7. November: "Der Weg nach Mekka"
Premiere
Von Athol Fugrad, Regie: Wolfgang Hagemann
Theater Zittau , Beginn 19:30 Uhr
Die 65jährige Witwe Helen lebt in einem Dorf in Südafrika. Ihre Skulpturen aus Beton, Schrott und Glitzersteinen sind ein Grund, warum die Nachbarn sich von ihr zurück ziehen. Eine enge Vertraute und Freundin ist ihr die 28jährige Elsa. Als die Kirchengemeinde die Außenseiterin Helen in einem Altersheim unterbringen will, bestärkt Elsa sie, sich nicht gegen den eigenen Willen überreden zu lassen. Helen erzählt von der Nacht nach dem Tod ihres Mannes, als ihr klar wurde, dass sie bis dahin kein eigenes Leben geführt hatte.
Eine ungewöhnliche und eindringliche Geschichte über die Suche nach dem eigenen Lebensweg jenseits gesicherter Pfade.
www.theater-zittau.de

8. November: "69 - Das Schlechte"
Uraufführung/Premiere
Von Ingo Bauersima
Düsseldorfer Schauspielhaus, Beginn 20 Uhr
"69" sind drei Stücke, drei Varianten eines Textes und drei in sich geschlossene Theaterabende über die provokative Hinterfragung gesellschaftlicher Tabus. Ein Paar nähert sich langsam an. Es entwickelt sich eine Kriminalgeschichte, die zwischen intelligenter Verführung, blankem Entsetzen und Film Noir oszilliert.
Am 8. November wird "69 – Das Schlechte" gezeigt, am 15. November folgen "69 – Das Gericht" und am 22. November "69 – Das Gute".
Igor Bauersima, 2000 von den Theaterkritikern in "Theater heute" zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt, schrieb und inszenierte für das Düsseldorfer Schauspielhaus bereits die Stücke "norway.today", "Launischer Sommer" und "Tattoo".
www.duesseldorfer-schauspielhaus.de

9. November: "Die Juden"
Von G.E. Lessing, Inszenierung: George Tabori
Berliner Ensemble, Beginn 24 Uhr
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wüteten die Nazis gegen ihre jüdischen Mitbürger.
Zum Gedenken an die "Reichskristallnacht" zeigt das Berliner Ensemble Lessings Stück "Die Juden", das zum ersten Mal in der Geschichte des Theaters die Figur eines positiv gezeichneten Juden zeigte.
Obwohl George Tabori kein Wort des Textes verändert, enthüllt das alte Lustspiel doch ein anderes Gesicht, wenn die Gegenwart den Text bis in die letzten Winkel ausleuchtet.
www.berliner-ensemble.de

9. November: "Onegin"
Ballett von John Cranko nach dem Versroman "Eugen Onegin" von A.S. Puschkin
Musik von Peter I. Tschaikowsky
Staatsoper Unter den Linden, Berlin , Beginn 18 Uhr
John Crankos Ballett "Onegin", das 1965 Premiere feierte, hat einen festen Platz im Repertoire der Ballettcompagnien in aller Welt.
Eugen Onegin, ein junger, gelangweilter Aristokrat, reist mit seinem Freund Lenski, ein Dichter, aufs Land. Dort verliebt sich die Gutsbesitzerstochter Tatjana sofort in ihn und gesteht ihm ihre Neigung in einem Brief. Onegin macht aber ihrer Schwester Olga den Hof und brüskiert damit gleichzeitig seinen Freund Lenski. Es kommt zum Duell, in dem Onegin Lenski erschießt.
Einige Jahren später begegnet Onegin der inzwischen verheirateten Tatjana wieder und verliebt sich nun seinerseits in sie. Seine Gefühle werden jedoch nicht erwidert.
www.staatsoper-berlin.org

9. November: "Lulu"
Premiere
Hamburgische Staatsoper, Beginn 18 Uhr
Alban Bergs Oper "Lulu" wird unter der musikalischen Leitung Ingo Metzmachers von Peter Konwitschny neu inszeniert.
Kaum ein Mann überlebt die Begegnung mit der verführerischen Lulu, alle werden zu Opfern ihrer eigenen sexuellen Begierden und scheiden frühzeitig aus dem Leben aus. Am Schluss der Oper fällt die schöne Lulu dem brutalen Prostituiertenmörder Jack the Ripper zum Opfer. Konwitschny entfernt sich in seiner Inszenierung jedoch von der Vorstellung, Lulu sei ein herzloses Monster, vor der die Männer Angst haben. Er will vielmehr die Entfremdung zwischen Mann und Frau in einer patriarchalischen Gesellschaft aufzeigen, in der die Frau zum Objekt des Mannes degradiert geworden ist.
www.hamburgische-staatsoper.de

15. November: "L’elisier D’amore – Der Liebestrank"
Premiere
Oper Köln , Beginn 19:30 Uhr
"Una furtiva lagrima" sieht Nemorino im Auge der Geliebten: eine "verstohlene Träne". Aber nicht nur diese eingängige Tenorarie machte Donizettis Werk zu einem der beliebtesten aus der Gattung der opera buffa, sondern auch die Lebendigkeit und Frische der übrigen Musik, deren inspirierte, trefflich charakterisierende Melodien. Dabei soll "Der Liebestrank" in nur zwei Wochen entstanden sein – was vielleicht seine enge Anlehnung an die gleichnamige komische Oper von D.F.E. Auber erklärt, die aber über Donizettis Erfolgsstück gänzlich in Vergessenheit geriet.
www.buehnenkoeln.de

16. November: "Spuk im Händelhaus"
Premiere
Tiroler Landestheater Innsbruck , Beginn 17 Uhr
Georg Friedrich Händel verstarb 1759 in seinem Wohnhaus in der Brook Street in London. Dieses Haus ist heute ein Museum mit vielen Musikinstrumenten, alten Möbeln und Bildern. Und mit einem Gespenst: Die Gräfin von Wordsworth, die Händel leidenschaftlich und unerwidert liebte, zieht heutige Museumsbesucher nach Belieben in ihren Bann. Ihr Bild erwacht zum Leben, die Gräfin nimmt Gestalt der Zauberin Alcina an – eine Figur aus Händels gleichnamiger Oper – und singt mehrere schöne und verhexte Arien. Alcinas Spuk dehnt sich auf die anderen Personen des Stücks aus, die ihren Gefühlen ebenfalls mit Arien aus der Oper Ausdruck geben.
www.landestheater.at