Der Schauspieler und Komiker Karl Dall wehrt sich gegen den Vorwurf der Vergewaltigung. Er sieht sich viel mehr als Opfer einer bereits mehrfach durch Stalking auffällig gewordenen Journalistin: "Meine Prominenz war ihr Schutz", sagte Dall in der aktuellen Ausgabe der ZEIT.

"Ich habe nicht wirklich gecheckt, dass die ein ernsthaftes Problem hatte", so Dall weiter. Zu der so genannten Tatnacht dürfe er nichts sagen. "Nur so viel: Es war ein Riesenfehler, dass ich bei diesem 'Interview' allein war. Ich Idiot!"

Die freischaffende Journalistin hatte im August mit Dall via E-Mail Kontakt aufgenommen. "Sie klang zunächst vernünftig, nicht unsympathisch." Irgendwann habe sie angefangen, ihm "erotische Sachen" zu schreiben, und zum Teil sei er darauf eingegangen. "Pubertäre Scheiße. Mir wurde das zu viel. Ich hab dann alles gelöscht und abgeblockt", erklärte Dall.

Schließlich habe die Frau versucht, ihn zu erpressen. Er selbst habe sie "verbal heftig attackiert. Aber ich wollte sie nicht anzeigen. Einerseits hatte ich ein gewisses Mitleid mit ihr. Andererseits wollte ich auch nicht auf den Titelseiten landen – was ja jetzt passiert ist", sagte Dall.

Am 3. November wurde Dall nach einem Auftritt in St. Gallen in polizeilichen Gewahrsam genommen. Zunächst habe er vermutet, es handele sich um einen TV-Streich: "Ich dachte, wo ist die Kamera?" Aber: "Erst als die Handschellen klickten, wurde mir blümerant", sagte Dall.

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