Brauche ich das wirklich? – Seite 1

Ein Slofie – Selfie in Slow-Motion

Nein.

Nein, Sie brauchen das neue iPhone 11 nicht. Ich habe mich für Sie am Freitagmorgen um neun Uhr beim Berliner Apple Store angestellt, um das iPhone 11 zu testen. Ich war einen Tag im Zoo, um süße Tiere zu fotografieren (siehe unten), habe mir in Slow-Motion den Mund geföhnt (siehe oben) und nach zwei Tagen mit dem Gerät kann ich Ihnen sagen: Wenn Sie ein iPhone 6S oder ein neueres Gerät besitzen oder mit Ihrem Handy – egal von welcher Marke – zufrieden sind, brauchen Sie kein iPhone 11.

Aber.

Neben der sehr erwachsenen und etwas kratzigen Frage nach dem Brauchen ist da noch dieser kindisch-kapitalistische Juckreiz des Verlangens. Und Sie wissen, Sie sind hier, weil Sie sich fragen: Schon wieder ein neues Handy kaufen, obwohl das alte noch geht – kann ich das rechtfertigen?

Die Frage stelle ich mir auch. Ich habe bislang ein iPhone 6S von 2015. Darauf läuft die aktuellste Version von Apples Betriebssystem, iOS 13. Es ist schnell, nicht zu groß für meine Hosentasche und tut alles, was ich von ihm erwarte. Nur der Akku schafft es nicht mehr so richtig durch einen Tag, weshalb ich immer ein Akkupack samt Kabel mit mir herumtrage. Und vor ein paar Wochen ist es mir auf den Asphalt gefallen – seither ist das Glas des Displays gerissen. Eigentlich benötige ich nicht wirklich ein neues Handy. Doch dann stellte Apple vor knapp zwei Wochen wieder einmal neue iPhones vor.

Man kann es ins Klo fallen lassen und bei Nacht fotografieren

So stehe ich nun also am Freitagmorgen gegen neun bei einer Apple-Mitarbeiterin mit iPad im Laden am Kurfürstendamm in der Schlange. Ich sage ihr, welches Gerät ich haben will (iPhone 11 in schwarz mit 128 Gigabyte Speicher für 850 Euro). Noch mal zur Erinnerung: Das iPhone 11 hat ein 6,1 Zoll-Display, zwei Kameraobjektive (ein Weitwinkel und ein Ultraweitwinkel) und einen schnelleren Prozessor als sein Vorgänger, das iPhone XR. Es ist noch etwas wasserdichter: Sie können es zwei Meter tief für 30 Minuten versenken statt einem Meter, das Glas soll noch bruchfester sein und der Akku eine Stunde länger halten als der des XR. Es kostet ab 800 Euro.

Und dann ist da noch das iPhone 11 Pro – es hat wahlweise ein 5,8-Zoll-Display oder eines mit 6,5 Zoll. Seine Glasrückseite ist matt (die vom normalen 11 glänzt) und hat noch ein Kameraobjektiv auf der Rückseite mehr: drei Stück insgesamt. Neben den zwei Linsen, die auch das 11er-Modell hat, hat das Pro noch ein Teleobjektiv (damit kommen Sie näher an Ihr Subjekt ran, ohne zu zoomen oder näher ranzugehen). 

Selfies in Slow-Motion – braucht man, oder?

Außerdem verfügt das Pro über ein schärferes und kontrastreicheres OLED-Display. Es hält laut Apple vier Meter Wassertiefe für 30 Minuten aus, ist aus Stahl statt Alu und in Schwarz, Silber, Gold und Schlamm–, äh, Mitternachtsgrün, zu haben. Preislich geht es bei 1.150 Euro los. Apple verkauft außerdem weiterhin das iPhone XR für 700 Euro. Und auch das zwei Jahre alte iPhone 8 für 530 Euro ist noch zu haben.

Die Kameras der beiden neuen Geräte haben außerdem einen neuen Nachtmodus, mit dem man besonders gut fotografieren können soll, auch wenn wenig Licht da ist (Kneipe, Berghain, beim Verstecken im Dunkeln). Und sie machen sogenannte Slofies – Selfievideos in Slow Motion.

