18. Dezember: "Zwei Brüder"
Deutschsprachige Erstaufführung/Premiere
Von Fausto Paravidino, Inszenierung: Jasper Brandis
Bühnen der Stadt Köln , West-End-Theater, Beginn 20 Uhr
Ort der Handlung ist die schmuddelige Küche einer Wohngemeinschaft, die zwei Brüder gemeinsam mit einer jungen Frau bewohnen. Sie streiten um Alltäglichkeiten, die Atmosphäre wirkt gestört. Lev hatte Erica am Bahnhof aufgelesen und zunächst schien sie mit ihm eine Beziehung zu haben. Doch auch nachdem sie das Verhältnis für beendet erklärt, will sie die WG nicht verlassen. Die Figuren rennen gegeneinander an und sind doch auf fatale Weise miteinander verquickt. Schließlich wird es immer unmöglicher, sich über die Regeln des Zusammenlebens zu verständigen. Als Lev der Enge entflieht, um (angeblich?) seinen Militärdienst abzuleisten, beginnt Erica ein Verhältnis mit Boris - ein Spiel, das in die Katastrophe führt.
www.buehnenkoeln.de

18. Dezember: "Stirb, Popstar, Stirb"
Premiere
Musik-Theater-Projekt der Gruppe "Playstation" (Hamburg)
Kampnagel Hamburg , Beginn 19 Uhr
"Stirb, Popstar, stirb" beschäftigt sich mit den Schicksalen junger Menschen, die in Deutschland als Migranten oder aufgrund ihrer Hautfarbe Fremde sind - und von Ruhm und Anerkennung träumen. Eine Karriere als Popstar würde über den tristen Alltag hinwegtrösten und die Lösung aller Probleme verheißen. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich und der Preis dafür hoch.
www.kampnagel.de

19. Dezember: "Die Vögel"
Premiere
Nach Aristophanes, in einer Bearbeitung von Sören Voima
Regie: Christian Weise und Christian Tschirner
Deutsches Theater Berlin , Beginn 20 Uhr
Schlauberger und Schönhoff, zwei Bürger Athens und protestierende Frühaussteiger, verlassen im Jahre 414 v. Chr. enttäuscht ihre Heimatstadt. Gläubiger sind hinter ihnen her, und der schon zwanzig Jahre andauernde Peleponnesische Krieg macht alles noch schlimmer. Sie suchen Tereus, der durch Götterspruch in einen Vogel verwandelt wurde, um ihn zu fragen, ob es nicht irgendwo auf der Erde ein Fleckchen der Ruhe und des Friedens gibt. Und wirklich entdecken sie eine Märchen-Fabelwelt, in der Vögel sprechen und Menschen fliegen. Schlauberger überredet die Vögel, mit ihnen einen Vogelstaat zwischen Himmel und Erde zu gründen. Dann wären sie die Herrscher der Lüfte. Anfangs sind die Vögel noch misstrauisch, aber dann bekommen sie Geschmack an der Macht und versehen ihr Reich mit einer überdimensionalen Mauer. Konflikte sowohl mit den Göttern als auch mit den Menschen sind vorprogrammiert.
www.deutschestheater.de

19. Dezember: "Koala Lumpur"
Uraufführung/Premiere
Von David Lindemann, Inszenierung: Wilfried Minks
Schauspielhaus Bochum , Beginn 19:30 Uhr
Anlässlich einer Geschäftsreise sind Christa Schmidt und ihr 20 Jahre jüngerer Praktikant Max nach New York gereist. Um für das Unternehmen Kosten zu sparen, zelten sie auf einem Campingplatz vor der Stadt. Dort begegnen sie am sechsten Tag nach den Attentaten auf das World Trade Center dem Ohr der westlichen Welt, einem Mann mit Messer, und zwei japanischen Touristen.
Koala Lumpur ist ein Nachspiel zum 11. September. David Lindemann (Jahrgang 1977) wurde beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens mit dem Nachwuchs-Dramatikerpreis ausgezeichnet.
Mit Katharina Thalbach und Fabian Krüger
www.schauspielhausbochum.de

20. Dezember: "Einsame Menschen"
Premiere
Von Gerhart Hauptmann, Regie: Michael Thalheimer
Deutsches Theater Berlin , Beginn 20 Uhr
Das Haus Vockerat feiert: Johannes und seine Frau Käthe haben endlich einen Sohn bekommen. Alles könnte so schön sein, doch unter der gutbürgerlichen und bigotten Familienoberfläche schwelt bereits ein Flächenbrand. Johannes schreibt an einer philosophisch-kritisch-psychophysiologischen Arbeit - wie sein Freund Braun zynisch bemerkt - und Käthe ist alles andere als die Partnerin, mit der Johannes über sein "Werk" und seine Interessen sprechen könnte. Er lebt auf, als die junge Studentin Anna Mahr zufällig in die Tauffeier einbricht. Ihr selbstbewusstes Wesen bringt Käthe ins Grübeln, Johannes hingegen findet in Anna die Bestätigung seiner Arbeit. Nachdem Anna längere Zeit in der Hausgemeinschaft zugebracht hat, wird das Zusammensein unerträglich. Käthe verkraftet das enge Freundschaftsverhältnis ihres Mannes mit dem Mädchen nicht. Muss Anna abreisen?
www.deutschestheater.de

22. Dezember: "Fessle mich!"
Premiere
Nach Pedro Almodovar, Regie: Rafael Sanchez
Theater Basel , Klosterberg 6, Beginn 21 Uhr
Ricky wird als geheilt aus einer psychiatrischen Klinik entlassen. Er möchte leben wie ein "normaler" Mensch. Gemeinsam mit der drogensüchtigen Schauspielerin und ehemaligen Pornodarstellerin Marina will er eine Familie gründen. Sie zeigt jedoch kein Interesse. Ricky überfällt sie in ihrer Wohnung, schlägt sie bewusstlos und fesselt sie, damit sie ihn kennen- und lieben lerne. Es beginnt ein Zusammenleben, das wie ein ganz "normaler" Ehealltag aussieht, wäre Marina nicht immer gefesselt...
Eine Geschichte über die Sehnsucht nach Liebe und Normalität.
www.theater-basel.ch

4. Januar: "Oskar und die Dame in Rosa"
Deutsche Erstaufführung/Premiere
Von Eric-Emmanuel Schmitt, Inszenierung: Michael König
Theater Bielefeld , Theater am Alten Markt, Beginn 19:30 Uhr
Jeden Tag schreibt der zehnjährige Oskar einen Brief an den lieben Gott. Für Oskar ist aber jeder Tag mehr als nur ein Tag. Für ihn bedeutet jeder Tag weitere zehn Jahre in seinem Leben. Mit der Dame in Rosa spielt er dieses Spiel. Sie hat es ihm vorgeschlagen, und sie ist seine Vertraute, seine Freundin, eine Lehrerin für alle Lebenslagen: Sie hilft ihm durch die Pubertät, durch die Midlife-Crisis und tröstet ihn beim Älterwerden. In ihrem wirklichen Job aber ist sie freiwillige Betreuerin auf einer Kinderkrebsstation und Oskar, der nur noch wenige Tage zu leben hat, ihr liebster Patient. Wie in einem Zeitraffer durchlebt Oskar dank des Spiels alle Höhen und Tiefen menschlichen Lebens: Liebe, Trennung, Freude, Glück, Einsamkeit, Trauer und Tod.
www.theater-bielefeld.de