Synagogen | Michael Kretzschmar

Zwischen dem 18. Jahrhundert und dem ersten Drittel des 20. Jahrhundert waren jüdische Ritualbauten ein fester Bestandteil des deutschen Städtebildes: es gab mehr als 3000 Lehr- und Bethäuser. Fast alle wurden sie in der Zeit des Nationalsozialismus zerstört, abgerissen oder umgebaut. Fotograf Michael Kretzschmar hat acht deutsche Synagogen besucht und zeigt an ihnen exemplarisch den Reichtum dieser heute meist verlorenen Architektur. Die Synagogen werden als wichtige Baudenkmäler erfahrbar und Architektur als Spiegel religiösen Lebens begreifbar.

Die Fotografien zeigen Synagogen aus Aachen, Chemnitz, Dresden, Freiburg, Köln, Leipzig, Mannheim und München, erbaut von Architekten wie Alfred Jacobi, Helmut Goldschmidt oder Karl Schmucker.

Auf www.zeit.de/fotogalerie

Bis 4.12.2004: Kei Takemura
Galerie Alexandra Saheb, Berlin
Mit ihrer ersten Einzelausstellung in Europa präsentiert die junge, aus Japan stammende Künstlerin Kei Takemura eine Reihe von Werken, die sie in den letzten zwei Jahren sowohl in Berlin als auch in Tokio gefertigt hat. Mit weißen glänzenden Seidenfäden aus Japan bestickt Kei Takemura meist transparente Stoffe in einer japanischen  Stickereimethode und wählt Motive aus ihrer Umgebung, die auf diese Weise für eine sehr lange Zeit festgehalten werden - Seide wird eine Haltbarkeit von mehr als 1000 Jahren nachgesagt.
www.alexandrasaheb.de

25. November 2004 - 28 März 2005: Alt-Wien. Die Stadt, die niemals war
Kunstmuseum Wien
Der Mythos "Alt-Wien" besagt, dass Wien sein besonderes Flair aus der Vergangenheit bezieht und dass jede Erneuerung die Gefahr der Zerstörung der vertrauten alten Stadt in sich birgt. Wien hat sich als eine Art Weltmetropole des Rückblicks etabliert -  und fährt nicht schlecht mit seinem musealen Image. Allzu oft wird allerdings die Gegenwart ausgeblendet zugunsten eines idyllischen Bildes einer harmonischen Vergangenheit. Die Ausstellung zeichnet entlang der Frontstellung "Alt gegen Neu" 200 Jahre Stadtgeschichte nach. Sie geht der Ambivalenz zwischen Erhaltung und Neubau und den Konflikten zwischen "Demolierern" und "Bewahrern" nach, sie erzählt von drastischen Stadtbildveränderungen und untersucht die Stereotypen sentimentaler Wien-Nostalgie.
www.wienmuseum.at

9. November 2004 - 24. Februar 2005: Robert Häusser
Aus dem fotografischen Werk 1938 - 2004
Reiss-Engelhorn-Museen, Zeughaus, Mannheim
Robert Häusser gilt als ein Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie. Er gehört zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, die eine unverwechselbare Handschrift entwickelt haben. Seine Bilder wurden schon in den 50er- und 60er-Jahren in Galerien und Museen ausgestellt, zu einer Zeit, als die Fotografie in Deutschland noch nicht den künstlerisch autonomen Stellenwert besaß wie heute. Sie befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen. Zum 80. Geburtstag von Robert Häusser am 8. November 2004 widmet das Forum Internationale Photographie dem Künstler eine umfassende Werkschau - die 100. Einzelausstellung Robert Häussers.
www.reiss-engelhorn-museen.de

Bis 9. Januar 2005: Die Chinesen. Fotografie und Video aus China
Kunstmuseum Wolfsburg
Die Ausstellung chinesischer Fotografie konzentriert sich auf die Künstlergeneration der heute Dreißig- bis Vierzigjährigen, die sich mit der Darstellung ihrer aktuellen Lebensbedingungen und Lebensweise, mit ihren Gefühlen und Erfahrungen beschäftigt. Insbesondere die Herausforderungen der Metropolen im wirtschaftlich boomenden Süden wie Guangzhou (Kanton), Shenzhen und Shanghai sind ihr Thema. Hier werden auch die Schattenseiten der Kapitalisierung wie Auflösung des Familienverbandes, Orientierungslosigkeit der Jugend und Vereinsamung der Alten spürbar. Die Ausstellung zeigt ca. 60 Werke von 18 chinesischen Künstlern.
www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Bis 1. Mai 2005: Ansichtssachen
Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main
Eine Retrospektive aus 100 Jahren präsentiert das Frankfurter Museum der Weltkulturen zu seinem 100. Geburtstag. In den 13 Räumen des Museums werden nur wenige Exponate ausgestellt, mit dem Ziel, eine Vielfalt an Perspektiven und unterschiedlichen Kontexten zu Stücken der museumseigenen Sammlung vorzustellen. Die Ausstellung soll Besuchern nicht nur sinnlich-ästhetisches Vergnügen vermitteln, sondern ihnen auch eine Vorstellung von der detektivischen Arbeit mit Museumssammlungen geben.
www.mdw.frankfurt.de

Bis 9. Januar: Max Beckmann: Die Apokalypse
Museum Wiesbaden
Max Beckmann floh 1937 vor der Verfolgung durch die nationalsozialistische Kunstpolitik nach Amsterdam. Drei Jahre später entwarf er dort eine Edition über die Johannesapokalypse. Diese lange verschollenen Entwürfe, eine Vision der eigenen grauenvollen Wirklichkeit, stehen nun für eine Ausstellung zur Verfügung. Sie beginnt im Museum Wiesbaden und wird danach in Goch, Heidelberg, Schloss Gottorf, Osnabrück und abschließend im MMK Frankfurt gezeigt. Einen Kontrast zu Beckmann bieten die Bildkonstruktionen von Friedrich Vordemberge-Gildewart, der 1938 ins Amsterdamer Exil floh. Seine Arbeiten verkörpern statt Beckmanns apokalyptischer Sicht eine Utopie der besseren Wirklichkeit.
www.museum-wiesbaden.de