All das ist keine Revolution. Schließlich haben Android-Hersteller schon länger mehr als zwei Objektive in ihre Handys eingebaut. Auch was den Nachtmodus angeht, holt Apple auf: Die Kameras von Google und Huawei können seit einiger Zeit im Dunkeln sehr gute Fotos machen.

Erster Eindruck: Es ist sehr groß

Nicht alle Tiere im Berliner Zoo sind scheu: Dieser Hirsch posierte vorbildlich für unseren Autor.

Mittlerweile ist es kurz nach neun. Ich sage der Apple-Mitarbeiterin, ich hätte gern das iPhone 11, schwarz, 128GB. "Ist reserviert", sagt sie. Ich solle um elf Uhr zurückkommen – dann könne ich mein neues Handy abholen. Nach zwei Kaffee stehe ich um zwanzig vor elf wieder am Apple Store. Ein junger Mann, der wie ein Türsteher das Ende der Schlange bewacht, schaut kurz auf sein iPad, dann lässt er mich rein. 

Nichts für Kleinhänder

20 Minuten später habe ich das neue Gerät in der Hand. Das Erste, was mir auffällt: Es ist sehr groß. Es ist dicker und größer als mein 6S. Weil ich ziemlich kleine Hände habe, habe ich mir von Apple immer ein kleineres Handy gewünscht – doch dann hätte ich für 300 Euro mehr das Pro-Modell kaufen müssen. Schon beim Einrichten des iPhones 11 habe ich Probleme, einhändig zu tippen. Als Linkshänder komme ich kaum an die Backspace-Taste, um ein Zeichen zu löschen. Auch das "P" erreiche ich schwer. iOS bietet zwar die Option, die Tastatur zu verkleinern, aber schön ist das nicht. Und auch die oberen Bereiche des Displays sind für mich unerreichbar, dafür brauche ich eine zweite Hand oder muss das Gerät in der Hand nach unten rutschen lassen.

Außerdem fehlt die Kopfhörerbuchse. Mich stört das nicht, ich habe kabellose Kopfhörer. Aber für alle anderen ist das nervig – vor allem, weil Apple den Adapter für Lightning zur Klinke nicht mehr beilegt. Das zweite Feature, das fehlt: 3D Touch. Es wurde mit dem iPhone 6S eingeführt, ich konnte fest auf das Display drücken, um weitere Optionen zu erhalten, oder etwa den Cursor in einem Text zu verschieben. Das geht zwar weiterhin, aber nur, wenn ich lange das Display gedrückt halte. Das ist lästig, weil es ein bisschen länger dauert als bei dem älteren Modell.

Schnelleres Laden geht nur mit Zubehör für 35 Euro

Das Schöne dagegen: Wer einige iPhone-Generationen überspringt, für den summieren sich die Neuerungen zu einem netten Paketchen. Das Display des iPhones 11 zieht sich über fast die gesamte Vorderseite des Geräts. Ich kann es per Gesichtserkennung entsperren statt mit meinem Fingerabdruck. Endlich muss ich beim Kochen nicht mehr meinen Code eingeben, weil der Sensor wegen irgendwelchem Schmier meinen Finger nicht erkennt. Ich lasse einfach mein Gesicht scannen und komme sofort zum Rezept. Auch beim Joggen hat Touch ID meinen klebrigen Finger oft nicht erkannt. Face ID, wie Apple die Gesichtserkennung nennt, stört mein verschwitztes Gesicht nicht.

Außerdem könnte ich das iPhone 11 kabellos laden – allerdings nur, falls ich auch ein entsprechendes Ladegerät dazu kaufe. Auch um die Schnellladefunktion des iPhone 11 zu nutzen, müsste ich meine Ladegeräte austauschen: Mit voller Geschwindigkeit lädt der Akku nur über ein Kabel, das auf der einen Seite einen der neuen USB-C-Stecker hat. Und ein Ladegerät, das den Standard "USB PD" unterstützt (das "PD" steht für "Power Delivery"). Damit kann man ein modernes iPhone in einer Stunde zu 80 Prozent voll bekommen. Kabel und Ladegerät würden mich noch mal 35 Euro kosten. Beim Pro-Modell des diesjährigen iPhones liefert Apple endlich ein Schnellladegerät mit – aber beim regulären iPhone 11 liegt weiterhin nur ein mickriges 5-Watt-Ladegerät und ein reguläres Lightning-zu-USB-A-Kabel bei. Danke, Apple.

