Die Deutschen gehen sehr hoffnungsvoll in das Jahr 2014. Wie eine Untersuchung der Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen ergab, blicken fast drei von vier Bundesbürgern (72 Prozent) zuversichtlich auf das kommende Jahr. Im Vorjahr waren es nur 59 Prozent gewesen. 

Unter den Westdeutschen ist der Anteil der Optimisten dabei größer (74 Prozent) als unter den Ostdeutschen (66 Prozent). 

Besonders zuversichtlich sind zudem die Jüngeren zwischen 14 und 34 Jahren – bei ihnen sehen 81 Prozent dem nächsten Jahr mit guten Gefühlen entgegen.

"2013 wurde als ein insgesamt recht positives Jahr wahrgenommen und entsprechend hoch sind die Erwartungen an die kommenden zwölf Monate", sagte Stiftungsleiter Ulrich Reinhardt. Laut der Befragung haben die Deutschen auch wieder mehr Vertrauen in den wirtschaftlichen Aufschwung gefasst. 41 Prozent gehen davon aus, dass es im kommenden Jahr aufwärts gehen wird – 2012 waren es nur 20 Prozent.

Schwanken zwischen Optimismus und Realismus

Allerdings sieht eine Mehrheit Wirtschaft und Politik weiterhin skeptisch. 59 Prozent erwarten eine schwächere Wirtschaft im neuen Jahr. Drei von vier Befragten (77 Prozent) meinen zudem, dass Politiker 2014 weiter an Zustimmung verlieren werden.

Die Bürger schwankten zwischen Optimismus und Realismus, erklärte Forscher Reinhardt. "Einerseits sind sie hoffnungsvoll bezüglich ihrer persönlichen Zukunft und sind bereit, etwas hierfür zu leisten, anderseits vertrauen und verlassen sie sich nur noch bedingt auf Politik und Wirtschaft."  

Für die repräsentative Untersuchung hat die Stiftung mehr als 2.000 Deutsche ab 14 Jahren befragt. Neben Reinhardt hatte zuvor auch der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski erklärt, dass die Deutschen dem Jahr 2014 voller Optimismus entgegensehen.