Synagogen | Michael Kretzschmar

Zwischen dem 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 20. Jahrhundert waren jüdische Ritualbauten ein fester Bestandteil des deutschen Städtebildes: es gab mehr als 3000 Lehr- und Bethäuser. Fast alle wurden sie in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört, abgerissen oder umgebaut. Fotograf Michael Kretzschmar hat acht deutsche Synagogen besucht und zeigt an ihnen exemplarisch den Reichtum dieser heute meist verlorenen Architektur. Die Synagogen werden als wichtige Baudenkmäler erfahrbar und Architektur als Spiegel religiösen Lebens begreifbar.

Die Fotografien zeigen Synagogen aus Aachen, Chemnitz, Dresden, Freiburg, Köln, Leipzig, Mannheim und München, erbaut von Architekten wie Alfred Jacobi, Helmut Goldschmidt oder Karl Schmucker.

Auf www.zeit.de/fotogalerie

16. Oktober: Lange Nacht der Museen
Verschiedene Veranstaltungsorte, München
In München beteiligen sich über 70 Museen an den nächtlichen Sonderöffnungen von 19 Uhr bis 2 Uhr morgens. Diesmal werden neben den bekannten Museen einige Neuheiten dabei sein, wie das Neue Rathaus oder die Villa Stuck, die im Rahmen dieser Nacht ihre auf Gegensätze setzende Architektur zeigt, in der das moderne Shanghai auf das ornamentreiche, im Jugendstil gestaltete München trifft. Weitere Highlights sind die „whiteBOX“, das Müllersche Volksbad und das Museum Reich der Kristalle. Im Museum Reich der Kristalle etwa wird Gestein vom Mond verlost, die „whiteBOX“ zeigt eine große Hundertwasser-Ausstellung. Das Neue Rathaus und das Müllersche Volksbad bieten architektonische Führungen an.
www.muenchner.de  

Bis 1. Mai 2005: Ansichtssachen
Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main
Eine Retrospektive aus 100 Jahren präsentiert das Frankfurter Museum der Weltkulturen zu seinem 100. Geburtstag. In den 13 Räumen des Museums werden nur wenige Exponate ausgestellt, mit dem Ziel, eine Vielfalt an Perspektiven und unterschiedlichen Kontexten zu Stücken der museumseigenen Sammlung vorzustellen. Die Ausstellung soll Besuchern nicht nur sinnlich-ästhetisches Vergnügen vermitteln, sondern ihnen auch eine Vorstellung von der detektivischen Arbeit mit Museumssammlungen geben.
www.mdw.frankfurt.de

Bis 9. Januar: Max Beckmann: Die Apokalypse
Museum Wiesbaden
Max Beckmann floh 1937 vor der Verfolgung durch die nationalsozialistische Kunstpolitik nach Amsterdam. Drei Jahre später entwarf er dort eine Edition über die Johannesapokalypse. Diese lange verschollenen Entwürfe, eine Vision der eigenen grauenvollen Wirklichkeit, stehen nun für eine Ausstellung zur Verfügung. Sie beginnt im Museum Wiesbaden und wird danach in Goch, Heidelberg, Schloss Gottorf, Osnabrück und abschließend im MMK Frankfurt gezeigt. Einen Kontrast zu Beckmann bieten die Bildkonstruktionen von Friedrich Vordemberge-Gildewart, der 1938 ins Amsterdamer Exil floh. Seine Arbeiten verkörpern statt Beckmanns apokalyptischer Sicht eine Utopie der besseren Wirklichkeit.
www.museum-wiesbaden.de

17. bis 24. November: One World
Verschiedene Veranstaltungsorte, Berlin
Die “One World Berlin” ist ein Medienfest zum Thema Menschenrechte, das nach sechs erfolgreichen Festivals in Prag nun auch in Berlin stattfindet. Das Festival zeigt 45 aktuelle Dokumentarfilme, Videos und Medienprogramme aus über 20 Ländern auf allen Kontinenten, Neben „klassischen“ Menschenrechtsthemen wie Diskriminierung, Glaubens- und Religionsfreiheit, Emigration, Vergangenheitsbewältigung, Arbeit und soziale Gerechtigkeit sind in diesem Jahr zwei Sonderschwerpunkte gesetzt: Chancengleichheit für Menschen mit Behinderung und Musik als Ausdruck von und Mittel im Einsatz für Menschenrechte. Alle Filmvorführungen werden begleitet von Einführungen und Diskussionen.
www.oneworld-fest.de

Bis 16. Januar: Stillhalten
Jüdisches Museum, Berlin
Die Fotoausstellung „Stillhalten“ im Jüdischen Museum Berlin befasst sich mit den Veränderungen der verschiedenen Rollen von Mann, Frau und Kind in der jüdischen Familientradition. Wie verändern sich die Rollen von Mann, Frau und Kindern? Welche Rolle spielt dabei die Kleidung? Diese sechs Familienbilder aus drei Epochen - dem Biedermeier, der Gründerzeit und der Moderne - erzählen von den Formen der Selbstdarstellung, von den Werten, dem Rollenverständnis und der Identität dieser Familien als Juden und als Berliner Bürger. Der Regisseur und Ausstellungsgestalter Fred Berndt hat hierfür sechs Inszenierungen geschaffen, in denen wir in die Bilder eintauchen und sie neu erleben.
www.jmberlin.de