Und die Kamera?

Die zutraulichsten Tiere sind aus Holz: die Holzente unseres Autors im Berliner Zoo beim Porträttest.

Das Wichtigste an so einem neuen Smartphone ist natürlich die Kamera. Jedes Jahr überbieten die Hersteller sich – mehr Objektive, mehr Megapixel, mehr "maschinelles Lernen" (das ist ein neumodisches Wort für die Software, die die Bildsensordaten analysiert und zu einem Bild zusammenfügt), um noch mehr Bildqualität aus den kleinen Sensoren der Kameras herauszuholen.

Ich mache selbst kaum Fotos mit meinem iPhone, auf Instagram bin ich nur zum Gucken. Und mein letztes Selfie habe ich vor Wochen gemacht – um ein US-Visum zu beantragen. Aber weil das hier ein Testbericht ist, müssen natürlich die wichtigen Social-Media-Kategorien getestet werden: Tiere, Essen, Selfies.

Bisonbaby, Holzente und Schollenfilet mit Pommes

Also gehe ich in den Berliner Zoo. Die Presseabteilung hat mir noch das neugeborene Bisonbaby empfohlen und die Seelöwenfütterung um Viertel nach drei. Weil ich vermute, nicht nah genug an die süßen Tiere heranzukommen, nehme ich noch eine Holzente mit, die bei mir zu Hause auf dem Regal steht, um den Porträtmodus des iPhones zu testen.

Als ich ankomme, werden gerade die Elefanten gefüttert, Wärter reichen ihnen Roteichen-Äste ins Gehege. Die Tiere lesen sie mit ihrem Rüssel auf und mampfen sie wie Rucola. Ich filme die Fütterung mit beiden Handys – dem alten und dem neuen. Das iPhone 11 macht nicht nur deutlich schärfere Aufnahmen, sie wirken auch dynamischer: Das Grün der Eichenblätter ist heller und saftiger als das der Bäume im Hintergrund. Ein mit dem alten 6S gefilmtes Video ist viel grauer und breiiger im Vergleich, alle Grüntöne gleichen sich und die einzelnen Blätter wuscheln nicht so schön, während der Elefant sie sich ins Maul schiebt.

So ist es auch bei den Fotos. Obwohl beide Handys eine 12-Megapixel-Kamera haben, sind die Bilder des iPhones 11 schärfer, detailreicher und die Farben lebendiger. Das liegt einerseits an dem Objektiv selbst – die reguläre Hauptlinse der Kamera lässt mehr Licht hinein als die des 6S – andererseits an der Software. Dazu später mehr.

Aber zunächst ist da die zweite Linse, das Ultraweitwinkelobjektiv. Wenn man sie einstellt, zoomt das Geschehen heraus. Es passen also mehr Personen auf ein Bild. Wenn man nah an ein Objekt herantritt, erhält man eine Art Fischaugeneffekt. So lassen sich dramatischere Aufnahmen machen – es wirkt immer, als würde der Hintergrund ein bisschen weggezogen. Der Elefant, den ich auf diese Weise fotografiere, steht auf dem Foto nachher sehr prominent im Mittelpunkt, wie in einer Manage.

Allerdings wird im Vergleich zum älteren Gerät auch deutlich, wie viel besser die Software aller Handys geworden ist (was übrigens nicht nur für Apple gilt). Sie analysiert bei jedem Auslösen die vom Sensor aufgenommenen Daten, dunkelt den eventuell überbelichteten Himmel ab, damit er blau statt weiß erstrahlt, erhält aber den Kontrast in anderen Teilen des Bildes, damit die Elefantenhaut rau und fein schattiert bleibt. Das hellbraune Bisonbaby, das ich ja keinesfalls verpassen soll und nach den Elefanten besuche, hebt sich mehr von seiner riesigen und dunkelbraunen Mutter ab.

