Gruppenspiele
12. Juni 18:00 Uhr -> Tschechien – USA (Ort: Gelsenkirchen)
17. Juni 18:00 Uhr -> Tschechien – Ghana (Ort: Köln)
22. Juni 16:00 Uhr -> Tschechien – Italien (Ort: Hamburg)

Qualifikation
Die Tschechen konnten erst über ein Play Off mit Norwegen das Ticket nach Deutschland buchen. Nach dem Ende der Gruppenphase hatte man zwar mit 35 Treffern die meisten Tore erzielt, nur Portugals Offensive war ebenso erfolgreich, aber dennoch im Verlauf der Qualifikation dreimal verloren. Zwei der Niederlagen kamen gegen den Gruppensieger Niederlande. In den beiden Play-Off-Begegnungen konnte man sich jedoch jeweils knapp mit 1:0 gegen die Norweger durchsetzen, sodass am Ende der ersten WM-Teilnahme seit 1990 nichts mehr im Wege stand.

Mannschaft/Trainer
Bis auf einige wenige Ausnahmen wird Tschechien mit derselben Mannschaft die WM bestreiten, die schon bei der Europameisterschaft bis ins Halbfinale gelangt war. Angeführt vom in die Nationalmannschaft zurückgekehrten Pavel Nedved, hat das Team, das in der FIFA-Weltrangliste auf Platz zwei geführt wird, den Anspruch formuliert, mindestens ins Halbfinale einziehen zu wollen. Das nötige Talent dazu ist in dieser eingespielten Truppe sicherlich vorhanden. Neben Pavel Nedved sorgen im Mittelfeld Tomas Rosicky und der erfahrene Karel Poborsky für die kreativen Impulse, defensiv werden sie von Kapitän Tomas Galasek unterstützt. Im Sturm werden wohl der Torschützenkönig der letzten EM, Milan Baros, und der rechtzeitig wieder genesene Angriffsriese Jan Koller auflaufen. Hinzu kommt eine erfahrene Abwehr, die vom Ex-Hamburger Tomas Ujfalusi angeführt wird, und nicht zu vergessen Chelseas bärenstarker Torwart Petr Cech. Mit diesem Aufgebot an herausragenden Spielern könnte Tschechiens Trainer Karel Bruckner eigentlich beruhigt in das Turnier gehen, dennoch plagen ihn wohl einige Sorgen. Zum einen sind einige wichtige Leistungsträger in seinem Aufgebot noch verletzt bzw. haben sich gerade erst von Verletzungen erholt, zum anderen offenbarten die Tschechen in der Qualifikation besonders in wichtigen Spielen einen Mangel an Konstanz und Konzentration.

Aussichten/Quote
Betrachtet man allein das vorhandene Talent in der tschechischen Mannschaft muss man sie wohl zu den Mitfavoriten zählen. Dieses Team vereint in sich die wohl beste Fußballergeneration, die Tschechien jemals hervorgebracht hat. Für einige der Stars, Karel Poborsky, Pavel Nedved oder Vladimir Smicer, wird diese WM aber das letzte große internationale Turnier sein, an dem sie teilnehmen werden. Das Motto für die Tschechen lautet daher wohl „Jetzt oder Nie“. Ohne Zweifel ist diese Mannschaft in der Lage, technisch brillanten Fußball zu spielen und so gut wie jeden Gegner im Turnier zu bezwingen. Die Frage wird aber sein, ob sie auch die nötige Konstanz und körperliche Fitness besitzt, um über den Zeitraum von vier Wochen ihr Leistungspotenzial abzurufen. Sollte dies gelingen, können sie ihr Ziel, das Halbfinale, durchaus erreichen.

Fazit: Mitfavorit, wenn alle gesund bleiben –kommen mindestens ins Viertelfinale
Quote: 25:1

Zitat
Karel Bruckner, Nationaltrainer:
„Ich glaube, diese Mannschaft wird ihren Höhepunkt zur rechten Zeit erleben, bei der Weltmeisterschaft. Diese Mannschaft hat ihren eigenen Charakter, ihr eigenes Gesicht.“

Kader

Tor:
Jaromir Blazek (Sparta Prag)
Petr Cech (FC Chelsea)
Antonin Kinsky (Saturn Ramenskoye)

Abwehr:
Zdenek Grygera (Ajax Amsterdam)
Marek Jankulovski (AC Mailand)
Martin Jiranek (Spartak Moskau)
Radoslav Kovac (Spartak Moskau)
Pavel Mares (Zenit St Petersburg)
David Rozehnal (Paris St Germain)
Tomas Ujfalusi (Fiorentina)

Mittelfeld:
Tomas Galasek (Ajax Amsterdam)
David Jarolim (Hamburger SV)
Pavel Nedved (Juventus Turin)
Jaroslav Plasil (AS Monaco)
Karel Poborsky (Ceske Budejovice)
Jan Polak (1.FC Nürnberg)
Tomas Rosicky (Borussia Dortmund)
Vladimir Smicer (Girondins Bordeaux)

Sturm:
Milan Baros (Aston Villa)
Marek Heinz (Galatasaray)
Jan Koller (Borussia Dortmund)
Vratislav Lokvenc (Red Bull Salzburg)
Jiri Stajner (Hanover 96)