Noch in den Fünfziger Jahren lebte in Istanbul nur eine Million Menschen, seither ist die Stadt das Ziel vieler früherer Landbewohner. Nun rächt sich die chaotische Politik der Urbanisierung der vergangenen zwei Jahrzehnte: Die Politik richtet sich nur an Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung aus. Überall entstehen neue Baustellen, historische und beliebte Areale müssen Platz machen für reichere Bürger, die Bewohner ganzer Viertel werden in die Randbezirke verdrängt. Auch das ist der Hintergrund der aktuellen Proteste in der 17-Millionen-Metropole.