Wenn ich Porträtaufnahmen von mit selbst mache, erkennt die Software mein Gesicht, schärft etwa die Barthaare besonders und lässt den Hintergrund verschwimmen. All das kann das 6S nicht, weil der Prozessor nicht stark genug ist. Dadurch ist das iPhone 11 meinem alten Gerät als Kamera in allen Situationen überlegen – selbst bei idealen Lichtverhältnissen. Oft ist auf den Fotos des 6S der Himmel eine weiße Fläche und die Grüntöne gräulich, während das 11 Wolken nuanciert und die verschiedenen Grüntöne strahlen lässt. 

Sogar Scholle mit Pommes sieht toll aus

Auch die beste Kamera macht aus unserem Autor keinen Heinz Sielmann.

Die Kamera das iPhones 11 schafft es sogar, das sehr durchschnittliche Schollenfilet mit Pommes und Remoulade im Zoo-Restaurant dynamisch aussehen zu lassen: Die Panade strahlt golden, die Pommes glitzern im Licht. Und dank des Porträtmodus verschwimmt der Hintergrund sanft und rückt den Teller noch mehr in den Vordergrund. 

Dasselbe Motiv, fotografiert mit dem 6S, sieht mehr nach dem aus, was es ist: Fertigessen, das schnell frittiert wurde. Die Aufnahme des 11 ist fast zu schön. Aber den Rest des Tages freue ich mich, wenn Fokus und Farben ein bisschen mehr knallen. Das Seelöwenwasser ist flaschengrün statt einfach nur grün, und die Königspinguine schießen in ihrem Aquarium nicht einfach in blauem, sondern opalblauem Wasser umher. Was ich aber auch merke: Da beide iPhones gleichzeitig die Bilder in die Cloud hochladen, tauchen ihre Aufnahmen auf beiden Handys auf. Und ich muss schon immer wieder genau hinschauen, um sicher zu sein, welches vom neuen und welches vom alten ist. Auch das iPhone 11 macht aus einem mittelmäßigen Zoobesucher wie mir keinen Heinz Sielmann.

Slofie: Quatsch. Nachtmodus: nicht schlecht

Nach dem Zoobesuch fahre ich zurück in die Redaktion, um noch ein Slofie zu machen. So nennt Apple die Funktion, dass die Selfiekamera des iPhones 11 nun auch in Slow-Motion Videos aufnehmen kann. Apple bewarb das Feature mit einem kurzen Video, in dem eine junge Frau sich von ihrem Geschwisterchen den Mund föhnen lies. Das probiere ich natürlich aus. Das Ergebnis ist furchtbar albern und unnötig, wie Sie oben sehen können.

Interessanter ist da der Nachtmodus der Kamera. Dabei muss man das iPhone einige Sekunden still halten, während es neun Aufnahmen macht, die zum Teil über- und unterbelichtet sind. Daraus wird ein Bild zusammengesetzt, das hell ist, aber nicht übermäßig rauscht.

Um den Nachtmodus zu testen, stelle ich mich um kurz vor Mitternacht auf den Balkon und fotografiere das Nachbarhaus. Es ist ein rosa gestrichenes Mehrfamilienhaus, einige Stockwerke sind erleuchtet. Das funktioniert mit dem iPhone 11 gut, allerdings wird der nachtschwarze Himmel bei meinen Experimenten immer so grau, als wäre es zwar bewölkt, aber noch Tag. Als ich ein bisschen mit dem Helligkeitsregler experimentiere, bekomme ich aber ein sehr authentisches Bild. Mein 6S scheitert angesichts der Dunkelheit komplett – außer den Lichtern des Nachbarhauses ist nahezu nichts auf den Bildern zu erkennen.

Ein bisschen netter als ein Toaster ist es schon

Irgendwo in diesem Bild haben wir unseren Autor versteckt. Entdecken Sie ihn?

Nach anderthalb Tagen mit dem iPhone 11 habe ich gefühlt mehr Fotos gemacht als im gesamten Jahr zuvor mit meinem 6S. Die Aufnahmen des neuen Geräts sind toll, aber ich fotografiere lieber mit meiner richtigen Kamera. Das 11er-Modell ist mir immer noch zu groß – beim 6S fühlt sich mein Griff sicherer an. Und ich kann mit dem alten Handy super einhändig tippen, was ich eh öfter mache als Selfies. Und es ist mir egal, dass das iPhone 11 Slofies machen kann.

