Aus dem Inhalt:
LITERATUR - mit Verlosung
1. Barockes Kochbuch
2. Zum Tod von Annemarie SchimmelMUSIK
3. Hildegard Knef - mit Verlosung
4. Ry Cooder & Manuel Galbán - Hier kommt der Sommer!5. BÜCHERTISCH
Rezensionen von ZEIT-Literaturredakteuren6. KULTURKALENDER
Theater
Konzerte
Ausstellungseröffnungen
Lesungen

1. Bürgerlich-barocken Rezepten auf der Spur© G. Braun VerlagBarocke Tafelfreuden heute. Elisabethas Kochgeheimnisse
Originalrezepte des 18. Jahrhunderts
G. Braun Buchverlag, Karlsruhe 2002, 120 Seiten, 116 Rezepte, gebunden, 24,80 Euro
Das farbenprächtig ausgestattete Buch bietet neben den kommentierten und modernisierten Rezepten Einblicke in die Essgewohnheiten des 18. Jahrhunderts. Wer nachkochen möchte, findet 116 verschiedene Rezepte, die von A wie Artischocken bis Z wie Zweygebackenes reichen. Dazu werden Tipps und Tricks der Probeköche und -köchinnen verraten, die eine oft erstaunlich anmutende Rezeptur kochlöffelgerecht für heutige Gaumenkünstler aufbereitet haben. Meisterkoch Vincent Klink über Jungfer Juliana Elisabethas Kochkunst und ihre Rezeptsammlung:
"Für mich ist es besonders spannend zu erfahren, wie "meinesgleichen" so lebte. Da kommen mir Juliana Elisabethas Kochaufzeichnungen aus der kulinarisch fast legendären Barockzeit gerade recht. Das Buch ist eines der ganz wenigen erhaltenen bürgerlichen Kochbücher des 18. Jahrhunderts aus Deutschland, mit vielen Süßspeisen und zahlreichen Fleisch- wie auch echten Luxusgerichten. Juliana Elisabethas Aufzeichnungen sind lexikalisch knapp und geben präzise Anweisungen, setzen allerdings auch Können und manches Wissen voraus, um die typische, nuancenreiche Geschmacksfolge barocker Speisen zu erzielen; ein kulinarisches Erlebnis, das keinen Vergleich zu scheuen braucht." Leseprobe:Einen Capaun zu stopfen 1 Hähnchen von 1200 g
100 g Speck
100 g dünn geschnittenes Kalbfleisch
2 Zwiebeln
2 Karotten
Salz, Pfeffer
1 Esslöffel Mehl
Saft einer Zitrone Wenn der Capaun aufgezähmt so binde die ganze Brust voll Speckschnitten. Alsdenn nimm einen gebauchten irdenen Hafen, lege auf den Boden Speck-Schnitten, denn dünn geschnittene Stücker Kalb-Fleisch, welches vorher ein klein wenig abgekocht seyen muß. Zwieblen etliche Stücker Gelbrüben. Lege den Capaun oben darauf mit Salz und Würz, thue einen wohl schliesenden Deckel darauf, schmiere den Hafen wohl zu, und also in die heise Asche gestellt, so ziehet er selbst seine Sose. Wenn du ihn anrichten wilt, so seyhe die Brüh so er gezogen, durch ein Tuch, röste etwas Weißmehl nicht gar gelb, schütte die Brühe dazu, drücke den Saft einer Citron daran, und richte solche über den den Capaun an, so ist er fertig.Verlosung:
Gemeinsam mit dem DRW-Verlag verlost ZEIT-Online drei Exemplare dieses Buchs.
Beantworten Sie folgende Frage: Was ist ein Kapaun?
Senden Sie uns die Lösung bis zum 13. Februar, 12 Uhr mittags, bitte mit Namen und Adresse, an kulturbrief@zeit.de .
Die Gewinner werden unter allen Einsendern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. mehr Infos zum Buch, Verlags-Homepage: www.gbraun.de
online bestellen

2. Zwischen Orient und Okzident. Zum Tod von Annemarie Schimmel© C.H. Beck VerlagAm 26. Januar verstarb im Alter von 80 Jahren Annemarie Schimmel, eine der bekanntesten Orientalistinnen und Islamwissenschaftlerinnen unserer Zeit. Schon als Teenager fühlte sie sich zum Islam hingezogen. Mit 15 Jahren beherrschte sie die arabische Sprache, mit 19 promovierte sie in Islamwissenschaften - mitten im Zweiten Weltkrieg. 1946 habilitierte sie sich an der Universität München. 1954 ging sie als Professorin für Religionsgeschichte an die Islamisch-Theologische Fakultät der Universität Ankara. 1961 erhielt sie eine Professur in Bonn, von 1967 an war sie außerdem Dozentin für indo-muslimische Kultur an der Harvard-Universität in den USA.Sie wurde mit zahlreichen Preisen, Ehrendoktortiteln und im Jahre 1995 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geehrt. In einem Fernsehinterview zur Verleihung des Friedenspreises hatte sie über den Schriftsteller Salman Rushdie gesagt, dass sein Roman "Die satanischen Verse" die Moslems "auf sehr üble Art" verletzt habe. Gegner und Befürworter von Annemarie Schimmel lieferten sich auf diese Aussage hin eine monatelang andauernde Debatte.Der Orient und seine Sprachen, der Islam und seine Mystik waren für Annemarie Schimmel niemals einfach nur Forschungsobjekte. Alles Orientalische betrachtete sie als Teil ihres Lebens. Nicht zuletzt aufgrund dieser Hingabe wurde sie zur herausragenden Vermittlerin zwischen Orient und Okzident. Dies schilderte sie in ihrer warmherzigen, witzigen und poetischen Autobiografie (erschienen im C.H. Beck Verlag), die wir drei Mal verlosen. Darin schrieb sie von den Schwierigkeiten und Hindernissen - aber auch von den Freuden und Genüssen eines west-östlichen Lebens.Verlosung:
Gemeinsam mit dem C.H. Beck-Verlag verlost ZEIT-Online drei Exemplare dieses Buchs. Senden Sie uns bis zum 13. Februar, 12 Uhr mittags, eine eMail, bitte mit Namen und Adresse, an kulturbrief@zeit.de . Stichwort: Orient
Die Gewinner werden unter allen Einsendern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. mehr Infos zum Buch, Leseprobe: rsw.beck.de
online bestellen