Microsoft-Gründer Bill Gates bleibt der reichste Amerikaner. Mit einem geschätzten Vermögen von 50 Milliarden Dollar, das entspricht 34,2 Milliarden Euro, belegte der 53-Jährige erneut den Spitzenplatz in der jährlichen Rangliste des US-Magazins Forbes. Allerdings mussten fast alle Superreichen in den USA wegen der Finanzkrise Einbußen hinnehmen: Das Gesamtvermögen der 400 reichsten Amerikaner sank innerhalb eines Jahres um 300 Milliarden auf 1,27 Billionen Dollar.

Den größten Verlust hatte der legendäre US-Investor Warren Buffett zu verschmerzen. Sein Vermögen schrumpfte laut der am Mittwoch veröffentlichten Forbes-Liste von 50 auf 40 Milliarden Dollar. Ein Trost: Er konnte damit immer noch seinen angestammten zweiten Platz verteidigen. Oracle-Gründer Lawrence Ellison blieb mit 27 Milliarden Dollar auf Rang drei. Er kam als einziger unter den zehn reichsten Amerikanern praktisch ungeschoren durch die Krise.

Klarer Gewinner ist der erst 25-Jährige Gründer des Online-Netzwerks Facebook, Mark Zuckerberg. Sein geschätztes Vermögen legte um 500 Millionen auf zwei Milliarden Dollar zu. Der jüngste unter den reichsten Amerikanern sprang dadurch vom 321. Rang auf Platz 158. Das größte Plus machte der texanische Bankier Andrew Beal: Er konnte durch geschickte Ankäufe zu Beginn der Marktturbulenzen sein Vermögen auf 4,5 Milliarden Dollar verdreifachen.

Die Liste der Top Ten blieb trotz Verlusten von zusammen etwa 15 Prozent in der Rangfolge weitgehend unverändert. Nach Gates, Buffett und Ellison folgen auf den Plätzen vier bis sieben Mitglieder der Walton-Familie, der die weltweit tätige Einzelhandelskette Wal-Mart gehört. Den achten Rang belegt mit 17,5 Milliarden Dollar der New Yorker Bürgermeister und Medien-Mogul Michael Bloomberg, gefolgt von den Chemie-Titanen Charles und David Koch (Koch Industries Inc.) mit jeweils 16 Milliarden Dollar.