Sie leuchten noch, die Werbetafeln am Times Square – nur für wen? Seit dem Wochenende gilt eine Ausgangssperre für New York City. Mit annähernd 15.000 bestätigten Corona-Fällen zählt die Stadt an der Ostküste zu den am stärksten betroffenen Orten weltweit. Knapp 8,5 Millionen Einwohner dürfen ihre Wohnungen jetzt nur noch für wichtige Erledigungen verlassen. Dieser Ausnahmezustand erzeugt Bilder, die man so gar nicht mit dem trubeligen New York verbindet. Vor allem den Stadtteil Manhattan erkennt man kaum wieder. Wie breit wirken die Gehwege nun, ohne all die Wall-Street-Banker, Jogger, Coffee-to-go-Schlürfer und Touristen. Wie überdimensioniert erscheinen die Straßen ohne all die Taxis, Busse, Trucks und SUVs. Wie ausgestorben wirken die Plätze ohne Hot-Dog-Stände, Taco-Buden, Sundae-Vans und Salatbars. Auch wenn das Leben bald wieder hochfährt, diese Bilder werden bleiben.