9. November: Amoz Oz: "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis"
Badisches Staatstheater Karlsruhe , Beginn: 20 Uhr
Amoz Oz nimmt den Selbstmord seiner Mutter im Jahr 1952 zum Anlass, über seine Kindheit zu berichten. Durch seine Erzählungen wird die Lebenswelt seiner Eltern und Großeltern, die vor dem Holocaust in Polen, Litauen und der Ukraine lebten, wieder gegenwärtig. Heiter-ironisch und oft auch bitter berichtet der 1939 in Jerusalem geborene Oz über die Schicksale seiner Verwandten, die, einmal in Israel angekommen, beschlossen, sich nie wieder demütigen zu lassen. Rainer Weiss gibt eine Einführung zum Buch. Es liest die Schauspielerin Iris Berben.
Weitere Termine: Mittwoch, 10. November: Bremen, Thalia Buchhaus, Beginn 20 Uhr
Donnerstag, 11. November: Köln, Schauspiel Köln, Beginn 20 Uhr
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8. November: Joachim Fest: "Begegnungen - über nahe und ferne Freunde"
Literaturhaus Stuttgart , Beginn 20 Uhr
Mit seinem neuen Werk "Begegnungen - über nahe und ferne Freunde" gibt der Publizist, Historiker und langjährige Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Joachim Fest, nicht nur Einblicke in seine eigene Biographie. Der Leser lernt außerdem viele Persönlichkeiten aus der deutschen Zeit- und Kulturgeschichte kennen - und erfährt dabei auch viel Wissenswertes über das Zeitgefühl in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland. Zu Fests Gesprächspartnern gehörten unter anderem die Philosophin Hannah Arendt, Sebastian Haffner und Ulrike Meinhof.
Die Lesung wird von Amber Sayah moderiert.
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5. November: "Wahlheimat Berlin - Abgesang vom Balkan"
Otto Tolnai und Bora Cosic im Gespräch
Deutsches Historisches Museum, Zeughauskino, Beginn: 19 Uhr
Wer in diesen Tagen von "den neuen Nachbarn in Europas Osten" spricht, meint meist nicht die Länder auf dem Balkan und ihre krisengeschüttelten Bewohner. Durch die Kriegshandlungen und ihre Folgen heimatlos geworden, suchen viele Menschen im Westen eine neue Bleibe. Vom Schreiben und Leben in der fremden Umgebung und den Schwierigkeiten der Integration berichten die Schriftsteller Otto Tolnai und Bora Cosic aus ihren Werken. Der Lyriker, Dramatiker und Essayist Tolnai, geboren 1940 in Kanjiza/Vojvodina lebt in Palics/ Serbien und hat in Ungarn und in Jugoslawien bisher über 30 Bücher veröffentlicht. Der 1932 geborene Cosic gilt als einer der bedeutendsten serbischen Autoren der Gegenwart. Seit 1992 lebt er in Rovinj/Istrien und in Berlin. Durch das Gespräch führt Dr. Alida Bremer.
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18. November: Rafik Schami: "Die dunkle Seite der Liebe"
Hauptgebäude Universität Hamburg , Hörsaal A,  Beginn: 20 Uhr
Worum es in dem seit Jahrzehnten tobenden, gewalttätigen Konflikt zwischen der katholischen Mushtak-Familie und der orthodoxen Schahin-Sippe im syrischen Bergdorf Mala geht, weiß keiner mehr so genau. Es ist ebenfalls ein Rätsel, wie sich in einer solch aufgeheizten Stimmung eine zarte Liebesgeschichte entwickeln kann. Diesem Geheimnis spürt Rafik Schami in seinem neuen Roman "Die dunkle Seite der Liebe" nach. Bis in die verwinkelten Gassen von Damaskus, das er seit 33 Jahren nicht betreten hat, folgt er den Liebenden, die sich vor dem Hass der Nachbarn und der Familie verstecken müssen. Genussvoll und en détail beschreibt der Autor die kleinen und großen Intrigen rund um die leise Beziehung von Rana Schahin und Farid Mushtak. 
Marius Meller moderiert die Lesung.
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10. November: Manfred Flügge: "Rettung ohne Retter oder: Ein Zug aus Theresienstadt"
Literaturhaus Berlin , Großer Saal, Beginn: 20 Uhr
Am fünften Februar 1945 fuhr ein Zug aus Theresienstadt mit 1.200 Menschen in die Schweiz. Vorausgegangen war dieser Aktion ein Abkommen zwischen Heinrich Himmler und dem Schweizer Politiker Jean-Marie Musy. Manfred Flügge berichtet von den Hoffnungen und Ängsten der Menschen, die sich in den Waggons befanden. Aufgrund von Zeugenaussagen und eigenen Recherchen des Autors werden Familienschicksale der in Theresienstadt gefangen gehaltenen Opfer gegenwärtig. Flügge beschreibt jedoch auch die panikartigen Aktivitäten hoher nationalsozialistischer Amtsträger, die kurz vor Kriegsende noch Kontakte zu den Westalliierten aufzunehmen versuchen, um die Forderung der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches zu durchlaufen. Moderation und Gespräch: Herbert Wiesner.
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