7.5. bis 1.8.2004: "Martin Parr. Photographische Werke 1971-2000"
Deichtorhallen Hamburg
Martin Parr zählt zu den innovativsten und einflussreichsten britischen Fotografen. Mit ironischem Blick für Details entlarvt er das Banale und Groteske des Lebens. Neben Werkgruppen aus der Thatcher-Ära "The Last Resort" und "Cost of Living" werden auch frühe schwarz/weiß-Serien aus den 70er Jahren und jüngere Werkgruppen wie "Common Sense" und "Cherry Blossom" gezeigt.
www.deichtorhallen.de

9.5. bis 18.7.2004: "Kunst - Ein Kinderspiel"
Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main
200 Exponate von 40 Künstlern des 20. Jahrhunderts geben einen Überblick über die vielfältige und fantasievolle Kunstproduktion für Kinder. Vertreter der Wiener Werkstätte, des Bauhauses und der De-Stijl-Bewegung gestalteten neue programmatische Kinderspielzeuge, der Architekt Bruno Taut entwickelte einen Glausbaukasten und Pablo Picasso machte Puppen für seine Tochter. Charles und Ray Eames produzierten Kinderfilme, Andy Warhol realisierte eine Ausstellung speziell für Kinder, die in der Schirn erstmals nachgebaut wird. Das Besondere: Andy Warhol produzierte nicht nur Bilder für Kinder, sondern hängte sie auch kindgerecht, das heißt in Augenhöhe der Kinder, auf.
Zum Rahmenprogramm der Ausstellung gehören Kinderfeste, Theateraufführungen und Schulklassenwettbewerbe.
www.schirn.de Lyonel Feininger: Kleine Eisenbahn, 1913/14; Bauhaus-Archiv, BerlinFoto: Fotostudio Bartsch, © VG Bild-Kunst, Bonn 2004

9.5. bis 22.8.2004: "Vanessa Beecroft. Fotografien, Filme, Zeichnungen"
Kunsthalle Bielefeld
Die 1969 in Genua geborene Vanessa Beecroft gehört zu den wichtigsten Künstlern der internationalen Szene. Aufgrund der andachtsvollen Ruhe, in der die Modelle verharren, erinnern ihre Performances, Fotoarbeiten und Videos an kultische Handlungen. Das Thema der Beobachtung und Selbstbeobachtung steht seit 1993 im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit.
Gezeigt wird eine Retrospektive aus dreißig Fotografien, Videos und mehreren hundert frühen Zeichnungen. Eine Performance, "VB 51", die 2002 auf Schloss Vinsebeck in Ostwestfalen-Lippe stattfand, spielt dabei eine besondere Rolle: Die Kunsthalle hat den dazu produzierten Film angekauft und stellt ihn erstmals in Bielefeld vor.
www.kunsthalle-bielefeld.de

13.5. bis 18.7.2004: "Leben, Liebe und Tod: das Werk von James Lee Byars"
Schirn Kunsthalle Frankfurt/Main
Die Schirn würdigt den "Magier der Stille" James Lee Byars (1932-1997) in einer großen Retrospektive. Das einflussreiche Werk des amerikanischen Künstlers entstand während seines nomadenhaften Lebens zwischen Japan, Europa und den USA: Performances, Papier- und Stoffarbeiten sowie späte Skulpturen aus Gold und Marmor, die die Liebe und den Tod thematisieren. Unter anderem werden der 17 Meter hohe "Golden Tower" und die 300 qm große Bodeninstallation "The Red Angel", bestehend aus tausend roten Glaskugeln, präsentiert.
www.schirn.de James Lee Byars, 1972, Documenta Archiv, KasselFoto: Heyne, Neusüss / Pfaffe, © Estate of James Lee Byars, Courtesy Galerie Michael Werner, Köln/New York

14.5. bis 5.9.2004: "Yinka Shonibare"
Kunsthalle Wien
Yinka Shonibare, geboren 1962 in London und aufgewachsen in Nigeria, beschäftigt sich in seinen Installationen, Objekten und Fotografien mit historischen, kulturellen und ökonomischen Zusammenhängen. Grundlage hierfür ist unter anderem eine intensive Beschäftigung mit Kleidung und Mode als Bedeutungsträger und Identitätsstifter. Die Protagonisten seiner "Tableaux vivants" hüllt er in historische Kostüme - allerdings aus "afrikanischen" Stoffen. Die Geschichte der Stoffe verdeutlicht, dass ihre vermeintlich sicher zuordenbare Herkunft nur eine von den Handelsrouten der Kolonialmächte geprägte Konstruktion ist.
www.kunsthallewien.at