18. Oktober: "Stuttgarter Kulturnacht"
Literaturhaus Stuttgart , Beginn 19 Uhr
Bis spät in die Nacht werden bei der Stuttgarter Kulturnacht literarische Texte vorgetragen. Den Anfang macht die KlangRaumPerformance "jede blüte Welkt" von John Cage. Der Künstler schenkte diese Bearbeitung von Hermann Hesses Stufen-Gedicht Siegfried Unseld zum 65. Geburtstag. Hartmut Andres (Sprecher) und Martin Stortz (Klavier) haben sich das Werk vorgenommen. Es folgen "Lyrische Montagen" von Edgar Harwardt und "spoken songs" der Gruppe "kopf ab". Das Tübinger Trio setzt auf das Zusammenspiel von Saxophon und Elektronischem, Texte und Stimme dazu liefert Stephan Turowski. Einen jazzig-meditativen Ausklang findet der Abend durch musikalisch begleitete Textpassagen aus dem "Wespennest" von Peter O. Chotjewitz.
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20. Oktober: "Inventur. Deutsches Lesebuch 1945-2003"
Literarisches Colloquium Berlin , Beginn 20 Uhr
In ihrem "Deutschen Lesebuch" wollen Norbert Niemann und Eberhard Rathgeb der Frage auf den Grund gehen, was von 50 Jahren deutschem Literaturbetrieb bleibt. Welche Veränderungen hat das literarische Schaffen durch die Revolte von 1968 erfahren? Welche Werke sind heute museal? Und was soll man eigentlich noch unter Gegenwartsliteratur verstehen? Das Autorenduo stellt seine Dokumentation vor und spricht mit Michael Naumann über die Auswahl der Werke.
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22. Oktober: "Lesung mit Norbert Gstrein"
Literaturhaus Salzburg , Beginn 20 Uhr
"Das Handwerk des Tötens" von Norbert Gstrein zeichnet das Bild eines vom Bürgerkrieg zerfressenen Landes und seiner Bewohner: Im Sommer 1999 wird der österreichische Journalist Christian Allmayer bei einem Hinterhalt im Kosovo getötet. Sein Studienfreund Paul beschließt, das Leben des Reporters aufzuschreiben. Dazu reist er durch die vom Krieg stark gezeichneten Gebiete Bosniens und Kroatiens.
Die Geschichte Gstreins ist angelehnt an den Tod des "Stern"-Reporters Gabriel Grüner, der 1999 im Kosovo ermordet wurde. Sein Kollege Volker Krämer und der Dolmetscher Senol Alit kamen ebenfalls ums Leben.
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23. Oktober: "Ein Abend mit Åke Edwardson"
LiteraturWERKstatt Berlin , Beginn 20 Uhr
"Mord und Jazz im Winter" - so lautet die Mischung, die dem Publikum in der LiteraturWERKstatt bei den aktuell kühlen Temperaturen einheizen soll. Boris Aljinovic, bekannt als Tatort-Kommissar, liest die Texte von Åke Edwardson und lässt sich dabei von Axel Kühn auf dem Saxophon begleiten. Edwardson selbst wird sich den Fragen der Journalistin Margarete von Schwarzkopf stellen.
Åke Edwardson hat sich mit Kriminalromanen wie "Tanz mit dem Engel" und "Die Schattenfrau" neben Liza Marklund und Henning Mankell in die oberste Liga der schwedischen Krimiautoren geschrieben. Bevor er Schriftsteller wurde, arbeitete er als Journalist, unter anderem für die Vereinten Nationen im Nahen Osten. Der Abend in der LiteraturWERKstatt hätte auch Edwardsons Protagonisten Erik Winter gefallen - der ist nämlich ausgesprochener Jazz-Fan.
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