Utopien - Jean Ziegler fordert den Aufstand des Gewissens

Es sieht schlecht aus für die Zukunft der Welt: Fast eine Milliarde Menschen hungert, der Klimawandel zerstört Lebensräume, Tausende Atomwaffen liegen bereit, der Mensch beutet die Natur aus.

Jean Ziegler ist einer der bekanntesten Globalisierungskritiker und beschäftigt sich seit Langem mit Untergangsszenarien. In seinen Büchern kritisiert er die großen, mulitnationalen Unternehmen. Nach einer Zeit als Schweizer Abgeordneter war er acht Jahre lang UN-Sonderberichterstatter und setzte sich für das Recht der Schwachen auf Nahrung ein.

In seinem neuen Buch Wir lassen sie verhungern – die Massenvernichtung in der Dritten Welt  beschreibt der Schweizer Soziologe, wie es dazu kommen konnte, dass Hunderte Millionen Menschen Hunger leiden, obwohl es ausreichend Nahrung gibt. Seine Kritik gilt einer Wirtschaftsordnung, die den Profit höher gewichtet als das Wohlergehen der Menschen.

Doch Ziegler glaubt, dass die Menschen umlenken können. Was jetzt geschehen muss, sagt er in unserem Video.

Ob und wie Jean Zieglers fiktive Gesellschaftsordnung in die Realität umgesetzt werden wird, wissen wir nicht. In dieser Serie stellen wir Utopien vor. In loser Folge lässt ZEIT ONLINE dazu Wissenschaftler, Aktivisten, Unternehmer zu Wort kommen.