestunden, das Konkurrenztelefon von Samsung kommt im Vergleich auf 4.380 Milliamperestunden. Damit beinhalten beide Geräte leistungsstärkere Akkus als gewöhnliche Smartphones. Allerdings werden die großen Bildschirme auch deutlich mehr Energie benötigen.

Mit dem Mate X will sich Huawei nicht nur weiter am Smartphone-Markt etablieren, sondern im Bereich 5G. Das faltbare Mobilgerät soll die neue Technologie unterstützen, das Unternehmen verspricht bis zu zehnmal schnelleres Internet als mit LTE. Huawei ist beim Aufbau des neuen Mobilfunkstandards aktuell ein führender Netzwerkausrüster, steht im Westen allerdings wegen Sicherheitsbedenken in der Kritik.