Wenn Frauen ungewollt schwanger werden und über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken, ist von ihrer Entscheidung immer auch ein Mann betroffen – nämlich der potenzielle Vater des Ungeborenen. Ob er für oder gegen die Weiterführung der Schwangerschaft ist, ob es ein Gespräch über den Abbruch gibt oder nicht, sie gleicher oder unterschiedlicher Meinung sind – am Ende liegt die Entscheidung bei der Frau.
Schwangerschaftsabbrüche werden aktuell auch wieder politisch diskutiert. Eine Gruppe von Abgeordneten aus SPD, Grünen und Linken hat nach dem Bruch der Ampel einen Gesetzentwurf (PDF) vorgelegt. Ein Abbruch soll demnach bis zur zwölften Schwangerschaftswoche nicht mehr rechtswidrig sein, wenn zuvor eine Beratung erfolgt ist. Aktuell ist ein Abbruch laut den Paragrafen 218 und 218a bis zur zwölften Schwangerschaftswoche rechtswidrig, aber straffrei. Zahlreiche Verbände, Ärztinnen und Ärzte, Politikerinnen und Politiker, Bürgerinnen und Bürger setzen sich seit Jahren für eine Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ein.
Uns interessiert neben der politischen Debatte auch die emotionale Dimension der Entscheidung für oder gegen einen Schwangerschaftsabbruch. Und zwar diesmal aus der Perspektive der betroffenen Männer. Denn auch sie können sehr darunter leiden, zum Beispiel, wenn sie das Kind gewollt hätten, die Frau aber nicht. Bestand seitens des Mannes ein Kinderwunsch, der dann nicht realisiert wurde, kann das schmerzhaft sein.
Wir suchen Leser, deren Partnerin oder Geschlechtspartnerin ungewollt schwanger wurde und sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschieden hat. In welcher Situation trat die Schwangerschaft auf? Inwiefern haben Sie mit der Frau über die Entscheidung diskutiert? Was waren die Argumente für oder gegen ein Kind? Hat der Schwangerschaftsabbruch Ihre Beziehung verändert, sofern Sie liiert waren? Und was hat diese Erfahrung mit Ihrem Leben und Ihrem Blick auf das Thema gemacht? Gern würden wir Ihren Teil der Geschichte hören.
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