25. Oktober: "Lantana" (Speaking in Tongues)
Deutschsprachige Erstaufführung/Premiere
Von Andrew Bovell, Inszenierung: Stephan Kimmig
Thalia Theater Hamburg , Beginn 20 Uhr
Im Verlauf des Stücks erfährt der Theaterbesucher die Geschichte eines doppelten Seitensprungs, der jedoch nur zum Teil vollzogen wird und lernt weitere Personen kennen, die nur scheinbar nicht zusammen hängen. Es geht um unbeantwortete Hilferufe, Begegnungen und geheimnisvolle Wendungen.
Der Australier Andrew Bovell ist Dramatiker und Drehbuchautor (u.a. "Strictly Ballroom"). Sein Theaterstück "Speaking in Tongues" wurde 2001 unter dem Titel "Lantana" verfilmt.
www.thalia-theater.de

25. Oktober: "Girlsnightout"
Premiere
Von Gesine Danckwart, Inszenierung: Petra Weimer
theater rampe Stuttgart , Beginn 20 Uhr
Einblicke und Ausblicke eines nächtlichen Zusammentreffens dreier junger Frauen mit ihren Wünschen, Träumen und Sehnsüchten. Gesine Danckwart liefert kleine Erzählungen, Gedankenspiele, Fragen, Antworten und Sprüche, die im Leben von 30-Jährigen eine Rolle spielen. "Man muss auch ab und zu den Kühlschrank abtauen...?", "Manchmal schäme ich mich, Leute zu mir nach Hause einzuladen, weil ich da so privat bin."
Mit "Girlsnightout" zeigt Petra Weimer, Schauspielerin, Dramaturgin und Regisseurin ihre zweite Inszenierung an der rampe.
www.theaterrampe.de

28. Oktober: "Der Mann ohne Eigenschaften"
Premiere
Von Jürgen Kaizik nach Robert Musil, Inszenierung: Thierry Bruehl
Schauspielhaus Salzburg , Elisabethbühne, Beginn 19:30 Uhr
"Der Mann ohne Eigenschaften" - eine zentrale Metapher unserer Zeit. Eine Gesellschaft ohne Orientierung, ein Leben ohne Ziel, Menschen ohne Gesicht. Die Welt taumelt zwischen Kriegstreiberei, entfesseltem Materialismus und Dekadenz im Österreich der Jahrhundertwende. Ulrich ist der "Mann ohne Eigenschaften", er entzieht sich dem leeren Getöse seiner Zeit, teilnahmslos ist er Teil von allem, was geschieht. Im Mittelpunkt der Welt sieht er nicht mehr den handelnden Menschen, sondern nichts als Leere.
www.schauspielhaus-salzburg.at

29. Oktober: "Orlando"
Premiere
Von Virginia Woolf, Inszenierung: Ulrich Hüni
Schauspiel Leipzig , Beginn 20 Uhr
Der junge Orlando malt sich Geschichten aus, erfindet Abenteuer, die er schließlich selbst erleben will. Er wird Geliebter der Königin in London, dichtet Sonette und Dramen, wird von seiner großen Liebe verlassen und reist nach Konstantinopel, wo er als Botschafter die morgenländische Welt bestaunt. Und eines Morgens wacht Orlando auf und ist eine Frau geworden. Sie flieht nach Griechenland und besteigt dort ein Schiff, das sie zurück nach London bringt. Die Zeit zieht über Orlando und die Welt hinweg, das 18. Jahrhundert mit seinem Prunk vergeht, mit dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert hält das bürgerliche Leben Einzug und die verheiratete, aber allein lebende Orlando fragt sich: "Welche ist die größere Verzückung? Die des Mannes oder die der Frau?"
Virginia Woolf bezeichnete "Orlando" als "fiktive Biografie" ihrer Freundin Vita Sackville-West, "die im Jahr 1500 beginnt und bis zum heutigen Tage führt".
www.schauspiel-leipzig.de

31. Oktober: "Der fliegende Holländer"
Premiere
Von Richard Wagner, Inszenierung: Roger Epple
Opernhaus Halle, Beginn 19:30 Uhr Abenteuerlich war die Flucht des 26-jährigen Richard Wagner von Riga nach London. Die Gläubiger im Nacken, ließ er sich 1839 zusammen mit seiner ersten Frau Minna von Schmugglern nach Pillau bringen, wo man sie auf der "Thetis" einschiffte. Im Skagerak geriet das Schiff in einen Sturm und wurde an die norwegische Küste getrieben. Wagner erinnerte sich, wie er bei Heine die Sage vom Fliegenden Holländer gelesen hatte, und auch die Seeleute erzählten voller Entsetzen von diesem Schrecken aller Meere. So trägt die Oper, die Wagner wenig später komponierte, durchaus autobiografische Züge.
www.opernhaus-halle.de

1. November: "Der Würgeengel"
Premiere
Von Karst Woudstra, Inszenierung: Thomas Ostermeier
Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin , Beginn 20 Uhr
Nach einer Opernpremiere trifft sich eine kleine, illustre Gesellschaft in einer Potsdamer Villa. Zu späterer Stunde, keiner der Gäste will Abschied nehmen, beschließt man über Nacht in der Villa zu bleiben. Einem unerklärlichen Zwang folgend, kann die Gesellschaft auch am nächsten Vormittag das Haus nicht verlassen. Stück für Stück wird die Lage unerträglicher...
www.schaubuehne.de