Gruppenspiele
14. Juni 18:00 Uhr -> Saudi-Arabien – Tunesien (Ort: München)
19. Juni 18:00 Uhr -> Saudi-Arabien – Ukraine (Ort: Hamburg)
23. Juni 16:00 Uhr -> Saudi-Arabien – Spanien (Ort: Kaiserslautern)

Qualifikation
Mit vier Siegen, zwei Unentschieden und keiner einzigen Niederlage sicherten sich die Wüstensöhne die WM-Teilnahme in überzeugender Manier als Gruppenerster vor Südkorea. Beeindruckend dabei besonders die Abwehrleistung: In sechs Spielen ließen die „Saudis“ nur einen Gegentreffer zu.

Mannschaft/Trainer
Die Stärke des Teams von der arabischen Halbinsel liegt zweifelsohne in der Defensive, was auch durch die Resultate aus der Qualifikation belegt wird. Im Tor steht mit Mabrouk Zayed einer der besten Torhüter Asiens. Für seine Unterstützung sorgt eine gut strukturierte Abwehr, die vom starken Innenverteidiger Hamad Al Montashari angeführt wird. Im Sturm der Falken, so die Übersetzung des Spitznamen der saudi-arabischen Mannschaft, soll Rekordnationalspieler Sami Al Jaber, der auch die Kapitänsbinde trägt, für Torgefahr sorgen. Der mittlerweile 34-Jährige spielt bereits sein halbes Leben für die Nationalmannschaft und hat alle vier bisherigen WM-Teilnahmen Saudi-Arabiens mitgemacht. Obwohl der argentinische Trainer Gabriel Calderon maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Qualifikation der „Saudis“ trug, wurde er nach der Qualifikation durch den Brasilianer Marcos Paqueta ersetzt, der sich selbst lieber als eine Art „Erzieher“ denn als Trainer versteht.

Aussichten/Quote
Bei ihrer vierten WM-Teilnahme in Folge ist das primäre Ziel der Falken, das desaströse Auftreten bei der WM 2002 vergessen zu machen. Damals erlitt man eine 0:8-Auftaktschlappe gegen den späteren Finalteilnehmer Deutschland. Ein Ergebnis, von dem sich die Mannschaft Saudi-Arabiens nicht mehr erholte, ohne einen Punkt geholt zu haben, war das Turnier für die „Saudis“ nach der Vorrunde beendet. Auch wenn dieses Mal die deutschen als Gruppengegner vermieden werden konnten, dürfte es für Saudi-Arabien schwierig werden, die Vorrunde zu erreichen. Hauptproblem des Teams bleibt die mangelnde internationale Erfahrung. Kapitän Sami Al Jaber, der für eine kurze Zeit beim englischen Verein Wolverhampton Wolves spielte, ist der einzige saudi-arabische Spieler im derzeitigen Aufgebot, der Erfahrungen im europäischen Vereinsfußball hat.

Fazit: Vorrundenaus
Quote: 750:1

Zitat
Peter Velappan, Vorsitzender des Asiatischen Fußballverbandes:
„Wir sind sehr froh darüber, dass sich die vier besten Teams aus Asien qualifiziert haben. Allerdings ist die Qualifikation auch der leichteste Teil im Verlaufe einer Weltmeisterschaft.“

Kader

Tor:
Mohammad Al-Deayea (Al-Hilal)
Mabrouk Zayed (Al-Ittihad)
Mohammad Khouja (Al-Shabab)

Abwehr:
Ahmad Al-Doukhi (Al-Ittihad)
Redha Takar (Al-Ittihad)
Hamad Al-Montashari (Al-Ittihad)
Ahmad Al-Bahri (Al-Ittifak)
Mohammad Masaad (Al-Ahli)
Nayef Al-Kadhi (Al-Ahli)
Hussein Abdul Ghani (Al-Ahli)
Abdul Aziz Al-Khathran (Al-Hilal)

Mittelfeld:
Saoud Kariri (Al-Ittihad)
Mohammad Nour (Al-Ittihad)
Mohammad Amin (Al-Ittihad)
Khaled Aziz (Al-Hilal)
Omar Al-Ghamdi (Al-Hilal)
Nawaf Al-Temyat (Al-Hilal)
Mohammad Al-Shalhoub (Al-Hilal)

Sturm:
Sami Al-Jaber (Al-Hilal)
Yasser Al-Qahtani (Al-Hilal)
Mohammad Al-Anbar (Al-Hilal)
Saad al-Harthi (Al-Nasr)
Malek Maath (Al-Ahli)