26.9. bis 23.11.2003: "Lee Friedlander. At Work"
SK Stiftung Kultur, Köln
Der amerikanische Fotograf Lee Friedlander beobachtet seit den 1960er Jahren die ihn umgebende Welt mit der Kamera. In seinen Schwarzweißfotografien gibt er gewohnte Seherfahrungen wieder, die er in neue, unerwartete Szenen verändert.
Zu seinem umfangreichen Schaffen, zum Beispiel die "Self Portraits" (1970 und 2000), "American Monuments" (1976) und "American Musicians" (1998), gehört auch die Auseinandersetzung mit der Industrie. Friedlander fotografierte Fabriken, Büros und Telemarketing-Unternehmen, teils im Auftrag von Museumskuratoren und Zeitschriften, teils im Auftrag der Unternehmen selbst.
Die Ausstellung vereint 107 Motive aus diesem Werkbereich. Weitere Station der Schau ist unter anderem das "Huis Marseille" (Amsterdam); ab Herbst 2004 ist sie in den Vereinigten Staaten zu sehen.
www.sk-kultur.de

27.9.2003 bis 4.1.2004: "Auto-Nom. Das Automobil in der zeitgenössischen Kunst"
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Düsseldorf
Eine neuartige Sicht auf das Automobil in der modernen und zeitgenössischen Kunst wird den Besuchern dieser Ausstellung geboten. Es geht weder um die technische Maschine noch um das Auto als Statussysmbol oder Designprodukt, sondern um das Auto als formalen und eigenständigen - "autonomen" - Gegenstand.
Das Ausstellungskonzept leitet sich her von den Theorien des Philosophen Roland Barthes, der das Auto als Objekt verstand und den "Citroen DS" (ab 1953 gebaut) zum Mythos erhob. 1963 führte er diese Gedanken von den "Mythen des Alltags" zu einer "Mythologie des Automobils" weiter aus.
Mit Werken von Andy Warhol, David Hockney, Robert Rauschenberg, Frank Stella, Jenny Holzer, Wolfgang Tilmans, Sylvie Fleury, Julian Opie, Santiago Sierra, Erwin Wuem u.a.
www.nrw-forum.de

26.9.2003 bis 29.2.2004: "Andy Warhol - The Time Capsules"
Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main
Bis zu seinem Tode im Jahre 1987 sammelte Andy Warhol in mehreren hundert Schachteln alles, was ihm persönlich wertvoll erschien. Dieser Schatz lagerte im Warhol Museum in Pittsburgh und wird nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Von den bislang rund 100 geöffneten und inventarisierten "Time Capsules" wurden 15 ausgewählt, die wiederum bis zu 250 Gegenstände enthalten.
Begleitend zur Ausstellung wird eine Auswahl der 1964 bis 1966 in Warhols "Factory" entstandenen Filme gezeigt.
Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens übernimmt das Warhol Museum in Pittsburgh im kommenden Jahr die Ausstellung.
www.mmk-frankfurt.de

27.9. bis 30.11.2003: "Mit dem Pinsel gesehen. Japanische Zeichnung und Malerei des 17. bis 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Schack"
Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Europa das Interesse für japanische Kunst. Vor allem Namen wir Hokusai (1760-1849) und Hiroshige (1797-1858) sind seitdem vielen Kunstinteressierten ein Begriff. Doch jene Künstler, die sich der Pinselzeichnung und -malerei widmeten, blieben bis heute eher unentdeckt und sollen in dieser Ausstellung präsentiert werden. So ist der Tuschpinsel das ausschließliche Werkzeug der gezeigten Zeichnungen und Malereien; als Vergleichsbeispiele dienen aber auch mehrere Holzschnitte und Holzschnittbücher.
Vorgestellt wird die Pinselmalerei in Alben, einzelnen Albumblättern und Entwürfen für Fächer. Die Pinselzeichnung erscheint in vielen Funktionen: Leichte, schnelle Motivskizzen-Köpfe, Dämonen, Kinder und Tiere finden sich ebenso wie detaillierte Entwürfe für Holzschnitte.
Dank des Kenntnisreichtums des Sammlers Gerhard Schack können in mehreren Fällen zusätzlich zu den Skizzen die Ergebnisse des Entwurfsprozesses, die ausgeführten Holzschnitte, gezeigt werden.
Parallel läuft die Ausstellung "Horst Janssen. Mit gleichsam japanischem Pinsel". Horst Janssen hat sich in seinem Schaffen immer wieder mit der japanischen Kunst auseinander gesetzt. So griff er in seinen Arbeiten Motive Hokusais auf oder nahm direkt auf Werke aus der Sammlung seines Freundes Gerhard Schack Bezug.
www.bietigheim-bissingen.de/kultur/staedt_galerie.html

