20. November: Peer Gynt
Schauspiel von Henrik Ibsen, Schauspielhaus Düsseldorf , Beginn: 19 Uhr
Die Premiere Peer Gynt von dem skandinavischen Dramatiker Henrik Ibsen (1828-1906) zeigt sich einmal von der ganz anderen Seite. Das Leben des Norwegers wird nicht nur auf den Bühnenbrettern nachgespielt, sondern belebt die ungewöhnlichsten Orte des Schauspielhauses vom Foyer bis in den Zuschauerraum. Doch nicht nur die aufwändige Inszenierung verspricht Abwechslung. Die verschiedenen Stationen der Odyssee zeigen das Leben Peer Gynts in allen Facetten. Verstrickte Lebensumstände treiben den Hauptdarsteller aus seinem Heimatland Norwegen über das Reich der Trolle bis schließlich in die Arme seiner Geliebten. Neben der eigentlichen Reise beflügelt den Zuschauer Gynts gedankliche Traumwelt: der Aufstieg vom Träumer zum Kaiser.
www.duesseldorfer-schauspielhaus.de
 
14. November: Tod eines Handlungsreisenden
Schauspiel von Arthur Miller, Landestheater Innsbruck , Beginn: 20 Uhr
Uraufgeführt wurde dieses bedeutende Stück von Arthur Miller 1984 am Broadway, und auch in heutigen Tagen, in denen der wirtschaftliche Druck immer stärker in das Leben eines Einzelnen rückt, spiegelt die Geschichte aktuelle Probleme wieder. Willy Loman ist der geschäftige Protagonist, der trotz größter Anstrengungen vor dem finanziellen Aus steht. In dem Moment, in dem er sich sein Versagen eingestehen muss, wählt er den Selbstmord. Gegenwärtiger denn je zeigt diese tragische Figur, dass humane Wünsche und Ziele in den Hintergrund geraten, wenn es um Globalisierung oder finanziellen Erfolg geht.
www.landestheater.at

7. November: Blaubart - Ein Ammenmärchen
Schauspiel von Ludwig Tick, Schauspielhaus Leipzig , Beginn: 20 Uhr
"Der König der Romantik", wie Ludwig Tick oft genannt wurde, wurde nach seinem Tod als Dramatiker oft verkannt. Nicht so in dem Stück "Blaubart - Ein Ammenmärchen". Diese Neuentdeckung erzählt die Geschichte eines Gilles de Laval, der 1440 in Nantes hingerichtet wurde, nachdem er unzählige Frauen ermordete. Tieck übersetzt diese schrecklichen Taten in das deutsche Rittermilieu und verarbeitet sie als eine Art Märchen. Allerdings lässt sich ein Hauch romantischen Scheins nicht verbergen, der in der spielerischen Art der Darsteller zum Ausdruck kommt.
www.schauspiel-leipzig.de

6. November: Der Freigeist
Schauspiel von Eric-Emmanuel Schmitt, Kleines Theater Garmisch , Beginn: 20 Uhr
Wer den Namen Diderot bisher mit Moral gleichgesetzt hat, wird seine Überlegung noch einmal überdenken. Die Komödie "Der Freigeist" von dem jungen französische Erfolgsdramatiker Eric-Emmanuel Schmitt zeigt einen Tag im Leben des Philosophen. Beschäftigt mit einer neuen Liebe wird er gebeten, in der "Enzyklopädie" einen Artikel über Moral zu verfassen. Inmitten seiner Arbeit dann eine zweite Störung: seine Frau. Ihre Anschuldigungen über Seitensprünge weist er jäh von sich. Doch wie lässt sich als Moralist diese ‚Halbwahrheit' verleugnen? 
www.kleinestheater.de