1.8. bis 21.9.2003: "Gunter Sachs - Retrospektive"
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Über 100 Exponate zeigen das fotografische Werk von Gunter Sachs von den frühen siebziger Jahren bis heute. Zu den Fotos gesellen sich Objekte wie der von Gunter Sachs gestaltete Mantel des Boxers Henry Maske für dessen letzten WM-Kampf oder Porträts von Claudia Schiffer auf großformatigen Tüchern. Workshop-Fotos aus privaten Archiven zeigen Gunter Sachs bei der Arbeit und sind zugleich Dokumente seines extravaganten Lebensstils.
Ein besonderer Höhepunkt ist eine Raum-Installation, die die legendäre "Pop-Wohnung" (1969) aus dem Turm des Palace Hotels in St. Moritz zeigt. Für deren Gestaltung konnte Gunter Sachs bedeutende Künstler jener Zeit wie Tom Wesselman, Andy Warhol, Lucio Fontana, Roy Lichtenstein, Hernandez Arman, César oder Allan Jones gewinnen. Lichtenstein nahm sich das Badezimmer vor, Warhol die Küche, Allan Jones die Möbel. 1991 wurden sämtliche Unikate in Kisten verpackt und eingelagert. In der Ausstellung werden nun Teile dieses "lebenden" Museums wieder aufgebaut.
www.mkg-hamburg.de
Claudia Schiffer als Isadora Duncan© Gunter Sachs

2.8. bis 16.8.2003: "Wasserwege"
Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
An sieben verschiedenen Orten Aachens werden Videos, Fotografien, Skulpturen und weitere Ausstellungsideen mit dem Thema "Wasserwege" gezeigt. Verantwortlich für diese sommerliche Kunstaktion ist die Künstler- und Designergruppe Sub-Art der Fachhochschule Aachen. Dabei handelt es sich um experimentelle und interdisziplinäre Kunst, inspiriert durch die "Welt unter Wasser". Ivo Dekovic, Dekan der Fachhochschule Aachen, und seine Studenten erstellten bei Workshops in Kroatien Filme, Performances, Skulpturen und ganze Ausstellungen unter Wasser.
Sub-Art wird sich in Geschäften und Schaufenstern in der Stadt Aachen präsentieren. Der Aachener "Wasserweg" führt vom 8. bis 10. August bis zur Schwimmhalle West, wo am 10. August ab 21 Uhr ein Spektakel mit Tänzern, Musikern, Turmspringern und Video statt findet.
www.aachen.heimat.de

3.8. bis 19.10.2003: "Edvard Munch und Lübeck"
Museum Behnhaus/Drägerhaus, Lübeck
Der Lübecker Augenarzt Dr. Max Linde lud Edvard Munch im Jahre 1902 nach Lübeck ein und gab ihm Aufträge, die den Ruhm Munchs in Europa begründeten. In Lübeck entstand die "Linde-Mappe", ein Hauptwerk der grafischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Munch porträtierte in 16 Blättern die Mitglieder der Familie, die Villa, den herrlichen Park und auch die Kunstwerke seines Auftraggebers. Das Gemälde gehört heute zu den Schätzen der Sammlung des Museums Behnhaus/Drägerhaus. 1904 schuf Munch zwei lebensgroße Bildnisse des Hausherrn, mit denen er die Serie der Figurenbilder in der Nachfolge von Velásquez fortsetzte. Ein anderer Auftrag seines Mäzens, inzwischen ein enger Freund, nahm allerdings kein glückliches Ende: Ein Fries für das Kinderzimmer wurde abgelehnt, da die erotischen Motive nicht geeignet erschienen. Die Unstimmigkeiten wurden noch verstärkt, als Munch es vorzog, den Heiligabend nicht mit der Familie Linde zu verbringen, sondern im Bordell. Aber auch daraus ist ein Kunstwerk entstanden: "Weihnachten im Bordell".
1925 wurde im Museum Behnhaus ein "Munch-Raum" eingerichtet; eine Pioniertat in Deutschland, denn noch galt Munch als umstrittener Künstler. Bei seinem letzten Aufenthalt in Lübeck 1926 besuchte Munch "seinen" Raum; 1932 schenkte er dem Museum das Gemälde "Travemünde". Die Ausstellung umfasst 20 Ölgemälde und 40 grafische Arbeiten, die in Lübeck entstanden oder direkt mit Munchs Beziehung zur Stadt verbunden sind, darunter Werke, die noch nie gezeigt wurden. Historische Fotografien der Stadt und der Familie Linde, teilweise von Munch selbst aufgenommen, ergänzen die Ausstellung.
www.luebeck.de/kultur_bildung/museen

4.8. bis 30.9.2003: "Fetzen aus meinem Leben. O. E. Hasse zum 100. Geburtstag"
Akademie der Künste, Berlin
O. E. Hasse, dessen Geburtstag sich am 11. Juli zum 100. Mal jährte, war ein deutscher Filmstar von internationaler Bekanntheit. Erfolgreiche internationale Produktionen waren z. B. Anatole Litvaks "Decision Before Dawn" (1950), Alfred Hitchcocks "I Confess" (1952/53), Gottfried Reinhardts "Betrayed" (1954) und "Der unsichtbare Aufstand" (1972) von Costa Gavras. Er arbeitete auch als Synchronsprecher und lieh seine markante Stimme Spencer Tracy, Charles Laughton und Humphrey Bogart. Neben dem Film war er an Berliner und Münchner Bühnen engagiert, spielte in Inszenierungen von Otto Falckenberg, Karl Heinz Stroux und Hans Schweikart und führte selbst Regie.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Schaffen des Akademiemitglieds O. E. Hasse, der vor 25 Jahren starb.
www.adk.de