22.8.2003 bis 11.1.2004: "Roy Lichtenstein"
Louisiana Museum, Humlebaek
Der Maler, Grafiker und Bildhauer Roy Lichtenstein (1923-1997) war einer der Hauptvertreter der amerikanischen Pop-art. Er verwandelte klassische Themen wie die Liebe und den Krieg in Bildergeschichten, war jedoch viel mehr als ein Comic-Zeichner, der seine Ideen mittels kleiner Punkte auf die Leinwand tupfte. Der breiteren Masse wurde Lichtenstein durch die Präsentation seiner Arbeiten im Rahmen der Biennale in Venedig im Jahr 1966 bekannt. 1969 folgte eine international beachtete Retrospektive seiner Werke im Solomon Guggenheim Museum in New York.
Diese erste umfassende Ausstellung Roy Lichtensteins in einem skandinavischen Land umfasst mehr als 50 Gemälde und viele Zeichnungen von 1961 bis 1996.
www.louisiana.dk/english/

22.8. bis 26.10.2003: "Meret Oppenheim zum 90sten"
Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Meret Oppenheim war eine der ungewöhnlichsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Ihr "Déjeuner en fourure" von 1936, eine mit Pelz überzogene Tasse, wurde zum Symbol des Surrealismus und sofort bei der ersten Ausstellung in der Pariser Galerie Cahiers d'Art für das Museum of Modern Art in New York angekauft. Neben Zeichnungen, Bildern, Objekten und Collagen entwarf sie Möbel, Kleider und Schmuck und schrieb Gedichte. Die Ausstellung zum 90. Geburtstag der Künstlerin gibt einen Überblick über ihr Werk.
www.mkg-hamburg.de Meret Oppenheim, Entwurf für Tisch, 1938

22.8. bis 26.10.2003: "Anton Corbijn. Everybody hurts"
Kestner Gesellschaft, Hannover
Anton Corbijn, geboren 1955 im holländischen Strijen, ist ein Fotograf, der - im Grenzbereich zwischen angewandter und künstlerischer Fotografie - die Welt des Glamour und des Scheins abbildet. Namhafte Musiker, Künstler, Schauspieler, Literaten und Stars unserer Zeit standen bereits vor seinem Objektiv. Er bildete sie mal in heldenhaften Posen ab, zeigte sie aber auch als verletzbare Wesen.
Zu Beginn der 70er Jahre kam Corbijn über die Liebe zur Musik zur Fotografie. Um sich den Stars zu nähern, fotografierte er sie; anfangs noch mit der vom Vater geliehenen Nikon. Über den Erfolg seiner Aufnahmen und durch die Freundschaft mit Musikern wie Bono von U2 oder Michael Stipe von R.E.M. konnte er seine autodidaktisch erworbenen Fotografie-Kenntnisse erweitern.
Es erscheint ein Katalog im Schirmer/Mosel Verlag (Preis in der Ausstellung: 20 Euro)
www.kestner.org

23.8. bis 30.11.2003: "Stadt Land Fluss. Die flämische Landschaft 1520-1700"
Villa Hügel, Essen
Gebirge und bizarre Felsen, geheimnisvolle Wälder und weite Flusstäler - die alten Meister beschrieben malend Berge und Bäume, Wiesengründe oder ferne Gestade. Sie gingen auf Wanderschaft, charakterisierten und porträtieren die Landschaften. Doch nur selten gaben sie einfach nur wieder; vielmehr schufen sie eine eigene kleine Welt im Bilderrahmen.
Um die Mitte des 16. Jahrhunderts entwickelte sich die Landschaftsdarstellung zu einer neuartigen Bildgattung, die bereits in ihrer Entstehungszeit als Spezialität der niederländischen Malerei galt und in ganz Europa eine hohe Wertschätzung erfuhr. Zu ihren bedeutendsten Vertretern gehörten Pieter Bruegel d.Ä. und Peter Paul Rubens.
Die Kulturstiftung Ruhr zeigt mehr als 100 der bedeutendsten flämischen Landschaftsbilder des 16. und 17. Jahrhunderts.
www.flaemische-landschaft.de
www.villahuegel.de

23.8. bis 5.10.2003: "Backjumps. The Live Issue"
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin
Zeitgenössische Entwicklungen von Street Art und deren Schnittstellen mit Aerosol-Kultur und Hip Hop. Ziel der Veranstaltung ist, der jungen Szene zu zeigen, in welchen Variationen Street Art international gedacht, gelebt und weiter entwickelt wird. Damit wird eine Kultur in den Mittelpunkt gestellt, die sich in den letzten 30 Jahren jenseits der traditionellen Kunstdiskussionen und des Kunstmarkts aufgebaut hat, ausgehend vom Künstlernetzwerk, das seit 1994 von Adrian Nabi und dem von ihm gegründeten Backjump Magazin entwickelt wird.
Eingeladen sind über 40 Künstlerinnen und Künstler aus Sao Paulo, New York, Los Angeles, Paris, London, Amsterdam, Rotterdam, Kopenhagen, Stockholm und Berlin.
www.kunstamtkreuzberg.de

24.8. bis 2.11.2003: "Die Geburt der Nanas. Die Kunst der Niki de Saint Phalle in den 1960er Jahren"
Sprengelmuseum Hannover
Wie verwandelte sich die Künstlerin von der buchstäblich Bilder und Tabus zerschießenden "Diana vom Montparnasse" in die Erschafferin der berühmten Nanas? 120 Gemälde, Collagen, Assemblagen, Skulpturen, Modelle, Zeichnungen und großformatige Lithografien, darunter Folgen wie "Nana Power", "The tree" und "My Love"; zeigen diesen Weg auf.
Gleichzeitig diskutieren Anna Jermolaewa, Chantal Michel, Pipilotti Rist, Lara Schnitger und Lily van der Stokker in speziell für das Museum entstandenen Arbeiten, ob und wie sich die Positionen von Niki de Saint Phalle in der zeitgenössischen Kunst wiederfinden (siehe nächster Ausstellungs-Tipp "Nice and Easy").
www.sprengel-museum.de