16.8. bis 2.11.2003: "Ilja Repin. Auf der Suche nach Russland"
Alte Nationalgalerie Berlin
Der Maler Ilja Repin (1844-1930), dem die Alte Nationalgalerie die erste große Werkschau in Deutschland widmet, gilt als Schlüsselfigur des gesamten 19. Jahrhunderts in Russland. Fast 100 Exponate zeigen seine stilistische Entwicklung, angefangen beim Realismus, über die großformatigen Historienbilder bis hin zu religiösen und politischen Inhalten des Spätwerks.
In seinen Werken greift Repin die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Russlands zwischen 1860 und der Zeit der Revolutionen von 1905 und 1917 auf: Die Wolga-Impressionen, die Porträts berühmter Zeitgenossen wie Mussorgski, Rubinstein, Lew Tolstoi und Maxim Gorki, die Gemaelde von Iwan dem Schrecklichen bis hin zu den letzten Zaren.
www.smb.spk-berlin.de/ang/

16.8. bis 9.11.2003: "Aldo Rossi. Die Suche nach dem Glück"
Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt/ Main
Zum Bestand des Deutschen Architektur Museums gehört eine Vielzahl an Plänen, Zeichnungen und Modellen des Architekten Aldo Rossi, die nun zum ersten Mal in einer eigenen Ausstellung gezeigt werden. Die Dokumente stammen aus den Jahren 1965 bis 1986 und stellen ausschließlich Projekte in Italien dar - Ausnahmen sind seine Wohn- und Geschäftshäuser an der Wilhelmstraße in Berlin für die Internationale Bauausstellung 1981. Neben Zeichnungen und Modellen sind zwei Skizzenbücher zu sehen, die Entwurfsprozesse aus nächster Nähe zeigen und gleichzeitig über einen großen grafischen Reiz verfügen.
Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit teilweise sehr persönlichen Erinnerungen, die Rossi auch als Lehrer, Kollegen, Architekturtheoretiker, Zeichner und Designer präsentieren. Die Beiträge stammen u.a. von Alberto Alessi, Gianni Brughieri, Toyota Horiguchi, Lionello Puppi, Massimo Scheurer und Robert Venturi. Dieser Katalog erscheint im Prestel Verlag (broschierte Ausgabe im Museum 29 Euro, gebundene Ausgabe im Buchhandel 49,95 Euro).
www.dam-online.de

17.8. bis 12.10.2003: "Faszination Buddha"
Bucerius Kunst Forum, Hamburg
Seit der Antike bestehen einflussreiche Verbindungen zwischen China und Europa. Insbesondere über die Seidenstraße gingen künstlerische und kulturelle Impulse von Westen nach Osten - und umgekehrt. Neben der etwa 2000 km langen Wegstrecke zwischen Afghanistan, Pakistan, Indien und Xinjiang sind Werke buddhistischer Kunst des 1. bis 8. Jahrhunderts nach Christus thematische Schwerpunkte der Ausstellung. Ein Großteil der Objekte stammen aus dem Museum fuer Indische Kunst, Berlin.
www.buceriuskunstforum.de

17.8. bis 16.11.2003: "Das Buch als Kunstwerk. Die Cranach Presse des Harry Graf Kessler"
Neues Museum Weimar
Harry Graf Kessler gründete 1913 in Weimar die Cranach Presse. An Werken der Cranach Presse wie Vergils "Eclogen", Shakespeares "Hamlet" oder dem "Hohelied Salomo" müssen sich heute noch Bücher messen lassen. Gemeinsam ist allen Arbeiten aus Kesslers Druckwerkstatt die Verwendung ausschließlich für sie angefertigter Druckschriften, Holzschnitt-Illustrationen und Papiere. Für die Gestaltung gewann Kessler führende englische Buchkünstler wie Johnston, Gill und Cockerell, den Architekten Henry van den Velde und den Bildhauer Aristide Maillol.
Rund 70 Exponate - von Kesslers "Notizen über Mexiko" bis hin zu Probedrucken für geplante Bücher - veranschaulichen in dieser Ausstellung ein Kapitel der europäischen Buchkunstgeschichte.
www.kunstsammlungen-weimar.de

17.8. bis 2.11.2003: "David Nash. Holzskulpturen"
Gerhard Marcks Haus, Bremen
Der in Wales lebende Bildhauer David Nash (geboren 1945) prägte wie kaum ein anderer die Bildhauerkunst Großbritanniens und zählt inzwischen zu den Klassikern der zeitgenössischen Skulptur. Durch die Ausstellung "British Art Now" im New Yorker Guggenheim Museum (1980) wurde er international bekannt. Zahlreiche Einzelausstellungen in Europa, den USA und Ostasien sowie Beteiligungen bei wichtigen Gruppen- und Themenausstellungen folgten.
Der von Nash favorisierte Baustoff ist Holz in allen seinen Erscheinungsformen - schon verwendet, abgelagert, frisch geschlagen oder im Wachsen begriffen. Die Ausstellung im Gerhard-Marcks-Haus zeigt eine repräsentative Auswahl seiner Werke, von den minimalistischen Anfängen in den siebziger Jahren bis zu den vielschichtigen Arbeiten der letzten Jahre. Themen sind Natur und Wachstum, aber auch Tod und Zerstörung.
www.marcks.de

21.8. bis 15.12.2003: "Imbissbuden - Essen ohne Grenzen"
Freilichtmuseum Domäne Dahlem, Berlin
Die Imbissbude hat in Berlin eine lange Tradition: Vor etwa 200 Jahren machte die "Spandauer Zimtbrezel" den Anfang, vor 80 Jahren folgte die Bockwurst, vor 50 Jahre begann die - in Berlin erfundene - Currywurst ihren Siegeszug. Heute gibt es ca. zweitausend Buden, deren Angebot, neben Altbewährtem, von Pizza über Cevapcici und Döner-Kebab, Chinapfanne und Falafel bis hin zum Sushi reicht.
Fotos, Videos, Malerei, Visuals, Toninstallationen, Lichteffekte und Geruchserlebnisse, inszeniert durch den Fachbereich "Geruchsdesign" der Hochschule "Burg Giebichenstein" aus Halle, zeigen die architektonische, kulinarische und soziologische Wirkung dieser "Urbanen Anarchisten" auf ihr Umfeld. Videosequenzen zum Kundenverhalten und zum handwerklichen Geschick von Imbissbudenbesitzern, dokumentarische und experimentelle Toncollagen und eine webcam-Installation vermitteln ein authentisches Flair.
Zur Ausstellung erscheint im Jonas Verlag Marburg die von Jon von Wetzlar herausgegebene Publikation "Urbane Anarchisten - Die Kultur der Imbissbude" mit ca. 128 Seiten und ca. 100 Abbildungen zum Preis von 15,- €.
www.domaene-dahlem.de Patricia Waller: Hamburger, Pommes und Hot Dog (Hamburger: Wolle, Styropor; Häkelarbeit 1998 / Pommes: Wolle, Holz; Häkelarbeit, 1998 / Hot Dog: Wolle, Watte, Styropor; Häkelarbeit 2003), Besitz der Künstlerin