Ich brauche es wirklich nicht

Am nächsten Morgen greife ich instinktiv trotzdem lieber zum iPhone 11 – weil das Display größer und schöner ist und ich so auf Instagram mehr Posts auf einmal sehen kann. Apps starten ein bisschen schneller, alles läuft ein bisschen flüssiger. Face ID erkennt mein Gesicht rascher, als Touch ID meinen Fingerabdruck liest. Ich lese die ZEIT auf dem iPhone 11: Die Buchstaben wirken klarer. Und weil das Display kleinere Ränder hat, verschwindet das Handy optisch beim Lesen in den Hintergrund. Mir gefällt außerdem die Vorstellung, dass ich nicht immer ein Akkupack mit mir herumtragen muss, aus Angst, irgendwann mitten am Tag ohne funktionierendes Handy dazustehen.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, dass ich das Gerät am Montag zurückbringe. Ich brauche es nicht, wirklich nicht. Ich könnte mir für 330 Euro zwar von Apple mein altes 6S gegen ein neuwertiges austauschen lassen. Ich könnte aber auch noch ein Jahr warten, wenn die iPhones ein neues Design und einen USB-C-Anschluss statt dem Apple-eignen Lightning bekommen sollen. Sicherlich werden dann auch die Kameras noch besser und der Akku auch. Aber so ist es ja jedes Jahr,wenn Apple, Samsung oder ein anderer Hersteller was Neues rausbringt. Und dieses aktuelle iPhone liegt nun hier herum, gefällt mir gut und irgendwie könnte ich den Kauf schon rechtfertigen (sagen Sie es bitte nicht meiner Mutter).

Was Sie sich kaufen sollten

Und Sie? Mein Tipp: Wenn Sie mit Ihrem Smartphone glücklich sind, kaufen Sie keins. Wenn der Akku nicht mehr so lang hält wie früher, lassen Sie ihn austauschen. Bei Apple kostet das je nach iPhone außerhalb der Garantie zwischen 55 und 75 Euro. Wenn Sie noch ein Jahr warten können, tun Sie das: 2020 werden die iPhones bestimmt aufregender.

Wenn Ihnen die Natur und das Klima am Herzen liegen, benutzen Sie Ihr altes Gerät weiter oder kaufen Sie sich ein gebrauchtes. Wenn Sie gern ein neues iPhone hätten, Ihnen aber das zweite Kameraobjektiv des iPhones 11 egal ist, kaufen Sie das günstigere iPhone XR. Wenn Geld keine Rolle spielt, sie gern ein kleineres oder größeres Gerät hätten oder Sie unbedingt die dritte Kameralinse haben wollen, kaufen Sie sich das Pro-Modell.

Und wenn Sie kein iPhone haben wollen: Samsung baut die Galaxy-S-Serie, das aktuellste Modell ist das S10. Es ist ein sehr gutes Telefon, gerade auch in der abgespeckten Version, dem 10E. Auch das Google Pixel 3 und dessen Budget-Variante das Pixel 3A ist sehr gut – es wird bis 2022 Android-Updates erhalten, also eine Weile halten. Doch falls Sie sich für ein Pixel interessieren, warten Sie besser noch: Am 14. Oktober stellt Google den Nachfolger, das Pixel 4 vor.

Auch Huawei und LG bauen sehr gute Android-Telefone, die ähnlich viel wie das iPhone 11 kosten, oder sogar weniger. Einige von ihnen sind dem iPhone technisch überlegen und machen bestimmt auch mal bessere Fotos: Auch sie verfügen über Porträtmodi und ihre Akkus laden schnell. Außerdem haben die Geräte der Android-Konkurrenz schon seit einiger Zeit noch dünnere Ränder als die Displays von Apple und die störende Sensor-Einbuchtung an der Oberseite ist bei vielen deutlich kleiner oder ganz weg.

Aber.

Wenn Sie ein iPhone toll finden, Sie nicht überzeugt sind, dass ein Fairphone wirklich nachhaltiger wäre, und es Ihnen jetzt kapitalistisch-kindisch in den Fingern juckt, sage ich Ihnen: Das iPhone 11 wird Ihr Leben nicht revolutionieren. Aber ein bisschen glücklicher als ein neuer Toaster wird es Sie schon machen.