Bei dem Versuch, linke und rechte Demonstranten zu trennen, hat die Polizei in Berlin Wasserwerfer und Pfefferspray eingesetzt. Im Stadtteil Schöneweide hatten sich etwa 480 Anhänger der NPD versammelt. Sie skandierten dort Sprechchöre wie "Hier marschiert der rechte Widerstand." 

16 linke Gegendemonstranten wurden festgenommen, eine Teilnehmerin des NPD-Zugs sei wegen des Tragens von verfassungswidrigen Symbolen festgenommen worden, berichtet der Tagesspiegel.

Ein Bündnis aus Politik, Gewerkschaften und Kulturschaffenden hatte versucht die Demonstration zu verhindern. Einige Demonstranten hatten sich auf den Straßenbahnschienen an einer Betonpyramide festgekettet. Mit einem Kran ließ die Polizei sie samt Betonpyramide abtransportieren. Nach Angaben der Polizei hatten sich mehr als 2000 Gegendemonstranten versammelt. Die Initiative 1. Mai - Nazifrei sprach von wesentlich mehr Teilnehmern.

Die Polizei ist in Berlin mit insgesamt 7.000 Beamten aus mehreren Bundesländern im Einsatz, um Ausschreitungen zu verhindern.

In Frankfurt gelang es derweil 600 Gegendemonstranten, einen Aufmarsch der NPD zu blockieren. Sie besetzten die Gleise des Frankfurter Ostbahnhofs und verhinderten so die Anfahrt der rechten Demonstranten. Der Veranstalter der NPD-Kundgebung sagte diese daraufhin ab und verlagerte sie einige Kilometer weiter in die benachbarte Stadt Hanau. Rund 180 NPD-Anhänger versammelten sich daraufhin auf dem Marktplatz von Hanau, wie die Frankfurter Polizei berichtete.