2. April: "Die Möwe"
Premiere
Von: Anton Tschechow, Regie: Elmar Goerden
Schauspielhaus Bochum , Beginn 19.30 Uhr
"Am Ufer eines Sees lebt von klein auf ein junges Mädchen; es liebt den See wie eine Möwe, ist glücklich und frei wie eine Möwe. Doch da kommt ein Mann, sieht es und stürzt es aus Langeweile ins Verderben." Aus diesem Sujet entwickelte Anton Tschechow 1896 ein Theaterstück über Menschen, die sich in der Sommerfrische begegnen. Sie sind Riesen des Gemüts und Zwerge der Provinz, deren Gedanken und Leidenschaften ein Leben ahnen lassen, von dem sie selbst nur träumen. Scheinbar beiläufig berichtet die Komödie vom Konflikt der Generationen, der Theaterhaftigkeit des Lebens und einer Liebessehnsucht, die keine Gegenliebe findet. Für die Figuren ist ihr Leben ein Traum, aus dem sie auf der Bühne seit über 100 Jahren erwachen.
www.schauspielhausbochum.de

2. April: "Learning Europe"
Uraufführung
Von: Armin Petras, Regie: Sechs Regisseure aus fünf Ländern
Thalia Theater Hamburg , Gaußstraße, Beginn 20 Uhr
Die Grundidee von "Learning Europe" besteht darin, sechs verschiedene Theater aus verschiedenen europäischen Städten und Ländern über die Arbeit am gleichen Thema miteinander zu verbinden. Die Theater aus Bratislava (Slowakei), Ljubljana (Slowenien), Luxemburg, Vilnius (Litauen) und das Schauspiel Frankfurt sind jeweils mit einer Arbeitsgruppe von zwei Schauspielern, einem Regisseur und einem Techniker beteiligt. Als Arbeitsgrundlage hat Armin Petras ein detailliertes Szenarium mit verschiedenartigsten theatralen "Hausaufgaben" entwickelt.
www.thalia-theater.de

3. April: "Wolken ziehen vorüber"
Uraufführung Von: Aki Kaurismäki, Regie: Stephan Kimmig
Deutsches Theater Berlin , Beginn 19.30 Uhr
Ein Restaurant in Helsinki. Blasse Accessoires zeugen von längst vergangenen goldenen Zeiten, der Name von unerfüllter Sehnsucht nach Ferne und Wärme: "Dubrovnik". Die hier arbeiten, tun es nicht mehr lange. Das Restaurant wird verkauft, das Personal landet auf der Straße und kommt von da nicht mehr runter. Auch die Oberkellnerin Ilona muss von vorne beginnen und dabei immer neue Rückschläge in Kauf nehmen. Ihr Mann Lauri verliert seine Stelle als Straßenbahnfahrer und, als er Busfahrer werden will, auch noch den Führerschein. So geht es bergab, bergab und bergab, bis ein Wunder geschieht: der Traum vom "Dubrovnik" erfüllt sich.
www.deutschestheater.de

4. April: "Fidelio"
Premiere
Von Ludwig van Beethoven, Inszenierung: Hans Neuenfels
Hamburgische Staatsoper, Beginn 18 Uhr
Die "Pflicht der treuen Gattenliebe" will Leonore erfüllen: Als junger Mann namens Fidelio begibt sie sich deshalb in die Dienste des Kerkermeisters Rocco, um auf diese Weise Florestan aus dem Kerker zu retten. Die Tochter des Hausherrn, Marzelline, verliebt sich prompt in den aparten jungen Fidelio und weist alle Annäherungsversuche des Pförtners Jaquino ab. Als Leonore/Fidelio mitbekommt, wie der Gefängnis-Gouverneur Pizarro die Ermordung Florestans plant, um diesen unrechtmäßig gefangen Genommenen aus dem Weg zu schaffen, schreitet sie zur Tat: Gemeinsam mit Rocco, der in ihr seinen zukünftigen Schwiegersohn sieht, steigt sie in die Tiefen des Kerkers.
www.hamburgische-staatsoper.de

7. April: "Wir schlafen nicht"
Uraufführung Von: Kathrin Röggla, Regie: Burkhard C. Kosminski
Düsseldorfer Schauspielhaus, Kleines Haus, Beginn 20 Uhr
Ein Theaterstück über die schöne, neue Arbeitswelt, das auf einer Messe spielt im Milieu der Consulter, der Berater und McKinsey-Kings. Der Senior Associate und die Key-Accountmanagerin kommen zu Wort, die Online-Redakteurin, der IT-Supporter, der Partner und die Praktikantin. Es geht um Leistung, Effizienz und Durchsetzungskraft, um Lernprozesse und Anpassungsdruck. Ein Blick in den Menschenpark des totalen Neoliberalismus, der vor lauter Effizienzstreben Menschen nur noch als Funktionsmaschinen akzeptiert.
www.duesseldorfer-schauspielhaus.de

7. April: "Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung"
Premiere Von: Christian Dietrich Grabbe, Regie: Anselm Weber
Schauspiel Frankfurt , Beginn 20 Uhr
Da in der Hölle geputzt wird, ist der Teufel auf die Erde gekommen, wo er trotz des Sommerwetters erfriert. Vier Naturhistoriker entdecken ihn und bringen den rätselhaften Fund auf das Schloss des Barons von Haldung, in dessen Kamin der Höllenfürst wieder zu sich kommt. Sofort entdeckt er die Möglichkeit, in seinem Umfeld Verwirrung und Böses zu stiften und macht sich mit Eifer an die Arbeit. So beschließt er, die Hochzeit von Liddy, der Nichte des Barons, mit dem Herrn von Wernthal zu verhindern. Also kauft er dem hoch verschuldeten Bräutigam die Braut ab und verspricht sie dem Freiherrn von Mordax, welcher als Gegenleistung dreizehn Schneidergesellen umzubringen hat. Ein versoffener Schulmeister und die Großmutter des Teufels versuchen auf ihre eigene Art, die verloren gegangene Ordnung am Ende wiederherzustellen.
www.schauspielfrankfurt.de