7. November: Zoran Drvenkar - "Du bist zu schnell"
Literaturhaus München , Beginn 20 Uhr
Val wacht in der Psychiatrie auf und trifft dort auf die verborgene Welt der Schnellen. Dabei kommt sie deren dunklen Machenschaften auf die Spur. Das hat allerdings negative Konsequenzen - auch für Marek und Theo. Die drei erzählen abwechselnd ihre Geschichte. Es ist die Suche nach Nähe, Vertrauen und Liebe, und es geht um Bedrohung, der sie ausgesetzt sind.
Zoran Drvenkar, 1967 in Kroatien geboren, kam als Dreijähriger mit seinen Eltern nach Berlin und erhielt für sein erstes Buch "Niemand so stark wie wir" den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis.
www.literaturhaus-muenchen.de

8. und 9. November: "Open Mike"
LiteraturWerkstatt Berlin , Beginn 8.11. um 14 Uhr, 9.11. um 13 Uhr
Sie sind nicht älter als 35 Jahre, schreiben auf Deutsch und haben möglicherweise eine literarische Karriere vor sich. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz oder einem Land jenseits der deutschsprachigen Grenzen. Der Open Mike, der in diesem Jahr zum elften Mal statt findet, ist mittlerweile zum internationalen Wettbewerb avanciert.
529 Texte kamen in die Wertung, sechs Juroren haben eine Vorauswahl getroffen. Jeder der 18 Eingeladenen hat 15 Minuten Zeit, den eigenen Text zu präsentieren. Die Jury, bestehend aus Karen Duve, Ingomar von Kieseritzky und Ferdinand Schmatz wählt nach dem Lesemarathon maximal drei Preisträger aus, für die eine Prämie von insgesamt 4.800 Euro zur Verfügung steht. Darüber hinaus lädt DeutschlandRadio Berlin die Gewinner zu Lesung und Gespräch in eine Livesendung ein.
Moderation: Michael Wildenhain
www.literaturwerkstatt.org

9. November: "Das kunstseidene Mädchen"
Eröffnungsmatinee "Ein Buch für die Stadt"
Literaturhaus Köln , Schauspielhaus, Beginn 11:30 Uhr
Über sieben Jahrzehnte nach Erscheinen des Romans "Das kunstseidene Mädchen" kehren Hauptfigur Doris und ihre Autorin Irmgard Keun in die Straßen Kölns zurück - als Buch für die Stadt. Die Aktion beginnt mit einer Matinee im Schauspielhaus, in der u. a. Judith Hermann und Katja Lange- Müller aus dem Roman lesen werden und Zeitzeugen wie Irmgard Keuns Tochter Martina Keun-Geburtig und Irmgard Keuns Lektor Christoph Buchwald zu Wort kommen.
Die Aktion "Ein Buch für die Stadt" soll das Lesen fördern und die Lust auf die Literatur stärken. Jedermann ist aufgefordert, mit Anregungen und Veranstaltungen die Aktion zu befeuern.
www.stbib-koeln.de/literaturhaus

10. November: Henning Mankell - "Teabag"
Literaturhaus Hamburg , Universität, Hauptgebäude, Beginn 20 Uhr
Im Rahmen der "Nordischen Literaturtage" steht die Lesung des Autors, der abwechselnd in Schweden und in Mosambik lebt - ähnlich wie die drei Flüchtlingsmädchen, von denen Henning Mankell erzählt. Sie sind zu Fuß, auf dem Rad oder per Ruderboot nach Schweden gekommen. "Teabag" hat seinen Namen von einer seiner Hauptfiguren, einem afrikanischen Flüchtlingsmädchen ohne Papiere.
Mit der Figur Jesper Humlin hat Henning Mankell einen schwedischen Poeten mit Starallüren geschaffen, der zwischen diesen beiden Welten steht. Er soll für seinen Verleger einen Kriminalroman schreiben und nimmt das zum Anlass, die Flüchtlingsmädchen in die Kunst des Schreibens einzuweisen.
Lesung des deutschen Textes: Nicola Gründel und Andreas Leupold
www.literaturwerkstatt.org www.literaturhaus-hamburg.de

11. November: "Württembergische Landesgeschichte für Neugierige Leute" - Lesung mit Susanne Dieterich
Stadtbücherei Wilhelmspalais, Stuttgart , Max-Bense-Saal, Beginn 19:30 Uhr
Die promovierte Historikerin erzählt die Württembergische Landesgeschichte von den Kelten bis zur Landesgründung Baden-Württembergs. Die Alltagsgeschichten beleuchten vor allem das Leben der Menschen in der jeweiligen Zeit. So interessiert sich Susanne Dieterich für das Leben und Schicksal herausragender Frauen - zum Beispiel in der Zeit der Revolution 1848/49. Die Autorin berichtet auch über den württembergischen Widerstand im Dritten Reich und über große Namen wie Graf Zeppelin und Gottlieb Daimler.
Im Anschluss an die Lesung haben die Besucher die Möglichkeit, mit der Autorin zu sprechen und am "Württemberg-Quiz" teilzunehmen.
www.drw-verlag.de

13. November: "Lieber wütend als traurig - Die Lebensgeschichte der Ulrike Meinhof" - Lesung mit Alois Prinz
Der Autor beschreibt Ulrike Meinhof als gläubige Christin, engagierte Pazifistin und schließlich Terroristin, ihre Kindheit in der Zeit des Dritten Reiches und ihren Tod in Stammheim. Alois Prinz präsentiert Zeitzeugen und bisher unveröffentlichtes Material. Vielleicht lässt sich mithilfe dieser Erkenntnisse verstehen, warum aus der geistreichen Journalistin eine Täterin und Terroristin wurde.
Gasteig, München, Beginn 9 und 11 Uhr (Veranstaltung im Rahmen des Schulklassenprogramms der Münchner Bücherschau )
Weitere Termine
27.11.2003 Sinsheim , Stadthalle, Beginn 20 Uhr
29.3.2004 Darmstadt , Literaturhaus, Beginn 20 Uhr
www.beltz.de

14. November: Ulrich Greiner, Martin Hielscher und Rainer Moritz sprechen zum Abschluss der Aktionswoche "Eine Stadt liest ein Buch" über Uwe Timm und "Die Entdeckung der Currywurst"
Literaturhaus Hamburg , Beginn 20 Uhr
Der Titel der Novelle von Uwe Timm lässt Triviales vermuten und entpuppt sich als eine sehr ungewöhnliche Geschichte. Hamburg, Großneumarkt, hier betreibt Lena Brücker nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einen Imbiss und verkauft die viel gerühmte Currywurst. Kindheitserinnerungen des Ich-Erzählers lassen ihn Jahre später auf die Suche gehen nach der ehemaligen Currywurstverkäuferin. Lena Brücker lebt inzwischen in einem Altersheim und erzählt ihre Geschichte der letzten Kriegstage im April 1945.
www.literaturhaus-hamburg.de