Am Anfang steht man ja immer ein bisschen verloren da in einer unbekannten Stadt. Langsam erobert man sich die neue Umgebung, meist nach einem bestimmten Muster: Erst kennt man die eigene Straße und den Weg zum Supermarkt, dann das Café um die Ecke und die nächste U-Bahn-Station. Mit einem Hund läuft so ein Kennenlernen anders ab – wenn man ihn lässt. So hat es der britische Fotograf Jason McGlade gemacht, als er vor ein paar Jahren nach Berlin zog. Ozzy, ein Australian Cattle Dog, stürmte los, McGlade hinterher. Zu zweit eroberten sich die beiden Berlin, abgelegene Straßen, weitläufige Parks, platt getretene Wiesen. Indem Ozzy ihn leitete, entdeckte McGlade nicht nur Gegenden, die er hundelos nie betreten hätte, sondern auch Menschen, mit denen er wohl nie ins Gespräch gekommen wäre. Sein Bildband Walking The Dog zeigt Fotos von diesen abseitigen Plätzen und schrägen Typen.