27. Februar: "Back to the Present"
Premiere
Von Constanza Macras, Regie: Constanza Macras
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin , Beginn 20 Uhr
Back to the Present: der Wunsch, in der Gegenwart zu leben, beinhaltet auch, sich inmitten weggeworfener Dinge einzurichten oder gar unter einem Berg von Schutt zu existieren. Doch wie bewohnt man eine Ruine? Wie recycelt man die Dinge, die nicht verwesen, wie zum Beispiel Liebeserklärungen, Memorabilia, alte Ideen? Wohin mit den Jugendidolen, den Lieblingsbüchern, den Kuscheltieren? Welche Erinnerungen lösen sie aus? Und kann man die Erinnerung - mit all ihren Ausfällen und Ungenauigkeiten - nutzen, um Gegenwartsmomente erfüllender statt armseliger zu machen? Eine Performance mit Tänzern, Schauspielern und Musikern.
www.schaubuehne.de

27. Februar: "Svetlana in a Favela "
Uraufführung/Premiere
Text und Regie: René Pollesch
Luzerner Theater, Beginn 20 Uhr
Der Autor kehrt mit dem zweiten Teil seiner neuen Trilogie wieder. Hierin schickt er Svetlana und zwei weitere hysterische Frauen mit neuen Dialogen und Schreiwettbewerben in die Krise des Normalarbeitsverhältnisses oder auf die globale Suche nach "Wirklichkeitsräumen".
Eine Koproduktion mit dem Theater Basel.
www.luzerner-theater.ch

27. Februar: "Tango"
Premiere
Von Slawomir Mrozek, Regie: Philip Tiedemann
Schauspiel Leipzig , Beginn 20 Uhr
Der Hauptfigur Arthur ist es hochgradig zuwider, dass die Generation seiner Eltern keine Werte mehr kennt und so freizügig wie unverbindlich vor sich hin lebt. Er selbst erstrebt die Wiederherstellung der Ordnung, gegen die die Eltern einst rebellierten, als es noch Mut erforderte, Tango zu tanzen. Sobald dieser Kampf kurz vor dem Erfolg steht, muss er aber einsehen, dass man nicht so ohne weiteres die Rückkehr zu abgelebten Konventionen verfügen kann.
www.schauspiel-leipzig.de

27. Februar: "Das Urteil"
Premiere
Von Paul Hengge, Regie: Ulrich Greiff
Schlosstheater Celle , Beginn 20 Uhr
Der jüdische Antiquar Rabinovicz wartet bei einem Zwischenstopp in New York auf den Start seines Fluges nach Hamburg, wo er in einem Mordprozess aussagen soll. Im Transitbereich des Flughafens schlägt ihm eine Hostess ein seltsames Geschäft vor: Wenn er bereit sei, sein Ticket zu tauschen und erst den übernächsten Flug nach Hamburg zu nehmen, erhielte er ein seltenes Buch mit Liturgien für den jüdischen Passah-Ritus, das der Antiquar schon lange sucht. Rabinovicz begegnet einem geheimnisvollen Fremden, einem Deutschen, der ihn zunächst scheinbar zufällig in ein Gespräch verwickelt. Es betrifft zunächst die Schwierigkeiten bei der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit. Der Dialog mit dem Fremden gleicht mehr und mehr einem verdeckten Verhör, an dessen Ende Rabinovicz sein Urteil bezüglich seiner Aussage im Mordprozess ändert.
www.schlosstheater-celle.de

27. Februar: "Die neuen Leiden des jungen W."
Premiere
Von Ulrich Plenzdorf, Regie: Olga Wildgruber
Staatstheater Dresden , Schlosstheater, Beginn 20 Uhr
1972 als provokante "Ost"-Geschichte erschienen, ist Edgar Wibeau immer noch Kult. Jener Siebzehnjährige, aufmüpfig, die Grenzen suchend, prägte mit seinem "Blue-Jeans-Song" das Lebensgefühl einer Generation auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Edgar ist immer in Schwierigkeiten. In der Schule, in der Ausbildung, mit Mutter und Vater und mit sich selbst. Eine kurz vor dem Abriss stehende Laube wird zum Fluchtpunkt. Hier entdeckt er ein altes Reclamheft und das Mädchen Charlie. Charlie ist verlobt und dann sogar verheiratet - und Edgar wieder in Schwierigkeiten. Wie hat jener andere, der aus dem Reclamheft, derlei Dinge geregelt? Seine Sätze scheinen haargenau auf Edgars Situation zu passen. In jedem Fall schinden sie Anerkennung, auch bei Charlie. Denn Edgar will anders sein. Was aber ist anders, und wer ist Edgar?
Eine Inszenierung mit Schauspielstudenten.
www.staatsschauspiel-dresden.de

27. Februar: Theaterspektakel "Brennen"
Premiere
Deutsches Nationaltheater Weimar , Beginn 18 Uhr
Das erste "Theaterspektakel" stellt Autoren des 20. Jahrhunderts vor, die in Weimar noch nicht oder nur selten zu sehen waren. Am Premierenabend wie an den zwei folgenden Abenden gibt es jeweils einen Prolog und zwei Inszenierungen zu sehen. Die Stücke und Szenen: "Erreger" von Albert Ostermeier, "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" von Werner Schwab, "Phaidras Liebe" von Sarah Kane, "Die Verwandlung" von Franz Kafka, "Die Zahl der Liebe ist drei" von Claudia Meyer und Philippe Ducou, "Bernarda Albas Haus" von Federico Garcia Lorca und "Kampf des Negers und der Hunde" von Bernard-Marie Koltès.
www.nationaltheater-weimar.de

28. Februar: "Neuer Lübecker Totentanz"
Premiere
Von Hans Henny Jahnn, Regie: Walter Blohm
Halle der Universität Bielefeld , Beginn 20 Uhr
Studenten der Universität Bielefeld und regionale Künstler sorgen für ein Spektakel: Der selten gespielte "Neue Lübecker Totentanz" kommt zur multimedialen Aufführung. Schauspieler, Filmer, Sound-Designer, Techniker, Masken- und Kostümbildner - an die 70 Personen sind beteiligt. Rund 300 Minuten Film wurden in den vergangenen neun Monaten produziert, Musik speziell komponiert, erfahrene Theatermacher führen Regie.
www.schoepfungssystem.de