31.10.2003 bis 18.1.2004: "Bruce Nauman: Theaters of Experience"
Deutsche Guggenheim, Berlin
Die Arbeiten des amerikanischen Künstlers Bruce Nauman (geb. 1941) sind provokant und vielseitig; das Spektrum der von ihm verwendeten Medien reicht von der Holografie über Neonröhren bis zu Videoarbeiten. Anhand von 13 Werken untersucht diese Ausstellung Naumans Einsatz von Performance-Strategien als Mittel für eine gesteigerte Selbstwahrnehmung. In seinem Schaffen geht es nicht mehr um das traditionelle, in sich geschlossene Kunstobjekt als Ausdrucksform sondern vielmehr um eine Kunst, die reale Erfahrung ermöglicht. Nauman verwertet tägliche Routine und Gewohnheiten. So wurden zum Beispiel Tätigkeiten wie das einfache Auf- und Abgehen gefilmt und entwickelten in ihrer Dokumentation einen zunehmend inszenierten Charakter.
www.deutsche-guggenheim-berlin.de

31.10.2003 bis 31.1.2004: "Victor Vasarely. Die erste Frühlingsschwalbe in meiner Heimat"
Stiftung Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm
Victor Vasarely (1908 bis 1997) hat seiner ungarischen Heimatstadt Pécs erstmals 1968 eine Sammlung von 42 Serigrafien geschenkt. Über seine erste Ausstellung in Pécs schrieb er: "Sie ist die erste Frühlingsschwalbe in meiner Heimat, beinahe nach vierzig Jahren Absenz. Sie symbolisiert auch das Schaffen altvertrauter Kulturbeziehungen zwischen West- und Mitteleuropa."
Es folgten weitere Schenkungen, die Grundlage für das 1976 eröffnete Vasarely Museum in Pécs waren. Die Ausstellung zeigt Vasarelys wichtigste Werke aus Pécs, vor allem auch seine großformatigen Gobelins und Serigrafien.
dzm-museum.de

31.10.2003 bis 1.2.2004: "Leopold Birstinger. Gegen des Strom"
Leopold Museum, Wien
Anlässlich seines 100. Geburtstags widmet das Leopold Museum dem Maler Leopold Birstinger eine Retrospektive mit rund 100 Werken.
Birstinger begann 1926 sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Seine zunächst naturalistische Malweise veränderte sich bald unter dem Einfluss der Künstlergruppe des Neuland-Bundes, dessen Tendenzen seinem eigenen Wesen sehr entgegen kamen: Nach Verinnerlichung zu streben und ein Leben in Einheit von Religion und Natur zu führen. Ab den vierziger Jahren zeigten sich in seinen Bildern fauvistische Elemente; Farbe wurde ekstatisch eingesetzt. Im Spätwerk kam es häufig zu flächenhafter Bildkonstruktion und ornamentaler Vereinfachung. Das gesamte Werk Birstingers ist durchzogen vom unbedingten Streben nach Authentizität und einer mitunter volkstümlich bis naiv wirkenden Formensprache.
www.leopoldmuseum.org

1.11.2003 bis 1.2.2004: "Eugène Delacroix"
Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Die große Sonderausstellung zeigt Gemälden, Zeichnungen und Druckgraphiken des französischen Meisters. Die über 200 Exponate stammen aus dem Besitz öffentlicher und privater Leihgeber aus Europa und den USA.
Ein Querschnitt sämtlicher Themengattungen und Techniken bietet durch alle Schaffensphasen hindurch einen Überblick über die Entwicklung von Eugène Delacroix. Von seiner Zeichenkunst zeugen die spontanen, virtuosen Skizzen ebenso wie die arbeitsintensiveren Studien. In zarten Aquarellen porträtierte der Künstler Land und Leute. Die an Vorbildern wie Rubens geschulte Ölmalerei Delacroix' lässt sich an Meisterwerken wie dem "Marokkanischen Anführer" zu Pferde (1837) und "Junger Tiger, der mit seiner Mutter spielt" (1830) studieren. Aufgeschlossen gegenüber technischen Neuerungen, widmete sich Delacroix auch der Lithographie. Aus seiner intensiven Beschäftigung mit literarischen Stoffen entstanden die Illustrationen zu Shakespeares "Hamlet" und zu Goethes "Faust" sowie Gemälde wie "Hamlet und Horatio auf dem Friedhof" (1835) oder "Der Tod des Valentin" (1847).
www.kunsthalle-karlsruhe.de
www.delacroix.de Ein junger Tiger, der mit seiner Mutter spielt, 1830© Musée du Louvre, Paris

1.11.2003 bis 25.1.2004: "Gottfried Semper (1803-1879). Architektur und Wissenschaft"
Museum für Gestaltung, Zürich
Zu seinem 200. Geburtstag wird der berühmte Architekt Gottfried Semper mit einer Retrospektive gewürdigt. Seine umfangreiche Bautätigkeit war verbunden mit einem großen theoretischen Werk. Viele Schriften, z.B. "Stil in den technischen und tektonischen Künsten", wurden zu Leittexten der Architekturtheorie.
Die Ausstellung verschafft einen Einblick in Sempers Werk, das sich quer durch Europa zieht. Dazu gehören wegweisende Bauten wie die Semperoper und die Gemäldegalerie in Dresden, das "griechische" Stadthaus in Winterthur und das Kaiserforum in Wien. In Zürich prägt das Hauptgebäude der ETH bis heute das Stadtbild.
www.museum-gestaltung.ch

7.11.2003 bis 15.2.2004: "Partners"
Haus der Kunst, München
Der neue Direktor am Münchner Haus der Kunst, Chris Dercon, gibt seinen Einstand. Er lud die einflussreiche kanadische Sammlerin und Kuratorin Ydessa Hendeles ein, die mit "Partners" ausgewählte Werke ihrer Sammlung dem Haus der Kunst zur Verfügung stellt und Werkgruppen der Künstler Diane Arbus, Maurizio Cattelan, James Coleman, Hanne Darboven, On Kawara, Bruce Nauman, Giulio Paolini oder Jeff Wall in einen spannungsreichen Dialog setzt.
www.hausderkunst.de