26. Dezember: Friedhelm Eberle liest "Nicht nur zur Weihnachtszeit" von Heinrich Böll
Schauspiel Leipzig , Neue Szene, Beginn 18 Uhr
Tante Milla wünscht sich doch nur, "alles möge wieder so sein wie früher", und löst damit ein familiäres Spektakel aus.
Heinrich Böll schildert die Wirren einer Nachkriegszeit mit Aufschwung, Wirtschaftswunder, Handel und Wandel und all den neuen Geschäften und Vergnügungen.
"Die Kinder und Jugendlichen waren tatsächlich im Niemandsland", schreibt Heinrich Böll im Vorwort, "und die Frage, die politische und geistig-moralische Frage, die diese Sammlung stellt, ist: Sind sie je aus dem Niemandsland in ein Land gekommen, das ihnen wohnlich erscheint?..."
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8. Januar: "Das Tuch aus Nacht" - Lesung mit Christoph Peters
Haus des Buches Leipzig , Saal 1, Beginn 20 Uhr
Die Geschichte spielt im November 1994 in Istanbul, der Stadt zwischen Orient und Okzident, Nebel, Regen und dann wieder Wintersonne, Geschichte und Moderne, dem Lärm der Elendsviertel und Basare auf der einen und der Stille edler Touristenhotels auf der anderen Seite. Hier lernen sich der Kunststudent Jan Kenzig und der Steinbildhauer Albin Kranz und dessen Freundin Livia Mendt kennen. Das Paar verbringt ein paar Tage in der Stadt am Bosporus, um tiefe Risse in der Beziehung zu kitten. Kurz nach der Ankunft in Istanbul will Albin jedoch einen Mord beobachtet haben. Niemand glaubt ihm, nicht einmal seine Freundin Livia. Doch Albin taucht immer tiefer in die fremde Unterwelt ein, auf der Suche nach der Wahrheit. Bald kann er nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Wahn unterscheiden, während Livia und Jan sich näher kommen...
Für sein Roman-Debüt "Stadt Land Fluß" erhielt der Autor den Niederrheinischen und den "aspekte"-Literaturpreis 1999. "Das Tuch der Nacht" ist seine dritte Veröffentlichung.
www.haus-des-buches-leipzig.de

8. bis 11. Januar: Zum 75. Geburtstag von Heiner Müller - "Die Sonne zergeht auf der Zunge"
Akademie der Künste Berlin , Beginn 10:30 Uhr
Anlässlich des 75. Geburtstags des Literaten Heiner Müller, der 1995 in Berlin starb, finden ihm zu Ehren in der Bundeshauptstadt mehrere Veranstaltungen statt: "Explosion of a memory" heißt das Programm der "Internationalen Heiner Müller Gesellschaft" in der Zeit vom 9. bis zum 11. Januar 2004 in der Akademie der Künste Berlin. Parallel veranstaltet das Literaturforum im Brecht-Haus Berlin ab dem 8. Januar die "Hommage à Heiner Müller".
Der dritte Tag des Heiner-Müller-Forums steht im Zeichen der aktuellen politischen Auseinandersetzung mit den Dichtern der arabischen Welt. Dem von Heiner Müller geforderten Diskurs soll hiermit Rechnung getragen werden.
www.heinermueller.de
www.lfbrecht.de

Weitere Termine mit verschiedenen Veranstaltungen:
8.1. "Der Ausländer" , Literaturforum im Brecht-Haus, 20 Uhr
8.1. "Kalkfell II" , Literaturforum im Brecht-Haus, 21:30 Uhr
9.1. "Herzstück" , Zug vom Alexanderplatz zur Akademie der Künste, 14/18/19 und 19:30 Uhr
9.1. "Der Pionier der neuen Kochkunst: zwischen Mensch und Mensch" , Akademie der Künste, 20 Uhr
9.1. "Das Reh des Tages" , Akademie der Künste, 20:30 Uhr
9.1. "Tanzen statt Trauern"-Party , Akademie der Künste, 22 Uhr
9.1. "Die Fahne von Kriwoj Rog" , Literaturforum im Brecht-Haus, 20 Uhr
anschließend "Heiner Müller. Werke 6. Die Stücke 4."
10.1. Lehrfilm über die Geschichte des KZ Buchenwald , Literaturforum im Brecht-Haus, 10 Uhr
10.1. "Heiner Müller. Texte. Jahrgang 1960" , Literaturforum im Brecht-Haus, 11 Uhr
10.1. "Bildbeschreibung" , Literaturforum im Brecht-Haus, 20 Uhr
10.1. "Wenn sie mit Fleischermessern durch Eure Schlafzimmer geht" , Akademie der Künste:
"Bildbeschreibung" , 10:30 Uhr
"Terror: Spektakel nach dem Spektakel" , 11:15 Uhr
"Heiner Müller Maschine" , 12 Uhr
"Die Wunde Woyzeck" , 15 Uhr
"The city as stage" , 15:15 Uhr
"Terrorismus, oder die Politik der Gesellschaft" , 16 Uhr
"Der Text ist ein Coyote. Heiner Müller Bestandsaufnahme" , 18 Uhr
"Impero" , 20 Uhr

11. Januar: "Goethes Mutter" - Lesung mit Dagmar von Gersdorff
Goethe Gesellschaft Ludwigsburg , Beginn 17 Uhr
Sie war die Tochter des obersten Gerichtsherrn und mächtigsten Mannes der Freien Reichsstadt Frankfurt, Johann Wolfgang Textor. Mit siebzehn heiratete Catharina Elisabeth den doppelt so alten und wohlhabenden Juristen Johann Caspar Goethe. In seinem Haus am Hirschgraben kam auch Johann Wolfgang zur Welt, den seine Mutter nicht nur "mein lieber Sohn" sondern auch "Wölfchen" oder "Wolf" nannte.
In "Dichtung und Wahrheit" schrieb Goethe, die Sprachgewandtheit und Formulierungskunst von seiner Mutter geerbt zu haben.
Dagmar von Gersdorff recherchierte für diese Biografie in - zum Teil noch unveröffentlichten - Dokumenten, zum Beispiel dem Stammbuch zur Hochzeit mit zusätzlichen Eintragungen Dritter (aus dem Goethe-Nationalmuseum Weimar), Briefen und 30 erhaltenen Haushaltsbücher (aus dem Goethe- und Schillerarchiv Weimar).
Die promovierte Germanistin und Kunsthistorikerin wurde 1985 und 1988 mit dem Kulturpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
www.suhrkamp.de