10. Mai: Gil Courtemanche liest aus dem Roman "Ein Sonntag am Pool in Kigali"
ZEIT Forum der Literatur
Universität Hamburg , Forum, Beginn 20 Uhr
Beim Völkermord in Ruanda vor zehn Jahren starben 800.000 Menschen. Der kanadische Autor und Journalist Gil Courtemanche schildert in seinem Debüt-Roman die Begegnung eines kanadischen Journalisten und einer jungen ruandischen Kellnerin. So gibt er den Opfern des Massakers ein Gesicht und erinnert an die Katastrophe in dem kleinen afrikanischen Staat.
Der Botschafter der Aktion "Gemeinsam für Afrika", Wolfgang Niedecken, wird die deutsche Übersetzung lesen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine Diskussion mit Rupert Neudeck, dem Vorsitzenden der Hilfsorganisation "Grünhelme e. V.", und mit Eugène-Richard Gasana, dem Botschafter der Republik Ruanda. Der Erlös der Lesung geht an "Grünhelme e. V." sowie "Gemeinsam für Afrika".
Weiterer Termin: 12. Mai im Haus der Geschichte in Bonn, Beginn 19:30 Uhr.
www.zeit.de/veranstaltungen

11. Mai: Vera Bohle liest aus "Mein Leben als Minenräumerin"
Buchhaus Gonski, Köln , Beginn 20:30 Uhr
Vera Bohle studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften und arbeitete als TV-Redakteurin. Mit 29 Jahren ging sie zur Sprengschule nach Dresden, weil sie nicht nur berichten, sondern helfen wollte. Vera Bohle nahm an zahlreichen Minenräumeinsätzen in Krisengebieten wie Afghanistan, Simbabwe oder im Kosovo teil. Sie ist eine der wenigen weiblichen Minenräumer und arbeitete mit ihren Teams unter lebensgefährlichen Bedingungen. Diese Erfahrungen hat Vera Bohle aufgeschrieben und ist nun auf Lesereise durch Deutschland.
Weiterer Termin: 12. Mai im Haus der Geschichte in Bonn, Beginn 19:30 Uhr.
www.books.de

12. bis 18. Mai: Niederländisch-flämische Literaturwoche "Vergankelijk en vertrouwd/Vergänglich und vertraut"
Literaturfestival in Berlin
Eröffnung im Hebbel Theater, Beginn 19:30 Uhr
"Kennen Sie Ihre Nachbarn?", lautet das Motto des Internationalen Literaturfestivals in Berlin. Zahlreiche niederländische Prosaautoren wie Hugo Claus und Cees Nooteboom werden auftreten und im Wechsel mit ihren deutschen Kollegen Joachim Sartorius, Ulf Stolterfoht und Gerhard Falkner lesen. Unterbrochen werden die Lesungen und Diskussionen von Livemusik und Fragmenten aus niederländischen und flämischen Filmen.
Veranstalter sind "Het Beschrijf" (Brüssel), "Vlaams Fonds voor de Letteren" (Antwerpen), "Nederlands Literair Productie en Vertalingen Fonds (Amsterdam) und "ConSense - Gesellschaft zur Förderung von Kultur mbH" (Berlin).
www.nlpvf.nl/berlin/programm.htm

13. Mai: Mario Vargas Llosa liest aus "Das Paradies ist anderswo"
Literaturhaus München , Beginn 20 Uhr
Der peruanische Romancier Maria Vargas Llosa erzählt in seinem neuen Roman die exemplarischen Lebensgeschichten des Malers Paul Gauguin und dessen emanzipierter Großmutter Flora Tristán. Die uneheliche Tochter eines peruanischen Offiziers und einer französischen Mutter packte im Alter von 41 Jahren der Drang nach Weltverbesserung. Sie sah ihre Lebensaufgabe darin, südfranzösische Arbeiter und Frauen von der Notwendigkeit des Kampfes um ihre Rechte zu überzeugen. Der Maler Gauguin hingegen brach 50 Jahre später in die Südsee auf, um einen Neuanfang zu wagen.
Mario Vargas Llosa liest über die Suche nach dem irdischen und sozialen Paradies; den deutschen Text liest Helmut Becker.
www.literaturhaus-muenchen.de

14. Mai: Erich Hackl über "Anprobieren eines Vaters"
Literaturhaus Salzburg , Beginn 20 Uhr
In seinem neuen Roman erzählt der österreichische Schriftsteller Erich Hackl von zehn verschiedenen Personen. Darunter ein Kind, dessen Eltern vergessen haben, es zu lieben und von einem Revolutionär, der immer wieder von den Toten aufersteht. Schon in seinen letzten Werken hat der Autor bewiesen, dass seine Aussage "Das Vergessen arbeitet sehr schnell. Literatur ist dem Erinnern verpflichtet" sein Leitfaden beim Schreiben ist. Erich Hackl recherchiert, geht Wahrheiten auf den Grund und hebt diese Einzelschicksale in seinen Romanen hervor. Zuletzt veröffentlichte er "Entwurf einer Liebe auf den ersten Blick" und "Die Hochzeit von Auschwitz".
www.literaturhaus-salzburg.at