Gruppenspiele
13. Juni 18:00 Uhr -> Schweiz – Frankreich (Ort: Stuttgart)
19. Juni 15:00 Uhr -> Schweiz – Togo (Ort: Dortmund)
23. Juni 21:00 Uhr -> Schweiz – Südkorea (Ort: Hannover)

Qualifikation
Die Schweiz qualifizierte sich erst über die Relegation für das WM Turnier. In zwei Spielen gegen die Türkei, die vor allem wegen der sie begleitenden Ausschreitungen von Fans und Spielern in Erinnerung bleiben werden, konnten sich die Eidgenossen letztendlich über die Auswärtstorregel durchsetzen. Nach der Gruppenphase lag die Schweiz hinter den Franzosen auf Rang zwei ihrer Gruppe. Bemerkenswert: Die Qualifikation wurde ohne Niederlage (4 Siege, 6 Unentschieden) überstanden.

Mannschaft/Trainer
Ähnlich wie in der deutschen Mannschaft setzt man bei den Schweizern ganz auf die Jugend. Viele der Spieler, die während der WM-Qualifikation zum Einsatz kamen, sind unter 24 Jahren alt. Damit dürfte Torwart Pascal Zuberbühler (FC Basel) mit seinen 35 Jahren wohl die Rolle des Herbergsvaters im WM Quartier der Schweizer zufallen. Trotz der relativen Jugend der Mannschaft verfügen die meisten Spieler bereits über einige internationale Erfahrung. Der überwiegende Teil der Mannschaft verdient sein Geld außerhalb der Schweiz. So zum Beispiel Philip Senderos: Der 20-jährige Abwehrspieler des FC Arsenal London trug mit seinen Toren in den Relegationsspielen gegen die Türkei maßgeblich zur WM-Qualifikation der Schweizer bei. Viel wird auch vom 21-jährigen Tranquilo Barnetta erwartet. Der Leverkusener wird gemeinsam mit seinen Bundesligakollegen Raphael Wicky (HSV) und Ricardo Cabanas vom FC Köln sowie Johann Vogel, der derzeit beim AC Mailand auf der Bank sitzt, das Mittelfeld bilden. Im Sturm gesetzt ist Alexander Frei vom französischen Erstligisten Stade Rennes, an dem Borussia Dortmund seit geraumer Zeit Interesse zeigt.

Aussichten/Quote
Die Schweiz ist bereits zum achten Mal für eine WM Endrunde qualifiziert. Dreimal schaffte es die Schweizer "Nati" bis ins Viertelfinale, 1934, 1938 und 1954. Bei der letzten WM-Teilnahme der Schweiz, 1994 in den USA, wurde das Achtelfinale erreicht. Damals unterlag man der spanischen Mannschaft mit 0:3. In Hinblick auf die Europameisterschaft 2008, die von Österreich und der Schweiz gemeinsam ausgerichtet wird, hat der Schweizer Verband vor einigen Jahren ein gut funktionierendes Nachwuchsförderungs-Programm ins Leben gerufen. Ein erster Erfolg konnte mit dem überraschenden Sieg bei der U17- EM 2002 erzielt werden. Die WM in Deutschland kommt für die äußerst junge Schweizer Mannschaft noch ein wenig zu früh. Trotzdem hat die "Nati" eine reelle Chance, das Achtelfinale zu erreichen.

Fazit: Aus im Achtelfinale
Quote: 80:1

Zitat
Jakob Kuhn, Nationaltrainer:
"Jede Mannschaft, die hier ist, verdient vollen Respekt. Auch wir. Meine jungen Spieler sind sehr zuversichtlich. Unser Ziel wird es sein, bei der Weltmeisterschaft auf hohem Niveau zu spielen."

Kader

Tor:
Diego Benaglio (CD Nacional)
Fabio Coltorti (Grasshoppers Zürich)
Pascal Zuberbuehler (FC Basel)

Abwehr:
Valon Behrami (Lazio Rom)
Philipp Degen (Borussia Dortmund)
Johan Djourou (Arsenal FC)
Stephane Grichting (AJ Auxerre)
Ludovic Magnin (VfB Stuttgart)
Patrick Mueller (Olympique Lyon)
Philippe Senderos (Arsenal FC)
Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt)

Mittelfeld:
Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen)
Ricardo Cabanas (1. FC Köln)
David Degen (FC Basle)
Blerim Dzemaili (FC Zürich)
Daniel Gygax (OSC Lille)
Xavier Margairaz (FC Zürich)
Johann Vogel (AC Mailand)
Raphael Wicky (Hamburger SV)

Sturm:
Alex Frei (Stade Rennes)
Mauro Lustrinelli (Sparta Prag)
Marco Streller (1. FC Köln)
Johan Vonlanthen (NAC Breda)