Der von Flüchtlingen besetzte Berliner Fernsehturm ist nach stundenlangen Verhandlungen friedlich geräumt worden. Unter Vermittlung der Berliner Abgeordneten Hakan Tas (Die Linke) und Fabio Reinhardt (Piraten) verließen die verbliebenen Demonstranten das Gebäude, berichtet der Tagesspiegel.

37 Flüchtlinge und Unterstützer hatten das Café des Berliner Fernsehturms vom späten Nachmittag an besetzt gehalten. In einer angeblich von den Flüchtlingen verfassten und auf Facebook veröffentlichten Mitteilung forderten diese, einen Politiker zu sprechen. Grund für ihre Aktion sei, dass sie von den Behörden "nur ausgelacht und nicht ernst genommen" worden seien.

Die Polizei hatte den Fernsehturm abgesperrt, Journalisten und Politiker wurden nicht durchgelassen. Nach gut zwei Stunden verließen fünf Flüchtlinge das Gebäude freiwillig. Die Polizei forderte die verbliebenen Besetzer auf, das Gebäude zu verlassen und begann schließlich am frühen Abend damit, erste Besetzer gegen ihren Willen aus dem Gebäude zu führen. 

Der private Betreiber des Fernsehturms hatte die Flüchtlinge und ihre Unterstützer zu Beginn der Besetzung mehrmals aufgefordert, den Fernsehturm zu verlassen. Nachdem die Aufforderung nicht erfüllt wurde, zog der Betreiber die Polizei hinzu und erstattete Anzeige wegen Hausfriedensbruch. "Der Fernsehturm ist kein Forum für Demos", sagte ein Sprecher des Fernsehturms der Zeitung Neues Deutschland.