27.9.2003 bis 4.1.2003: "Ernst Ludwig Kirchner - Bergleben. Die frühen Davoser Jahre 1917-1926"
Kunstmuseum Basel
Ernst Ludwig Kirchner kam 1917 zu einem Erholungsaufenthalt nach Davos und blieb bis zu seinem Tod im Jahre 1938. Von den Kriegsjahren psychisch und physisch mitgenommen, fand er in den Bergen Erholung. Auch künstlerisch erwies sich dieser Ortswechsel als äußerst ergiebig. Nervöse Pinselstriche, wie sie seine Straßenszenen Berlins prägten, wurden allmählich zu ruhigeren und kräftigeren Pinselbahnen. Neben Landschaften malte er Interieurs und eine Reihe bedeutender Selbstporträts, die von seiner neuen Bildwelt zeugen. In einer Auswahl von ca. 130 Werken, Gemälden, Arbeiten auf Papier, Skulpturen, Fotografien und Wandteppichen wird die Entwicklung Kirchners zum "Alpenmaler" deutlich.
Die Ausstellung endet mit Werken aus den Jahren 1925-26, als Kirchner erstmals wieder nach Deutschland reiste und so seine naturbezogene Lebensweise vorübergehend verließ.
www.kunstmuseumbasel.ch
Eine weitere Kirchner-Ausstellung findet ab dem 3. Oktober im Brücke-Museum in Berlin statt (siehe Ausstellungs-Tipp weiter unten)

28.9.2003 bis 5.1.2004: "Berlin-Moskau/Moskau-Berlin 1950-2000"
Martin-Gropius-Bau Berlin
Der zweite Teil der großen Ausstellung "Berlin-Moskau/Moskau Berlin" führt in die Zeit zwischen 1950 und 2000. Rund 200 Künstlerinnen und Künstler zeigen in 500 Bildern, Plastiken und Skulpturen, Video- und Filmkunstwerken sowie Installationen Gegensätze und Übereinstimmungen in Ost und West. Dabei wird weniger der kulturelle Austausch der beiden Städte und Länder als vielmehr das Verhältnis zwischen den Systemen nach dem Zweiten Weltkrieg in Bezug auf die bildende Kunst fokussiert. Die Werke sollen von ihren ursprünglichen Zuordnungen befreit werden, um einen neuen Blick zu ermöglichen. Dabei wird die Frage nach dem Verhältnis von Massenkultur und künstlerischer Einzelleistung immer wieder in den Mittelpunkt gerückt. Eine Fotochronik sowohl mit Ikonen der Zeitgeschichte als auch mit unbekanntem Material führt durch mehr als fünfzig Jahre zwischen Moskau und Berlin, Berlin und Moskau.
Ab dem 21. März 2004 wird diese Ausstellung in der Staatlichen Tretjakow Galerie in Moskau gezeigt.
www.berlin-moskau.net

28.9. bis 31.12.2003: "Palast des Wissens. Die Kunst- und Wunderkammer Zar Peters des Großen"
Museum für Regionalgeschichte und Volkskunde im Schloß Friedenstein, Gotha
Die Kunst- und Wunderkammer Zar Peters des Großen (1672-1725) birgt eine erstaunliche Sammlung von anatomischen Präparaten, wissenschaftlichen Instrumenten und kostbaren Geräten. Noch heute existiert in St. Petersburg das erste Museum Russlands im eigens dafür errichteten Gebäude an der Neva. Der russische Zar erwarb während seiner Regentschaft, was er für besonders wertvoll, kurios oder von großem Erkenntnisinteresse hielt, um das gesamte Wissen seiner Zeit zu vereinen - ganz nach dem Beispiel der Kunstkammern in Amsterdam, Wien, Dresden und Paris.
Anschließend ist die Ausstellung in Finnland und danach in New York zu sehen.
www.palast-des-wissens.de