Gruppenspiele
14. Juni 15:00 Uhr -> Tunesien – Saudi-Arabien (Ort: München)
19. Juni 21:00 Uhr -> Tunesien – Spanien (Ort: Stuttgart)
23. Juni 16:00 Uhr -> Tunesien – Ukraine (Ort: Berlin)

Qualifikation
Denkbar knapp sicherte sich das Team Tunesiens die Teilnahme an der WM als Gruppensieger vor der Mannschaft Marokkos. Dabei kam es in der letzten Begegnung der Gruppe zu einem echten Endspiel zwischen den nordafrikanischen Erzrivalen. Die Tunesier, die zum Weiterkommen ein Unentschieden benötigten, lagen bereits mit 2:1 hinten, bevor Adel Chadli doch noch der alles entscheidende Treffer zum Ausgleich gelang.

Mannschaft/Trainer
Die Mannschaft Tunesiens verfügt über keinen echten Star. Der international bekannteste Spieler des Landes ist Verteidiger Hatem Trabelsi von Ajax Amsterdam. Dennoch hat es Tunesiens Trainer Roger Lemerre, der zuvor die französische Nationalmannschaft betreute, verstanden, aus den zur Verfügung stehenden Spielern eine gut funktionierende Einheit zu formen, die auf dem afrikanischen Kontinent zu den stärksten und konstantesten Teams der vergangenen Jahre zählt. Im Mittelfeld stehen ihm neben Kapitän Riadh Bouazizi mit Adel Chedli und Jawhar Menari vom 1. FC Nürnberg auch zwei Bundesliga-Profis zur Verfügung. Mit nur zwei echten Stürmern, dem eingebürgerten Brasilianer Francileudo Santos und Ziad Jaziri ist der Angriff jedoch etwas dünn besetzt.

Aussichten/Quote
Die Tunesier sind die einzige afrikanische Mannschaft, die auch an der letzten Weltmeisterschaft teilgenommen hat. Damals konnten sie die hohen Erwartungen nicht erfüllen. In einer vergleichsweise einfachen Gruppe mit Gastgeber Japan, Belgien und Russland landete man damals auf dem letzten Platz. Auch in ihrer diesjährigen Gruppe scheint alles möglich, die Spanier und Ukrainer müssen zwar als Favoriten angesehen werden, aber gerade die Spanier haben wie die Tunesier nicht gerade den Ruf, eine Turniermannschaft zu sein, während es für die Ukraine der allererste WM-Auftritt überhaupt ist. Am Ende wird vieles davon abhängen, ob es Roger Lemerre versteht, dem eigenen Team einiges der Unsicherheit zu nehmen, die die bisherigen WM-Teilnahmen der Adler von Karthago begleitet hat. Sollte das gelingen, ist das Erreichen des Achtelfinales durchaus möglich.

Fazit: Vorrundenaus
Quote: 300:1

Zitat
Osasu Obayiuwana, Afrikanischer Fußballjournalist:
„Dies könnte die erste Weltmeisterschaft werden, bei der die Nordafrikaner die zweite Runde erreichen. Lemerre hat die Mannschaft zu einer beachtlichen Einheit zusammengeschweißt, die an Stärke und Konstanz gewonnen hat.“

Kader

Tor:
Ali Boumnijel (Club Africain)
Hamdi Kasraoui (Esperance Tunis)
Adel Nefzi (US Monastir)

Abwehr:
David Jemmali (Girondins Bordeaux)
Hatem Trabelsi (Ajax Amsterdam)
Mehdi Meriah (Etoile du Sahel)
Anis Ayari (Samsunspor)
Alaeddine Yahya (AS Saint-Etienne)
Radhi Jaidi (Bolton Wanderers)
Karim Hagui (Strasbourg)
Karim Saidi (US Lecce)

Mittelfeld:
Jawhar Menari (1. FC Nürnberg)
Adel Chedli (1. FC Nürnberg)
Mehdi Nafti (Birmingham City)
Sofiene Melliti (Gaziantespor)
Hamed Namouchi (Glasgow Rangers)
Karim Zdiri (Rosenborg)
Yassine Chikhaoui (Etoile du Sahel)
Riadh Bouazizi (Kayserispor)
Issam Jomaa (RC Lens)
Kais Ghodhbane (Diyarbakirspor)

Sturm:
Francileudo Santos (FC Toulouse)
Ziad Jaziri (ES Troyes)