Die vietnamesische Regierung hat Probleme mit der Beschaffung der Chemikalien für die Todesspritze, berichteten staatliche Medien. Deshalb wolle das Land Exekutionen wieder durch Erschießungskommandos ausführen lassen. Der Minister für öffentliche Sicherheit habe bereits beim Parlament eine entsprechende Genehmigung bis Ende 2015 beantragt.

Das kommunistische Land hatte im Jahr 2011 beschlossen, aus humanitären Gründen bei Hinrichtungen auf das Erschießen zu verzichten und dafür die Todesspritze einzusetzen. Die Probleme bei der Beschaffung der Chemikalien hätten jedoch dazu geführt, dass kaum Hinrichtungen vollstreckt werden konnten.

Mit der Übergangsregelung solle der Druck von Gefängnissen genommen werden, in denen derzeit 678 Todeskandidaten sitzen, berichteten die Medien.