Bei der Suche nach der verschollenen malaysischen Passagiermaschine haben Flugzeuge aus China und Australien im Indischen Ozean unabhängig voneinander mögliche Wrackteile von Flug MH370 entdeckt.

Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, eine Suchmannschaft an Bord einer IL-76 habe bei ihrem Flug aus 10.000 Metern Höhe zwei recht große Gegenstände auf dem Meer treiben sehen und viele kleinere weiße Objekte in einem Radius von mehreren Kilometern. Sie seien in der Region gesichtet worden, in der zuvor auf Satellitenfotos mögliche Trümmer des Flugzeugs der Malaysia Airlines geortet wurden.

Wenige Stunden später sichtete auch die Crew eines australischen Aufklärungsflugzeugs mögliche Teile der verschwundenen Maschine. Es handele sich um andere Teile als die, die die Chinesen vorher nach eigenen Angaben entdeckt hatten, teilte die australische Seesicherheitsbehörde Amsa mit. Ein Teil sei rund und grün, das andere orangefarben und rechteckig.

Schiffe sind auf der Suche nach dem Treibgut. Es erscheine möglich, einige Teile in den kommenden Stunden oder bis spätestens morgen zu bergen, sagte Malaysias Transportminister Hishammuddin Hussein.

Der Flug MH370 mit 239 Menschen an Bord war vor mehr als zwei Wochen auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Zuletzt wurden auf australischen, chinesischen und auch französischen Satellitenaufnahmen mögliche Wrackteile entdeckt – etwa 2.500 Kilometer südwestlich der australischen Stadt Perth.

Australiens Ministerpräsident Tony Abbott hatte am Wochenende die Hoffnung geschürt, dass das Schicksal von Flug MH370 bald aufgeklärt werden kann. "Wir haben offenbar eine ganze Reihe sehr glaubwürdiger Hinweise bekommen und es gibt zunehmende Hoffnung", sagte Abbott.