Nach klirrendem Frost und einsetzendem Tauwetter sind in Irland Tausende Wasserleitungen geplatzt. Zehntausende Menschen sowohl in der Republik Irland als auch im britischen Nordirland waren ohne fließendes Trinkwasser und mussten notversorgt werden. Der nordirische Ministerpräsident Peter Robinson hat eine Krisensitzung der Regionalregierung einberufen.

Nach Angaben des Guardian sind immer noch 40.000 Haushalte von der Wasserversorgung abgeschnitten. Manche von ihnen warten schon seit elf Tagen auf Wasser aus der Leitung. Vor allem gegen den nordirischen Wasserversorger Northern Ireland Water wurden Vorwürfe laut.

Der nordirische Vize-Regierungschef Martin McGuinness nannte die Wasserknappheit "eine schwere Krise". Er forderte von dem Unternehmen die Leidtragenden in schweren Fällen zu entschädigen. McGuinness kritisierte auch das Krisenmanagement von Wasserversorgern und Wohnungsgesellschaften als nicht ausreichend. Der nordirische Wasserversorger hatte zuvor erklärt, dass die Wasserknappheit in den nächsten Tagen anhalten werde. Das Unternehmen ist ein nordirischer Staatskonzern.

17 Stationen zur Notversorgung wurden eingerichtet, an denen Trinkwasser verteilt wird. Vor den Ausgabestellen bildeten sich zum Teil lange Schlangen. In Supermärkten war es zuvor zu Massenkäufen von Wasserflaschen gekommen.