4.7. bis 30.8.2003: "Schönste Bücher aus aller Welt"
Die Deutsche Bibliothek, Frankfurt/Main
Seit 1963 wird dieser internationale Buchgestaltungswettbewerb veranstaltet, seit 1991 jährlich organisiert von der Stiftung Buchkunst. Die vorliegenden Bücher wurden bereits in ihrem Herkunftsland als "Schönste" ausgezeichnet und messen sich nun mit anderen schönen Büchern aus aller Welt. Beurteilt wird die Buchgestaltung nach Typografie, Ästhetik, Lesbarkeit, Ausstattung und Herstellungsqualität von einer jährlich wechselnden, international besetzten Jury.
Die Frankfurter Ausstellung zeigt 169 Bücher, die seit 1991 mit einer "Goldenen Letter", der höchsten Auszeichnung dieses Wettbewerbs, einer Gold-, Silber- oder Bronzemedaille oder einem Ehrendiplom geehrt wurden. Die preisgekrönten Bücher stammen aus 20 Ländern.
www.ddb.de Foto: Baerbel Hoegner, Frankfurt am Main

4.7. bis 3.10.2003: "Eugen Oker. Autor, Spielekritiker, Zeichner, Sammler, Verleger"
Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg
Eugen Oker, geboren 1919 im oberpfälzischen Schwandorf, lebt seit 1971 als freier Schriftsteller in München. Zu Okers literarischem Werk gehören mehrere Romane, im Wettstreit mit dem befreundeten Carl Amery entstandene Doppelschüttelreime und nicht zuletzt Dialektgedichte. Eine Auswahl erschien 1978 in dem Band "So wos Schüins mou ma soucha". Peter Rühmkorf lobte die "vertrackte Mischung von Dialekt und Ironie" dieser "nicht unperfiden Heimatkunst". Für sein Kinderbuch "Babba, sagt der Maxl" erhielt Oker 1973 den Astrid-Lindgren-Preis, 1999 wurde er mit dem Friedrich-Baur-Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ausgezeichnet.
Mitte der 60er Jahre etablierte Eugen Oker im Feuilleton der ZEIT die Spielekritik.
Architektur und Spiel stehen auch bei seiner Sammelleidenschaft im Vordergrund: Spiele, Papierarchitektur, Pop-up-Bücher, aber auch eine Kollektion von "Obstpapperln" und Collagen demonstrieren seinen Sinn für Alltagskunst.
www.literaturarchiv.de

5.7. bis 7.9.2003: "Durchgehend geöffnet. Skulpturensommer in Baden-Baden"
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden , Park
Wegen diverser Bautätigkeiten - der Neubau der Sammlung Frieder Burda und der Umbau der Kunsthalle - wird in Baden-Baden die Kunstaktivität nach Draußen verlagert. Für etwas mehr als zwei Monate wird der Park in einen Parcours verwandelt, auf dem der Besucher die Werke von elf deutschen Bildhauerinnen und Bildhauern betrachten kann. Die beteiligten Künstlerinnen - Thomas Schütte, Isa Genzken, Katharina Fritsch, Stephan Huber, Georg Herold, Martin Honert, Andreas Slominski, Bernar Venet, Karl Manfred Rennertz, Olaf Metzel, Stephan Balkenhol - gehören alle einer Generation an und sind durch vielfältige Beziehungen, Einflüsse und Bekanntschaften miteinander verbunden.
www.kunsthalle-baden-baden.de

5.7. bis 12.10.2003: "David Goldblatt - Fotografien aus Südafrika 1948-2002"
Lenbachhaus München
David Goldblatt (geboren 1930 in Randfontein, Südafrika) gilt als einer der wichtigsten Dokumentarfotografen unserer Zeit. Seit mehr als fünfzig Jahren beobachtet er seine Heimat mit der Kamera: die Arbeiter in den Goldminen, das Leben in den "Homelands" und in den Vororten der großen Städte, urbane Landschaften und architektonische Details. Doch die Fotos zeigen mehr als das, was auf ihnen abgebildet ist: Goldblatt analysiert mit Hilfe seiner Fotografien soziale und kulturelle Strukturen. Er vermittelt in eindrucksvoller Weise ein differenziertes Bild der Gesellschaft Südafrikas, ohne dabei den Menschen als Individuum aus den Augen zu verlieren.
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus ist die einzige deutsche Station dieser internationalen Ausstellungstournee, die über 200 Fotografien David Goldblatts zeigt.
www.lenbachhaus.de

5.7. bis 14.9.2003: "We'll not carry coals. Franz West"
Kunsthaus Bregenz
Franz West (geb. 1947 in Wien) gehört zu den wichtigsten Plastikern und Environment-Künstlern der Gegenwart. Sein Werk ist geprägt von der Kreativität der Formfindungen und der kommunikativen, den Betrachter zur Mitwirkung auffordernden Art.
Seine Werkgruppen umfassen Reliefs, Collagen, Übermalungen, einzelne oder in Gruppen zusammengefasste Plastiken, Skulpturen sowie "Environments", die alle vorher genannten Werkformen zusammenfügen und Videotapes sowie Raumgestaltungen einbeziehen. Gezeigt werden ausgewählte Arbeiten Franz Wests und neue Werkgruppen. Neben über 60 Zeichnungen, Gouachen, Collagen, Plakatentwürfen und Zeitungsübermalungen präsentiert die Ausstellung Skulpturen und frühe "Passstücke" sowie Möbelstücke, Wests bevorzugtes Medium der letzten Jahre. Den Platz vor dem Kunsthaus schmückt Wests monumentale Außenskulptur "Centripetale" (2001).
www.kunsthaus-bregenz.at

6.7. bis 26.10.2003: "Fondation Maeght. Südliche Kunst unter nordischem Himmel"
Neues Museum Weserburg, Bremen
Die Fondation Maeght umfasst Bilder und Skulpturen von Künstlern der Moderne, die zu Lebzeiten des Sammlerehepaares Marguerite und Aimé Maeght noch unbekannt oder umstritten waren: Georges Braque, Fernand Léger, Wassily Kandinsky, Marc Chagall, Alberto Giacometti, Joan Miró, Jean Arp, Antoni Tàpies, Jean Dubuffet, Ellsworth Kelly und andere.
Zum ersten Mal in Deutschland werden in Bremen Herzstücke dieser privaten Sammlung - zum Teil im Dialog mit den Arbeiten zeitgenössischer Künstler aus den Sammlungen des Neuen Museum Weserburg - präsentiert.
Zur Ausstellung wird der Originalkatalog der Fondation Maeght mit zusätzlicher deutscher Übersetzung angeboten; zahlreiche Abbildungen, 213 Seiten, 30 Euro.
www.nmwb.de