Kitastudie: Aufwachsen in der Zwei-Kita-Gesellschaft
Viele Kinder, überforderte Erzieher, unbesetzte Stellen: Wer kann, sucht sich eine bessere Kita. Eine neue Studie zeigt, welche Folgen das für die Gesellschaft hat.
Eine neue Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass Kinder aus belasteten Familien in Kitas mit unzureichender Betreuung und Ausstattung landen, während privilegierte Kinder in besseren Einrichtungen sind. Ungerechtigkeiten im deutschen Kita-System führen dazu, dass benachteiligte Familien schlechtere Chancen auf einen Kitaplatz haben. Experten fordern eine gerechtere Verteilung von Betreuungsplätzen und bessere Unterstützung für Kinder in schwierigen Verhältnissen, um Bildungsbenachteiligungen abzubauen.
Dies ist ein experimentelles Tool. Die Resultate können unvollständig, veraltet oder sogar falsch sein.
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Stellen Sie sich zwei vierjährige Kinder vor
– welchem würden Sie den besseren Kitaplatz geben?
Kind Nummer eins hat zwei beruflich
erfolgreiche Eltern, im Kinderzimmer stapeln sich Bilderbücher, der Kühlschrank
ist voller Gemüse, und samstags geht's gemeinsam ins Schwimmbad, fürs
Seepferdchen üben.
Kind
Nummer zwei teilt sich ein Zimmer mit drei Geschwistern, spricht zu Hause kein
Deutsch, die Mutter ist meist mit den Kleineren beschäftigt, der Vater muss auch am Wochenende arbeiten,
damit das Geld reicht. Welches Kind benötigt eine besonders gute Kita?