7Bei einem schweren Erdbeben auf den Philippinen sind laut offiziellen Angaben mehr als 70 Menschen getötet worden. Es seien 73 Todesopfer gezählt worden, teilten die Behörden mit. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.

Das Beben hatte eine Stärke von 7,2. Es passierte um 8.12 Uhr Ortszeit (2.12 Uhr MESZ) 630 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Manila auf der Insel Bohol, unweit der Ortschaft Carmen. Die Insel hat 1,3 Millionen Einwohner. Die Region Zentral-Visayas ist ein beliebtes Touristenziel mit rund drei Millionen Besuchern im Jahr.

Allein 57 der Todesopfer wurden nach Angaben des örtlichen Polizeichefs auf der Insel Bohol geborgen, wo das Epizentrum des Bebens lag. Auf den benachbarten Inseln Cebu und Siquijor gab es insgesamt 16 Tote.

Die Schäden waren erheblich: Mehrere historische Kirchen wurden schwer beschädigt, riesige Felsbrocken krachten auf Straßen und lösten Erdrutsche aus, Brücken wurden unpassierbar und Dächer und Mauern stürzten ein.

In der Stadt Cebu mit 900.000 Einwohnern, 60 Kilometer westlich des Epizentrums stürzte die Decke einer Markthalle ein. An einem Krankenhaus fielen Teile des Dachs herunter und am Flughafen stürzten Deckenplatten zu Boden.

Am Flughafen von Tagbilaran City stürzte die Decke im zweiten Stock teilweise ein, berichtete der Katastrophenschutz. Alle Flüge seien gestrichen worden. Im Hafen sei ein Terminal schwer beschädigt worden.

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7.000 Inseln. In der Region reiben drei verschiedene Erdplatten aneinander. Erdbeben sind häufig. Die folgenschwersten der jüngeren Zeit waren 1976 das Beben der Stärke 7,6 im Golf von Moro im Süden des Landes. Dabei kamen 7.000 Menschen um. Bei einem ebenso starken Beben 1990 in Luzon im Norden starben 2.400 Menschen.