Die Wahl eines Synoden-Präses auf der Jahrestagung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist zunächst gescheitert. Weder der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) noch die frühere Kirchenpräsidentin Brigitte Boehme erreichten bei dem Treffen in Düsseldorf in zwei Wahlgängen die erforderliche Mehrheit.

Beckstein, der bisherige Vize-Präses der Synode, sagte daraufhin, dass er für einen dritten Wahlgang nicht mehr zur Verfügung stehe. Später am Abend wurde schließlich die frühere FDP-Politikerin Irmgard Schwaetzer als neue Vorsitzende gewählt. Die 71-Jährige wurde  mit großer Mehrheit gewählt.

Die bisherige Vorsitzende der Synode, Katrin Göring-Eckardt, hatte ihr Amt im September niedergelegt, um sich auf ihre Arbeit als Grünen-Fraktionschefin im Bundestag zu konzentrieren. Günther Beckstein war bereits 2009 als Kandidat für den Synoden-Vorsitz angetreten. Damals unterlag er Göring-Eckardt.

Die 126 Delegierten des Kirchenparlaments vertreten 20 Landeskirchen mit knapp 23,5 Millionen Gläubigen. Die Synode ist neben dem Rat und der Kirchenkonferenz eines von drei EKD-Leitungsgremien.