22.6. bis 31.8.2003: "Föhr, Amrum und die Halligen in der Kunst"
Museumsberg Flensburg , Schloß vor Husum , Dr. Carl Haeberlin Friesen-Museum Wyk auf Föhr
Die Abhängigkeit der Menschen von den Naturgewalten und die einzigartige Landschaft der nordfriesischen Inselwelt fordert seit über 150 Jahren Künstler heraus. Maler wie Carl Ludwig Jessen, Christian Carl Magnussen, Otto H. Engel oder Ludwig Dettmann hielten Sitten und Gebräuche der Insel Föhr in ihren Gemälden fest. Für Freilichtmaler wie Hans Peter Feddersen, Jacob Alberts oder Paula Modersohn-Becker boten Wolken, Wellen und Wattenmeer abwechslungsreiche Motive. Expressionisten wie Emil Nolde, Erich Heckel oder Otto Mueller haben die abgeschiedenen Inseln und Halligen als idyllische Gegenwelten zu den Asphaltwü sten der Großstädte empfunden. Schließlich inspirierte die Urnatur der nordfriesischen Inseln zu phantastischen Utopien. Der Maler und Architekt Wenzel Hablik entwarf 1908 auf Föhr eine Luftkolonie, die die Weltraumstationen des 21. Jahrhunderts vorwegnimmt und der Dadaist Kurt Schwitters intonierte am Strand von Wyk in der Krone einer Kiefer seine Ursonate.
Zur Ausstellung erscheint das Buch "Föhr, Amrum und die Halligen in der Kunst" von Ulrich Schulte-Wülwer (Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens + Co. Heide, 280 S. mit 305 Abb.). Um den größten Teil der in dieser Dokumentation erfassten Werke ausstellen zu können, haben sich die Museen von Flensburg, Husum und Wyk zusammengeschlossen.
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22.6. bis 31.8.2003: "Rücksichtslos geradeaus malend. Marie Bock - Clara Rilke-Westhoff - Paula Modersohn-Becker"
Kunstsammlungen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen
Im Jahre 1899 präsentierten die Künstlerinnen Marie Bock, Clara Westhoff und Paula Becker zum ersten Mal ihre Arbeiten in der Kunsthalle Bremen. Die Ausstellung geriet jedoch für alle drei zu einem Fiasko, denn der Maler und Kritiker Artur Fitger veröffentlichte in der Bremer "Weser-Zeitung" einen harschen Verriss. Wenige Tage nach der Eröffnung der Ausstellung brach Paula Becker enttäuscht nach Paris auf, wo sie neue Wege beschreiten sollte.
Nun wird die Ausstellung von 1899 nach mehr als hundert Jahren rekonstruiert, um das Werk der drei anfangs geschmähten Malerinnen noch einmal gemeinsam vorzustellen. Den Arbeiten dieser frühen Zeit werden spätere Werke von Paula Modersohn-Becker gegenübergestellt.
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23.6. bis 10.8.2003: "Meine Bilder. Marcel Reich-Ranicki"
Buddenbrookhaus Lübeck
Einen Teil seiner Bildersammlung berühmter Schriftsteller hat Marcel Reich-Ranicki bereits in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorgestellt und kommentiert. Diese Sammlung umfasst Porträts von Künstlerpersönlichkeiten wie Shakespeare, Lessing, Goethe, Heine, Fontane und der Familie Mann, gezeichnet von Malern wie Max Liebermann, Horst Janssen, Otto Dix und anderen. Im Buddenbrookhaus werden zusätzlich Bilder gezeigt, die noch nicht in der Zeitung vorgestellt wurden.
Marcel Reich-Ranicki wird die Ausstellung am 22. Juni in Lübeck eröffnen.
Die Deutsche Verlags-Anstalt publiziert die Bildsammlung mit den ergänzenden Texten des Literaturkritikers. online bestellen
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26.6. bis 13.10.2003: "John F. Kennedy"
Deutsches Historisches Museum, Berlin , Pei-Bau
Am 26. Juni 2003 jährt sich zum 40. Mal der Berlin-Besuch von John F. Kennedy, in dessen Verlauf er seine berühmten Worte "Ich bin ein Berliner" sprach. Knapp zwei Jahre nach dem Mauerbau spiegelte Kennedys Aufenthalt die besondere Beziehung der Amerikaner und ihres Präsidenten zu West-Berlin.
Das deutsch-amerikanische Verhältnis und der amerikanische Einsatz für die Freiheit Berlins, der Mauerbau und Kennedys Berlin-Besuch bilden einen Schwerpunkt der Ausstellung. In diesem Zusammenhang wird auch das Kennedy-Bild der DDR ausführlich dargestellt. Darüber hinaus werden zentrale Themen und Probleme der amerikanischen und auch der internationalen Geschichte behandelt, wie der Kalte Krieg, Rassismus und Bürgerrechtsbewegung, das 'Peace Corps' und die 'Alliance for Progress' mit Lateinamerika, Sozialgesetzgebung und Raumfahrt.
Die Person Kennedy wird als Symbolfigur für den Durchbruch der modernen Präsidentschaft mit perfekter Wahlkampfmaschinerie und der Inszenierung von Macht und Politik im Fernsehzeitalter vorgestellt. Seine Familie, besonders seine Frau Jackie, waren von großer Bedeutung für seine Wirkung und den Kennedy-Mythos, der schon zu seinen Lebzeiten begann. Dieser Mythos hat in der Kunst (z. B. Warhol, Rauschenberg), Musik, Literatur und Film Ausdruck gefunden.
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26.6. bis 30.8.2003: "Ornament oder Die neue Lust am Verbrechen in der zeitgenössischen Kunst"
Kunst und Kultur im Luitpoldblock, München
Einst verurteilte Adolf Loos, der große Moralist in der Entwicklungsgeschichte der europäischen Architektur, das Ornament als weiblich, triebhaft, primitiv und als Hindernis für die Kulturentwicklung - sein Einfluss war groß, und die Verwendung von Ornamenten kam fortan einem Verbrechen gleich. In der zeitgenössischen Kunst und Theorie erlebt das Ornament eine Renaissance. An den Arbeiten international tätiger Künstlerinnen und Künstler wird deutlich, mit wieviel spielerischer Lust das Thema "Ornament" fast 100 Jahre nach der These von Adolf Loos in der Kunst verwendet wird.
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27.6. bis 7.9.2003: "Auf eigene Gefahr"
Schirn Kunsthalle, Frankfurt/Main
Das "kalkulierte" Risiko wird vor allem in Trendsportarten wie Bungee-Jumping oder Paragliding gepflegt. Der "flexible Mensch" in der westlichen Gesellschaft sieht sich im Alltag vielen Risiken ausgesetzt, vom Essen über Reisen bis zur Existenzgründung. Von der Gefahr unterscheidet sich das Risiko dadurch, dass es kalkulierbar ist; Risiken einzugehen ist ein aktiver Vorgang. Vor diesem Hintergrund widmet sich die aktuelle Ausstellung in der Schirn Kunsthalle einer speziellen Form der Kunst seit den 90er Jahren, die sich mit der Rolle des zum aktiven Benutzer gewordenen Betrachters auseinander setzt.
Künstler wie Carsten Höller, Christoph Büchel, Jeppe Hein, Ana Maria Tavares und Künstlergruppen wie das Citical Art Ensemble und gelatin haben ungewöhnliche Konstellationen geschaffen, um den Besucher aus seiner passiven Rolle heraus zu locken und zur Mitwirkung zu animieren.
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