5. März: "Bluthochzeit"
Premiere
Von Federico García Lorca, Regie: Jürgen Kruse
Schauspielhaus Bochum , Beginn 19:30 Uhr
Im Juni 1928 liest Federico García Lorca eine Zeitungsmeldung: "In der näheren Umgebung eines Bauernhofes von Nijar geschah unter mysteriösen Umständen ein Verbrechen. Am gestrigen Morgen sollte die Hochzeit einer Tochter des Hofeigentümers stattfinden. Im Hause warteten der Bräutigam und die zahlreichen geladenen Gäste. Als die Stunde nahte und die Braut nicht im Hause erschien, zogen sich die Gäste verwirrt zurück. Einer von ihnen fand acht Kilometer vom Hof entfernt den blutigen Körper eines Vetters der Braut." Daraus schreibt Lorca eine große lyrische Tragödie um Liebe, Schuld, Leidenschaft und Blutrache.
www.schauspielhausbochum.de

5. März: "Ich Dich auch"
Deutsche Erstaufführung/Premiere
Von Doug Lucie, Regie: Clemens Bechtel
Landestheater Coburg , Beginn 20 Uhr
Die verwöhnte, flippige Shelley und die vernünftigere Ros sind Freundinnen, solange sie denken können. Ros ist über Shelleys ständig wechselnde Beziehungen und Affären im Bilde sowie über ihre Eigenart, als wohlhabendes Töchterchen ihre Mitmenschen auszunutzen. Es scheint ernst zu werden mit einem Mann, mit dem Rockmusiker Mick, der in Shelley verliebt ist. Ros ist mit dem vergleichsweise spießigen Jim zusammen. Als Shelley von Mick schwanger wird, Ros dagegen keine Kinder bekommen kann, bröckelt die einvernehmliche Frauenfreundschaft: Immer mehr Lügen kommen ans Tageslicht. Das in England spielende Stück zeigt die in der Ära Thatcher aufgewachsene Generation als egoistisch und opportunistisch, an der Schwelle zum Aufbruch in eine neue Zeit, die mit dem Wahlsieg Tony Blairs beginnt.
www.landestheater-coburg.de

5. März: "Don Karlos"
Premiere
Von Friedrich Schiller, Regie: Laurent Chétouane
Schauspielhaus Hamburg , Beginn 19 Uhr
Was löst in Schillers frühklassischem Stück, an dem er fünf Jahre gearbeitet hat und das am 29. August 1787 in Hamburg unter dem Theaterdirektor Friedrich Ludwig Schröder seine erfolgreiche Uraufführung erlebte, bis heute einen Ruck aus? Sind es die Charaktere in Extremsituationen, mehrdeutige Figuren im Spannungsfeld zwischen Idealismus, Leidenschaft, Menschenliebe und Machtgier? Schiller, der studierte Mediziner, legt die Anatomie des Individuums durch eine besondere Strategie offen: Die Maske der Rhetorik wird durchstoßen, die Figuren erröten und stehen sprachlos in der Blöße ihrer Scham.
Mit August Diehl, Hans Diehl, Devid Striesow u.a.
www.schauspielhaus.de

6. März: "Tag der Gnade"
Premiere
Von Neil LaBute, Regie: Sven Grunert
Kleines Theater Landshut , Beginn 20 Uhr
New York am 12.9.2001. Einen Tag nach der großen Katastrophe liegt gelber Staub und beißender Qualm in der Luft. In Neil LaButes neuem Stück ist diese Katastrophe ein Augenblick der Befreiung. Zumindest erscheint das Ben so, der an diesem Morgen auf dem Weg zu seinem Büro im World Trade Center seine Geliebte Abby in ihrem Appartement besucht und so, völlig unbemerkt, den Anschlag auf die Twin Towers überlebt hat. Für einen Moment glaubt er, seiner Familie, den Kindern, seiner verpfuschten Karriere, dem Alltag und seinen Verpflichtungen, den Lügen und der Schuld gewissermaßen entschlüpft zu sein. Die Katastrophe hat ihm scheinbar ein neues Leben geschenkt. Ist der 11. September wirklich ein Moment, nach dem sich das falsche Leben nicht mehr weiter führen lässt, ein Moment der Reinigung, der Wahrheit?
www.kleinestheaterlandshut.de

7. März: "Klassen Feind"
Premiere
Von Nigel Williams, Regie: Robert Schmidt
Schauspielhaus Graz , Beginn 20 Uhr
Sechs Jugendliche haben sich in einem Klassenzimmer verbarrikadiert. Schule interessiert sie schon lange nicht mehr, denn die Welt ist für sie gleichmäßig aufgeteilt in "Wichser und Ärsche". Jetzt warten die sechs Jungen darauf, den nächsten Lehrer fertig zu machen. Als niemand auftaucht, beschließen sie, sich selbst zu unterrichten. Es ist der Beginn einer merkwürdigen Schulstunde, in deren Verlauf sie von ihren Ängsten und Sehnsüchten erzählen. Und von ihrem Drang zuzuschlagen - der kehrt zurück, als sie merken, dass die Schulleitung sie aufgegeben hat. Nach Amokläufen von Schülern in Littleton, Erfurt oder Meißen ist das Stück aktueller denn je.
www.theater-graz.com

10. März: "Wolf sein"
Uraufführung/Premiere
Von Bettina Wegenast, Regie: Meret Matter
Schlachthaus Theater Bern , Beginn 19 Uhr
Der Wolf ist gestorben; die Schafe tanzen vor Freude. Schaf Kalle, das sich ohnehin nie so recht als Lamm fühlte, will Wolf werden. Begleitet von Freund Locke, macht er sich auf den Weg zum kleinsten der sieben Zwerge, welcher die freie Stelle ausgeschrieben hat und die Bewerbungsgespräche führt. Kalle kriegt den Job, wird mit Pelz und Gebiss ausgerüstet und verschlingt als erstes kurzerhand Schaf René, was Locke gehörig verstimmt und ihn bewegt, sich für die Stelle des Jägers zu bewerben. Ein Stück über Rollenmuster und Zivilcourage für Menschen ab 8.
www.schlachthaus.ch

11. März: "Eine linke Geschichte"
Premiere
Von Volker Ludwig und Detlef Michel, Regie: Rüdiger Wandel
Grips Theater Berlin , Beginn 19:30 Uhr
Nach sechs Jahren wird dieser Klassiker des Grips-Theaters in einer Neufassung wieder aufgeführt. Von der Studentenbewegung über den "deutschen Herbst" und die Wiedervereinigung bis heute wird die Geschichte von Karin, Lutz und Johannes erzählt, die in den 60ern auszogen, um die Welt zu verändern. Das Stück richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren.
www.grips-theater.de